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Im derzeit laufenden Wintersemester erarbeiten Studierende des Masterstudiengangs Wirtschaftspsychologie Projektvorschläge für das betriebliche Gesundheitsmanagement der ACO Severin Ahlmann GmbH & Co. KG in Büdelsdorf. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens direkt am Arbeitsplatz unterstützt werden können, ihre persönlichen Gesundheitskompetenzen zu verbessern. Vorstellbar sind dazu beispielsweise Kurse zur Raucherentwöhnung, eine individuelle Ernährungsberatung, der Besuch von Rückenschulen oder Angebote zur Verbesserung des Umgangs mit Stresssituationen.

Für Dozentin Professor Dr. Susanne Liebermann sind solche Praxisprojekte von hoher Bedeutung:

„Hier haben unsere Studierenden die Chance, ihr theoretisches Wissen unter Realbedingungen zu testen und anzuwenden. Sie bearbeiten Projekte so, wie sie es in ihrem späteren Berufsleben als Wirtschaftspsychologen tun müssen. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist dabei ein Thema mit ständig wachsender Bedeutung, das wesentlich zur Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit beiträgt. Und auch bei unseren Studierenden stößt es auf großes Interesse.“

Die Wirksamkeit solcher Angebote ist dann am größten, wenn diese möglichst gut an die Zielgruppen und die Rahmenbedingungen im Unternehmen angepasst sind. Um die somit erforderlichen Einblicke in die Arbeitsbedingungen vor Ort zu bekommen, besichtigten die Studierenden am 5. und 12. November gemeinsam mit Professorin Dr. Susanne Liebermann die Produktion und Logistikbereiche des Unternehmens. Anschließend diskutierten sie mit Mitarbeitern, Führungskräften und Betriebsräten aktuelle Bedarfe und Möglichkeiten der Gesundheitsförderung.

Anne-Kristina Kirchhoff, Personalreferentin bei ACO Severin Ahlmann GmbH & Co. KG, zieht ein Zwischenfazit:

„Dank der bereichernden Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westküste und dem großen Engagement der Studierenden verläuft die aktuelle Studie sehr erfolgreich. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und freuen uns auf die Umsetzung der Maßnahmen. Mit Sicherheit wird es weitere gemeinsame Projekte geben.“

Aufbauend auf den Gesprächsergebnissen werden die Studierenden nun in den kommenden Wochen maßgeschneiderte Projektvorschläge erarbeiten, welche den Verantwortlichen des Unternehmens Anfang Januar in Heide vorgestellt werden.

Foto: Studierende der FH Westküste mit Prof. Dr. Susanne Liebermann (r.) zu Gast bei ACO
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Heide (em) Im Oktober sank die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Prozent

(-374 Personen) auf 7.090 arbeitslos gemeldete Personen. Von September auf Oktober stieg die Arbeitslosigkeit hingegen leicht (+72 Personen; +1,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 5,0 Prozent. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 5,3 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Kunden der Agentur für Arbeit) sind zurzeit 2.387 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen ging damit im Vergleich zum Vorjahr erneut zurück (-111 Personen; -4,4 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat verblieb die Arbeitslosigkeit auf einem Niveau (+8 Personen; +0,3 Prozent).

Im Rechtskreis SGB II (Kunden der Jobcenter) sank die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich auf 4.703 Personen (-263 Personen; -5,3 Prozent). Im Vergleich zum September stieg die Arbeitslosigkeit hingegen leicht an (+64 Personen; +1,4 Prozent).

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil. Auffallend ist allerdings, dass der Abbau der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich weniger stark ausfällt als in den vergangenen Monaten und gleichzeitig die Arbeitslosigkeit von September auf Oktober leicht angestiegen ist. In der Vergangenheit war der Oktober immer der Monat des Jahres, in dem am wenigsten Personen arbeitslos gemeldet waren. Nach Jahren des Abbaus der Arbeitslosigkeit, scheint mit einer Quote von fünf Prozent nun allmählich der Scheitelpunkt der Entwicklung erreicht zu sein“, beschreibt Ronald Geist, Leiter der Heider Arbeitsagentur, die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Stellenmarkt

Seit Jahresbeginn teilten die Arbeitgeber dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Heide und der beiden Jobcenter Dithmarschen und Steinburg 4.777 offene Arbeitsstellen mit. Das sind 125 Stellen mehr (+2,7 Prozent) als im Vorjahreszeitraum. Im Oktober suchten hauptsächlich die Zeitarbeitsbranche sowie das Gesundheits- und Sozialwesen nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Arbeitsmarktlage in den beiden Kreisen

Im Kreis Dithmarschen sind aktuell 3.545 Personen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosigkeit sank damit im Vergleich zum Oktober 2018 um 4,3 Prozent (-161 Personen). Im Vergleich zum September verblieb die Arbeitslosigkeit auf einem Niveau (-8 Personen; -0,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 5,1 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 5,4 Prozent.

Auch im Kreis Steinburg liegt die Arbeitslosenzahl wie in Dithmarschen exakt bei 3.545 Personen (-213 Personen; -5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit an (+80 Personen; +2,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 4,9 Prozent. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 5,3 Prozent.
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Heide (em) Das Verbundvorhaben QUARREE100 hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Am Donnerstag, den 12. September, beschloss das Projekt im Rahmen der jährlichen Partnerversammlung das Energiekonzept. Dieses stellt ein zentrales Zwischenergebnis des bisherigen Forschungsprozesses dar und bildet die Grundlage für die nun anstehenden Planungen zur baulichen Umsetzung im Bestandsquartier „Rüsdorfer Kamp“ im schleswig-holsteinischen Heide.

