Hamburg (em) Das Förderprogramm Scaleup Landing Pad Hamburg bringt internationale GreenTech Wachstumsunternehmen nach Hamburg und unterstützt sie in der Zusammenarbeit mit der Hamburger Wirtschaft.

Aus einem Pool internationaler Bewerber hat das Scaleup Landing Pad Hamburg, eine Initiative der Wirtschaftsförderung Hamburg Invest und der Behörde für Wirtschaft und Innovation, fünf vielversprechende Wachstumsunternehmen ausgewählt. Zu den GreenTech-Pionieren zählen Allegro Energy aus Australien, BANF aus Südkorea, Heatcube – Kyoto Group aus Norwegen und Polymertal aus Israel und Tsubame BHB aus Japan. Die Unternehmen vereint, dass sie das Potential haben, Hamburger Unternehmen mit innovativen Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit zu versorgen.

So hat beispielsweise Polymertal aus Israel innovative Materialien entwickelt, die metallische Eigenschaften aufweisen, jedoch wesentlich leichter sind als herkömmliche Metalle. Dadurch kann bis zu 60 % des Gewichts im Vergleich zu metallischen Komponenten eingespart werden, was zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs bei der Verwendung dieser Materialien führt. 

Die fünf ausgewählten Scaleups erhalten bis zum Jahresende individuelle Unterstützung, um ihr Geschäft in Deutschland erfolgreich aufzubauen. Kern des Angebots an die Wachstumsunternehmen ist ein umfangreiches Matchmaking-Programm, das die jungen Unternehmen mit etablierten Hamburger Unternehmen zusammenbringt. Ziel ist es, gemeinsame Innovationsprojekte durchzuführen und die neuartigen Lösungen vor Ort in die Anwendung zu bringen. Darüber hinaus werden die Scaleups in rechtlichen, administrativen und praktischen Fragen rund um den deutschen Markteintritt beraten und unterstützt.

Um die Chancen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu erhöhen, haben Unternehmen wie Airbus, Otto und HHLA bereits vor der Ausschreibung ihren Innovationsbedarf formuliert. Entsprechend werden neben den fünf zunächst ausgewählten Scaleups auch 22 weitere internationale junge Wachstumsunternehmen, die sich mit ihren Lösungen auf diese Bedarfe beworben haben, aktuell durch die Hamburger Partner geprüft. Die Unternehmen, deren Lösungen am besten auf die Bedarfe der Firmen zugeschnitten sind, haben ebenfalls die Chance, in das Programm aufgenommen zu werden.

Sascha Jacobi, Leiter des Scaleup Landing Pads bei Hamburg Invest sagt über das Programm: "Unser Scaleup Landing Pad macht es jungen Unternehmen einfacher denn je, in Deutschland und Europa Fuß zu fassen. In seiner Ausstattung und marktorientierten Flexibilität ist das Programm einzigartig in Deutschland und hat das Ziel, innovative Spitzentechnologie nach Hamburg zu holen, um die grüne Transformation unserer Metropole voranzutreiben. Über die Möglichkeit, individuelle Innovationsbedarfe zu formulieren, binden wir unsere Hamburger Unternehmen aktiv in die Gestaltung des Prozesses mit ein und erhöhen dadurch für die internationalen Scaleups die Chance auf erfolgreiche Kooperationen."

Koji Nakamura, Geschäftsführer des ausgewählten Scaleups Tsubame BHB aus Japan, sieht die Teilnahme am Scaleup Landing Pad Hamburg als strategischen Schritt in den deutschen und europäischen Markt: "Unsere Teilnahme am Scaleup Landing Pad in Hamburg stellt einen wichtigen Schritt für Tsubame BHB dar, um unsere Präsenz in Deutschland zu stärken und unser Engagement für Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung zu unterstreichen. Wir freuen uns darauf, Technologiepartnerschaften zu finden und potenzielle Kunden zu treffen, um gemeinsam an zukunftsweisenden grünen H2- und Ammoniakprojekten zu arbeiten. Dieses Programm bietet uns die Möglichkeit, unser Netzwerk zu erweitern und gemeinsam an der Pilotierung unserer Lösungen im deutschen Markt zu arbeiten." 

Tsubame BHB bringt eine hochmoderne Ammoniak-Synthesetechnologie auf der Basis eines Elektrokatalysators auf den Markt, die es im Vergleich mit bestehenden Verfahren ermöglicht, Ammoniak bei niedrigeren Temperaturen und geringerem Druck zu produzieren.

Das Scaleup Landing Pad Hamburg erleichtert nun bereits im dritten Jahr internationalen Wachstumsunternehmen den Markteintritt in die Region. Im vergangenen Jahr fanden 190 Gespräche zwischen internationalen Scaleups und Hamburger Unternehmen statt, aus denen 8 Pilotprojekte hervorgegangen sind.