Verwendung von Cookies: Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Wirtschaftsredaktion

Hamburg fördert DESY-Großprojekt PETRA IV


Tags zu diesem Artikel

#Hamburg #DESY #Förderung #PETRA IV



Hamburg unterstützt die Technologieentwicklung für das von DESY geplante Großprojekt PETRA IV mit 2,85 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre. Gefördert wird die Phase der detaillierten technischen Planung, des sogenannten Technischen Design Reports (TDR) der einzigartigen Anlage, als Vorbedingung für eine Entscheidung über die Aufnahme des Projekts in die nationale Roadmap für Forschungsinfrastrukturen. PETRA IV soll das weltbeste 3D-Röntgenmikroskop werden und hundertmal genauere Bilder von mikroskopischen Abläufen in neuen Materialien und in künftigen medizinischen Wirkstoffen liefern als bisher möglich. Damit wird PETRA IV das wissenschaftliche Leuchtturmprojekt in der zukünftigen Science City Hamburg Bahrenfeld.
Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Hamburg kann sich freuen und stolz sein: PETRA IV wird weltweit einzigartige Forschungsmöglichkeiten bieten und hat das Potenzial, das wissenschaftliche Aushängeschild der Science City Hamburg Bahrenfeld zu werden. Der Senat unterstützt daher die Entwicklung der hochmodernen Technologien für die Beschleunigeranlage und sorgt damit dafür, dass Hamburg sich immer weiter zur Wissenschafts- und Forschungsmetropole von Weltrang entwickeln kann.“

Prof. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums, sagt: „Mit PETRA IV schafft DESY ein völlig neues Werkzeug in der Grundlagenforschung und für Innovationen in den Bereichen Neue Materialien, Gesundheit, Umwelt und nachhaltige Energiekonzepte. Die Förderung der wichtigen TDR-Phase hilft uns, die hierfür unabdingbaren neuen Technologien zu entwickeln und so ein robustes Design für dieses revolutionäre Großprojekt zu erstellen.“

Weitere wichtige finanzielle Unterstützung mit einem Bundesanteil von 90 Prozent steht DESY aus der institutionellen Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verfügung, die durch einen Landesanteil von zehn Prozent ergänzt wird.

Hintergrund:

Das Helmholtz-Forschungszentrum DESY mit Standorten in Hamburg und Zeuthen in Brandenburg wird zu 90 Prozent durch den Bund (BMBF) und zu zehn Prozent durch den Senat am Standort Hamburg gefördert.

DESY plant zurzeit, seinen brillanten Elektronenspeicherring PETRA III noch weiter zu verbessern und ihn zum ultimativen 3D-Röntgenmikroskop PETRA IV auszubauen. Hierfür soll in den bestehenden 2,3 Kilometer langen PETRA-Ringtunnel ein Beschleuniger in neuester Technologie eingebaut werden.

Bei Umsetzung dieses Großprojekts würde in Hamburgs Westen nicht nur die weltbeste Synchrotronstrahlungsquelle entstehen, sondern – in Verbindung mit den interdisziplinären Forschungseinrichtungen und Innovationslaboren auf dem DESY-Campus und der künftigen Science City Bahrenfeld – ein weltweit einzigartiger Leuchtturm der Forschung.

Der Technische Design Report (TDR) für PETRA IV, der bis Ende 2022 vorliegen soll, ist ein wichtiger Meilenstein für die Umsetzung des Gesamtprojekts. Er enthält die technischen Baupläne des Beschleunigers, der Röntgenstrahlführungen und der umgebenden Infrastruktur. Außerdem werden hier auch die Baumaßnahmen und deren Ablauf skizziert, mit zuverlässigen Angaben zu den voraussichtlichen Projektkosten. Der TDR ist die Grundlage für den Antrag auf Förderung des Gesamtprojekts.

DESY zählt zu den weltweit führenden Beschleunigerzentren und erforscht die Struktur und Funktion von Materie – vom Wechselspiel kleinster Elementarteilchen, dem Verhalten neuartiger Nanowerkstoffe und lebenswichtiger Biomoleküle bis hin zu den großen Rätseln des Universums. Die Teilchenbeschleuniger und die Nachweisinstrumente, die DESY an seinen Standorten in Hamburg und Zeuthen entwickelt und baut, sind einzigartige Werkzeuge für die Forschung. DESY ist ein Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft und wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent von den Ländern Hamburg und Brandenburg finanziert.

Quelle: www.desy.de