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Immobilienpreise in Schleswig-Holstein steigen langsamer und gehen teilweise leicht zurück


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Die Immobilienpreise in Schleswig-Holstein sind im zweiten Quartal 2022 nur noch leicht gestiegen gegenüber dem Jahresbeginn. Im Landesschnitt kostet der Immobilienquadratmeter im zweiten Quartal 2022 mittlerweile 3.289 Euro und ist damit etwa zwei Prozent teurer als im ersten Quartal (3.239 Euro). Auf Sylt gab es im zweiten Quartal starke Preisrückgänge von teilweise mehr als 40 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Immobilienmarktbericht von Scoperty (www.scoperty.de) hervor. Die von den Notenbanken im Zuge der Inflationsbekämpfung herbeigeführte Zinswende kommt damit langsam am Immobilienmarkt an – die Auswirkungen sind jedoch lokal sehr unterschiedlich.

Die größten Schwankungen gab es im zweiten Quartal 2022 im Landkreis Nordfriesland. Im Schnitt gaben die geschätzten Quadratmeterpreise hier um rund sieben Prozent nach. Hauptsächlich ist das auf die hohen Preisrückgänge in den Sylter Luxusorten zurückzuführen. In Kampen brachen die Preise regelrecht ein – 44 Prozent weniger kostet der Quadratmeter Immobilieneigentum laut Scoperty im zweiten Quartal. Mit rund 15.043 Euro ist der Promi-Ort aber immer noch der teuerste in ganz Deutschland. In anderen Teilen Nordfrieslands wie in der Gemeinde Oldsum gingen die Preise hingegen um rund neun Prozent nach oben. „Steigende Zinsen, höhere Energiekosten und eine zunehmende Inflation gehen am Immobilienmarkt nicht spurlos vorbei. Was Experten bereits seit letztem Jahr immer wieder prognostiziert haben, lässt sich langsam auch auf dem schleswig-holsteinischen Immobilienmarkt beobachten, wenn auch mit sehr großen lokalen Unterschieden, die dem heterogenen Markt geschuldet sind“, sagt Stefan Kellner, CEO von Scoperty. Dass es vor allem die Luxus-Märkte auf Sylt trifft, ist laut Kellner nicht überraschend. Hier gab es in der Vergangenheit immer wieder starke Preiszuwächse und Preisschwankungen, da das Angebot sehr begrenzt und auf eine spitze Zielgruppe ausgerichtet ist. „Obwohl wir noch keine großen Preiseinbrüche in der Fläche beobachten können, sehen wir doch, dass sich der Markt von einem Verkäufer-  hin zu einem Käufermarkt wandelt“, erläutert Kellner und ergänzt. „Im Durchschnitt steigen die Preise langsamer oder stagnieren. Sieht man sich aber einzelne Angebote an und spricht mit Eigentümern und Maklern wird klar: Die Preisabschläge, mit denen Verkäufer derzeit rechnen müssen, sind deutlich höher als das, was bisher anhand von Preisstatistiken ersichtlich wird.“Welche Regionen jetzt günstiger werdenPreisrückgänge gab es im zweiten Quartal des Jahres nicht nur auf Sylt. In einigen Gemeinden in den Landkreisen Rendsburg-Eckernförde, Herzogtum Lauenburg oder Steinburg gaben die Quadratmeterschätzwerte um durchschnittlich ein bis zwei Prozent nach. Auf Sylt sind die Schwankungen aber am deutlichsten zu spüren: In Wenningstedt-Braderup kostet der Quadratmeter im zweiten Quartal im Schnitt 23 Prozent weniger (13.715 Euro), in List durchschnittlich 13 Prozent weniger (13.087 Euro). Auch in Hörnum, Simonsberg oder Nieblum gingen die Preise leicht zurück.Flensburg legt zuIn Schleswig-Holsteins Ostsee-Regionen sind die Quadratmeterschätzwerte im zweiten Quartal indes weiter gestiegen. Laut Scoperty-Analysen sind die Immobilienwerte in Flensburg um rund fünf Prozent geklettert. Aktuell kostet der Quadratmeter Wohneigentum 2.802 Euro. Im Kreis Plön gingen die Preise um rund vier Prozent nach oben auf 3.176 Euro. Die Wertzuwächse in der Hauptstadt fielen im Vergleich dazu moderat aus. Der Quadratmeter Wohneigentum in Kiel ist im zweiten Quartal mit rund 3.503 Euro durchschnittlich ein Prozent teurer als zu Beginn des Jahres. „Dass auch die begehrten Immobilienmärkte von aktuellen wirtschaftlichen und politischen Geschehnissen auf mittlere Sicht nicht verschont bleiben wird, sehen wir deutlich an Sylt, wo die Preise in den Jahren davor extreme Dimensionen angenommen hatten. Ob es sich hier um einen Trend handelt, der auf Regionen übergreift, in denen noch Luft nach oben wäre, bleibt abzuwarten“, sagt der Immobilienexperte Kellner. In den nächsten Monaten wird sich nach seinen Worten zeigen, wie viele Käufer angesichts steigender Finanzierungskosten mittel- und langfristig in der Lage sein werden, beim aktuellen Marktniveau Wohneigentum zu finanzieren. Bei Kreditzinsen um drei Prozent sind die monatlichen Kreditraten für Normal- und Besserverdiener kaum mehr zu stemmen. Anders noch zu Jahresbeginn, als Kreditzinsen um ein Prozent für geringe Kreditraten gesorgt haben.Aktuelle Quadratmeterschätzwerte und Preistrends für alle schleswig-holsteinischen Gemeinden und Landkreise sowie mehr als 10.000 Gemeinden in ganz Deutschland hat Scoperty in einer interaktiven Karte zur Verfügung gestellt:
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Über Scoperty
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