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Krankenstand: Im Kreis Pinneberg gab es die wenigsten Fehltage


Der Kreis Pinneberg verzeichnet in der Landesstatistik Schleswig-Holstein Jahr für Jahr die meisten Fachkräfte. Aber nicht nur hierbei liegt der Kreis auf dem Spitzenplatz. Das Personal der Betriebe im Kreis Pinneberg meldet sich laut der Technikerkrankenkasse landesweit auch am wenigsten krank. Dies berichtet die Krankenversicherung aus den Vorabdaten ihres TK-Gesundheitsreport 2021, der auf Daten 2020 basiert. Grundlage für die Datenauswertung bildeten die rund 251.000 bei der TK versicherten Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein - Berufstätige und ALG 1-Empfänger, Stand Januar 2021.

Ostholsteiner am häufigsten krankgeschrieben
Der TK-Auswertung zu Folge gibt es deutliche Unterschiede bei den Fehlzeiten in den schleswig-holsteinischen Landkreisen und kreisfreien Städten: Mit durchschnittlich 18,7 Fehltagen waren die Erwerbstätigen in Ostholstein im vergangenen Jahr am häufigsten krankgeschrieben. Im Kreis Pinneberg blieben sie dagegen nur 15,1 Tage aufgrund von Krankheit zu Hause - sprich fast 20 Prozent weniger. Neben dem Kreis Ostholstein lag auch in den Kreisen Plön und Herzogtum Lauenburg die durchschnittliche Anzahl der Fehltage mit 18,3 und 18,2 Tagen deutlich höher als im Landesdurchschnitt (16,7 Fehltage).

Fehltage gegenüber 2019 landesweit zurückgegangen
Im Vergleich zu 2019 ging die Zahl der Fehltage im Land insgesamt ein wenig zurück - Ausnahme sind hier die Städte Kiel, Lübeck und Flensburg sowie der Kreis Nordfriesland. Laut Sören Schmidt- Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, lässt sich der Rückgang der Fehltage im Land dadurch erklären, dass weniger Menschen aufgrund von Erkältungskrankheiten krankgeschrieben waren. „Die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln scheinen dafür zu sorgen, dass sich andere Infektionserreger nicht so schnell verbreiten können", so der Landeschef.

Psychische Erkrankungen Hauptgrund für Krankschreibungen
Zwar unterscheiden sich die Regionen in der Anzahl der Fehltage, doch die Gründe, warum die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner zu Hause bleiben mussten, sind dieselben: Allen voran sind es psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen, gefolgt von Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems und Atemwegserkrankungen.

Erstes Quartal 2021 - Covid-19 spielt untergeordnete Rolle
Für dieses Jahr liegen bereits die Ergebnisse des Krankenstands aus dem ersten Quartal vor. Dieser zeigt den prozentualen Anteil der Fehltage zur Arbeitszeit der beschäftigten Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner an. Mit 3,8 Prozent ist der Krankenstand im nördlichsten Bundesland so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Zum Vergleich: Im ersten Quartal des Corona-Jahres 2020 betrug der Krankenstand 5,3 Prozent, bei 5 Prozent lag er 2019. Die Diagnose Covid-19 spielt bei den Krankschreibungen im Vergleich zu den anderen eine untergeordnete Rolle. Bundesweit verzeichnet die TK im ersten Quartal 2021 insgesamt 1.077.565 Krankschreibungen - davon 9.381 aufgrund von Covid-19.

Grundlage dafür bilden die rund 251.000 bei der TK versicherten Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein (Berufstätige und ALG 1-Empfänger), Stand Januar 2021.

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