Rund eineinhalb Jahre nach dem offiziellen Kick-Off Ende Februar 2018, leitet das von den Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Wirtschaft und Energie (BMWi) mit rund 24 Mio. Euro geförderte Verbundvorhaben die Umsetzungsphase ein. Die Grundlage hierfür bildet ein Energiekonzept, das unter Federführung des Steinbeis-Innovationszentrums Energie+ der TU Braunschweig entwickelt wurde. Die Projektpartner beschlossen das Konzept rund ein Jahr früher als ursprünglich geplant, um mehr Zeit für dessen Realisierung vor Ort zu erhalten. Als zentrale Maßnahme schlägt das Konzept die Errichtung eines Nahwärmenetzes für das 20 Hektar große Stadtquartier „Rüsdorfer Kamp“ mit derzeit rund 600 Einwohnerinnen und Einwohnern vor.

Vor dem Hintergrund der angestrebtem Umsetzung in dem städtebaulich äußert heterogenen und in Weiterentwicklung befindlichen Quartier, stellte die Konzeption einer auf CO2-Vermeidung und Systemdienlichkeit optimierten Betriebsweise eine besondere Herausforderung für das Projektteam dar. Hinzu kam der für das Projekt maßgebliche Resilienz-Ansatz: Dieser sieht vor, dass die Energieversorgung im Gebiet sowohl an aktuelle aber auch zukünftige, heute nicht abschließend zu bewertende technisch-regulatorische oder (städte-) bauliche Rahmenbedingungen angepasst werden kann. Das Ergebnis ist ein modular aufgebautes System, das sich flexibel auf technische oder wirtschaftliche Bedürfnisse von Kunden, Betreibern oder des Energiesystems insgesamt ausrichten lässt.

Dies wird bei Betrachtung der vorgesehenen technischen Hardware deutlich: Das Wärmenetz samt Speicher ist so ausgelegt, dass nicht nur die rund 180 Bestandsgebäude im Quartier, sondern auch zukünftig zu errichtende Neubauten versorgt werden können. Je nach Betriebsweise sollen unter anderem eine Elektrolyse, Wärmepumpenanlagen oder ein bivalent befeuertes BHKW einen Großteil der benötigten Wärme generieren. Die Wärmeerzeugung ist so konzipiert, dass Redundanzen eine hohe Versorgungssicherheit garantieren. Gleichzeitig werden Schnittstellen zu den Sektoren Elektrizität und Mobilität bereitgestellt.

Die Entwickler sprachen sich zudem für die Planung eines elektrischen Betriebsnetzes aus. Auf diese Weise soll es dem Betreiber ermöglicht werden, lokalen PV-Strom optimal in der zentralen Wärmeerzeugung nutzen zu können. Ergänzt wird das Konzept von einer Steuer- und Regelungstechnik, die einen optimierten Betrieb unter unterschiedlichen Szenarien und mit hoher Flexibilität für den Energiemarkt ermöglicht.

Das nun vorliegende Energiekonzept wurde innerhalb der vergangenen Monate mithilfe der insgesamt 20 Projektpartner Schritt für Schritt ausgearbeitet. Verschiedene Varianten wurden entwickelt, getestet, optimiert und fortgeschrieben, verglichen oder auch verworfen. Dieser Prozess setzte ich sich unter Einbindung der sieben Arbeitsbereiche und ihrer fachlichen Perspektiven soweit fort, bis das Konzept der Partnerversammlung zur Abstimmung vorgelegt wurde.

Auch die Bürgerinnen und Bürger des „Rüsdorfer Kamps“ und andere Interessierte aus der Stadt und Region Heide galt es vorab einzubeziehen: Im Rahmen eines Info-Abends Ende Juni hatten sie Gelegenheit, sich im persönlichen Gespräch mit den Fachleuten ein Bild von diesem komplexen Prozess zu machen. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass viele Bürgerinnen und Bürger offen für neue Wege der Energieversorgung im Quartier sind – vorausgesetzt das Konzept basiert auf Freiwilligkeit und ist für die Menschen vor Ort bezahlbar.

Mit dem positiven Votum der Projektpartner steigt QUARREE100 nun die zweite Projektphase ein: Zusammen mit einem noch nicht feststehenden Betreiber muss das beschlossene Konzept in eine konkrete Betriebs- und Umsetzungsplanung überführt werden. Parallel dazu werden die Akquise zukünftiger Energieabnehmer sowie die Integration in die städtebaulichen Planungs- sowie weitere behördliche Genehmigungsprozesse anlaufen. In anderen Worten: Jetzt ist die Zeit gekommen, in der Wissenschaft und Praxis aufeinandertreffen – für alle Beteiligten die vielleicht spannendste, aufschlussreichste und kritischste Phase des als „Reallabor“ angelegten Projektes QUARREE100.

QUARREE100 steht für „Quartiersentwicklung mit 100%iger Regenerativer Energie“ und ist ein im Rahmen der Förderinitiative „Energieeffiziente Stadt/ Solares Bauen“ von den Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Forschungsprojekt. Es ist Teil des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung und wird im Zeitraum November 2017 bis Oktober 2022 von 20 Partnern aus ganz Deutschland mit Hilfe einer Gesamtförderung in Höhe von 24,4 Mio. Euro bearbeitet.

Gesamtverbundkoordinatoren sind das Advanced Energy Systems Institute der Universität Bremen AES und die Entwicklungsagentur Region Heide (EARH). Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung einer zukunftsfähigen Energieversorgung des Stadtquartiers „Rüsdorfer Kamp“ in der Stadt Heide (22.000 Einwohner) an der Westküste von Schleswig-Holstein. Wie die fünf weiteren, ebenfalls von der Bundesregierung geförderten Projekte, zielt QUARREE100 auf eine Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse auf andere Städte ab.

Foto: ©Scheepmaker
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