Hamburg, Rund 170 Ausstellende präsentierten sich auf der Erlebnismesse Einstieg Hamburg und zeigten Jugendlichen, wie vielfältig die Wege nach dem Schulabschluss sein können. Ob Ausbildung, Studium, duale Modelle oder ein Gap Year – die Messe bat persönliche Gespräche, praxisnahe Einblicke und zahlreiche Mitmachaktionen.

Am Gemeinschaftsstand des Hamburger Handwerks probierten Hunderte Schülerinnen und Schüler am Freitag und Samstag jeweils von 10 bis 16 Uhr neueste Arbeitstechniken und echtes Werkzeug selbst aus: bei den Dachdeckern und Tischlerinnen, beim Elektro- oder Uhrmacherhandwerk.

Am Stand des Bildungszentrums Elektrotechnik standen Installationsarbeiten und ein Exoskelett bereit. Exoskelette sind tragbare Stützstrukturen, die die menschliche Kraft und Ausdauer verbessern und den Rücken bei schweren körperlichen Arbeiten entlasten. Bei der Dachdecker-Innung konnten eine kleine Dachfläche eingedeckt werden. Und die Metall-Innung zeigte, wie Schweißen funktioniert und worauf es bei der Arbeit an der Drehbank ankommt. Die Tischler brachten eine handgeführte CNC-Oberfräse zum Ausprobieren mit, und bei den Uhrmachern stellten die jungen Leute ihre feinmotorischen Fähigkeiten unter Beweis.

Hamburgs Bildungssenatorin Ksenija Bekeris empfahl beim Eröffnungstalk: „Die meisten wirklich zukunftsfähigen Jobs setzen auf Teamplay. Und dass ich Lust habe, anzupacken und was zu machen. Um das Richtige zu finden, brauchen wir Erfahrungen im echten Leben – das geht nicht nur digital und das geht auch nicht allein. Man muss etwas ausprobieren, herausfinden, was einem liegt. Das könnt ihr hier.“

Den Stand von Handwerkskammer, Innungen und Bildungszentren besuchte Christoph Herting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hamburg: „Tischler, Uhrmacher, Elektroberufe, Metallprofis – es gab so viel zu sehen für unsere jungen Gäste. Einfach klasse! ‚Einfach machen‘ sagen wir im Handwerk gern, und hier konnte man das wieder wunderbar in Aktion sehen. Handwerk muss man ausprobieren, machen und meistern. Dann entsteht Begeisterung, und die konnte ich heute beim Zuschauen spüren.“

Ausbildungsbotschafter Endrit, Elektro-Azubi bei Köpcke Elektromontagen, bestätigte das aus eigener Erfahrung. Er warb bei den Schülerinnen und Schülern dafür, Praktika zu machen. Foto: Dingsfilm | Fuchsberger Herzig Martens Hamburgs Bildungssenatorin Ksenija Bekeris lässt sich am Stand des Bildungszentrums Elektrotechnik (BZE) die Funktionsweise eines Exoskeletts erklären und probiert es gleich selbst aus.