Hamburg.16,5 Millionen Übernachtungen konnte Hamburg verzeichnen – das ist ein Zuwachs von 2,1 Prozent (+335.690) im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich mit anderen deutschen Städten zeigt Hamburg eine hohe Wachstumsdynamik und die höchste Auslastung der Hotels. Für 2026 sorgen große Jubiläen, neue Reiseanlässe und viel Kultur für Zuversicht.

Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Hamburg kann für das Tourismusjahr 2025 eine positive Bilanz ziehen. Die Tourismusbranche setzt damit ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort, für sichere Arbeitsplätze und für die Attraktivität unserer Stadt. Entscheidend ist: Diese Entwicklung ist das Ergebnis eines funktionierenden Zusammenspiels aus kluger Stadtentwicklung, leistungsfähiger Infrastruktur, starken Unternehmen und einer Tourismusbranche, die in Hamburg partnerschaftlich an einem Strang zieht.“

Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH: „Die Übernachtungszahlen stehen für Menschen, die eine besondere Beziehung zu Hamburg haben: Menschen, die diese Stadt mögen, weil sie sich hier frei fühlen, weil sie Wasser, Weite und Weltoffenheit spüren. Unser Anspruch bleibt ambitioniert: Eine Stadt, die für Einheimische lebenswert ist, ist automatisch auch für Gäste attraktiv. Nach diesem Prinzip werden wir den Tourismus weiter entwickeln.“

Hamburg liefert das ganze Jahr vielschichtige Gründe für einen Besuch. Kultur ist ein großer Magnet. Das Tagungs- und Kongressgeschäft wächst kontinuierlich, wozu der Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft eine wichtige Grundlage liefert. Und die Kreuzfahrt macht den Hafen als „Tor zur Welt“ erlebbar – einen Ort, den auch die Hamburgerinnen und Hamburger lieben.

Hotels gut gebucht: Hamburg bleibt Spitze

Die Zimmerauslastung in den Hamburger Hotels lag bei durchschnittlich 77 Prozent und konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert werden. Damit erreicht Hamburg im Vergleich mit den größten deutschen Städten die höchste Auslastung. Auch im Vergleich der europäischen Metropolen liegt Hamburg damit in der Spitzengruppe.

Internationale Nachfrage: Impulse aus Nachbarmärkten

Die Nachfrage aus dem Ausland wird besonders aus Dänemark (381.430 Übernachtungen / +2,8 Prozent), der Schweiz (313.545 / +2,5 Prozent) und Österreich (311.208 / +5,5 Prozent) getragen. Rückgänge zeigen sich u. a. aus den USA (246.378 / −7,3 Prozent) und aus Großbritannien (248.424 / −5,5 Prozent).

Kultur- und Tourismustaxe: „Besucher-Dividende“ für Hamburg

Hamburg hat mit der Kultur- und Tourismustaxe (KTT) einen Ansatz entwickelt, von dem Hamburgerinnen und Hamburger sowie Gäste gleichermaßen profitieren. Seit ihrer Einführung im Jahr 2014 tragen Hamburg-Gäste mit ihrem Besuch dazu bei, dass Hamburg seine Kultur-, Festival- und Sportlandschaft weiterhin vielfältig fördern und damit vor allem auch die Lebensqualität für Hamburger: innen unterstützen kann. Über die Kultur- und Tourismustaxe konnten seither 224,9 Millionen Euro eingenommen werden, mit denen unter anderem Festivals und Kulturveranstaltungen unterstützt und ermöglicht wurden. Beispiele sind im Jahr 2026 die Förderung großer Kulturformate wie das Reeperbahn Festival und die Tanztriennale, Vorhaben zur Stärkung Hamburgs als Musikstadt sowie der Ausstellungsfonds der Museen, der unter anderem die geplante Lessing/Munch-Doppelausstellung in der Hamburger Kunsthalle ermöglicht.

Ausblick 2026: Jubiläen, neue Reiseanlässe und viel Kultur

Hamburg präsentiert sich 2026 als dynamischer Standort, der durch kontinuierliche Investitionen aus öffentlicher und privater Hand seine Attraktivität festigt. Diese langfristige Entwicklungsstrategie zeigt sich in einer Reihe prägnanter Jubiläen, Großereignisse und Fachveranstaltungen, die die Vielseitigkeit der Stadt unterstreichen.

Das Miniatur Wunderland feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen – eine Erfolgsgeschichte von der Idee in der Speicherstadt hin zu einer international bekannten Attraktion, die Unternehmergeist und hanseatische Gastfreundschaft beispielhaft verbindet. „Dass wir einmal 26 Millionen Gäste aus aller Welt im Wunderland begrüßen würden, ist wahrlich eine Märchengeschichte“, sagt Gründer Frederik Braun. „Und unsere Freude am Bauen ist ungebrochen – neben besonderen Aktionen zum 25-jährigen Jubiläum werden wir in diesem Jahr unseren riesigen Regenwald-Abschnitt fertigstellen.“

Auf St. Pauli blickt die Reeperbahn auf 400 Jahre Geschichte zurück. Ihr Jubiläumsprogramm macht deutlich, wie eng kulturelle Vielfalt, städtische Identität und das harmonische Nebeneinander von Gegensätzen mit Hamburg verbunden sind. Parallel startet die Elbphilharmonie ihre Kampagne zum 10-jährigen Jubiläum, das 2027 gefeiert wird. Das Konzerthaus ist seit seiner Eröffnung im Januar 2017 zu einem Wahrzeichen mit internationaler Ausstrahlung geworden.

Auch als Tagungs- und Messestandort positioniert sich Hamburg mit Zukunftsthemen der Transformation. Die LogiNext Germany am 14. und 15. April 2026 bringt Fachleute für digitale Logistik-Innovationen ins CCH. Im Oktober folgen mit der Hydrogen Technology World Expo und der Carbon Capture Technology World Expo (20.–22. Oktober 2026) zwei internationale Leitveranstaltungen zu industriellen Zukunftsfragen.

Neue kulturelle Impulse sorgen zusätzlich für Nachfrage. Stage Entertainment erweitert sein Programm 2026 mit zwei großen Produktionen: „Zurück in die Zukunft“ (ab März im Operettenhaus) und „Der Teufel trägt Prada“ (ab Dezember in der Neuen Flora). Die ATG Entertainment bringt „Moulin Rouge! Das Musical“ im Herbst nach Hamburg in das Theater am Großmarkt.

Darüber hinaus entsteht mit dem UBS Digital Art Museum auf 6.500 Quadratmetern ein Ort immersiver Kunst, der neue Zielgruppen anzieht und Hamburgs internationale Sichtbarkeit weiter stärkt. Die Eröffnung ist für noch für dieses Jahr angekündigt.