Hamburg. Mit 7,76 Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr 2026 zeigt sich die Hansestadt als kontinuierlich attraktive Destination. 6,3 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung über alle Branchen hinweg gehen auf den Tourismus zurück.

Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Daten aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Neben Hotellerie und Gastronomie wirkt sich die Wertschöpfung beispielsweise auch bei Transportleistungen, Kunst und Kultur, Sport, Unterhaltung und Erholung, Einzelhandel oder verarbeitendem Gewerbe aus. Die direkte und indirekte touristische Bruttowertschöpfung entspricht damit 4,3 Prozent der gesamten Hamburger Bruttowertschöpfung, ein Zuwachs von 14,7 Prozent seit der letzten Erhebung 2019.

Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Hamburgs Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und entfaltet seine Wirkung in zahlreichen Branchen. Das belegen die aktuellen Zahlen. Mit über 70.000 Erwerbstätigen ist der Tourismus ein nennenswerter Faktor für die Erwerbstätigkeit in unserer Stadt. Wir profitieren durch die Umsätze bei Hamburger Unternehmen, aber auch ganz konkret durch zusätzliche Steuereinnahmen.“ 

Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH: „Reisen bleibt auch unter schwierigeren geopolitischen Vorzeichen ein wichtiges Bedürfnis. Hamburg behauptet sich in diesem anspruchsvollen Umfeld sehr gut. Gleichzeitig sehen wir, dass Gäste kürzer und preisbewusster reisen. Umso wichtiger ist es, die hohe Attraktivität Hamburgs weiter in Nachfrage zu übersetzen und dabei nicht allein auf Übernachtungszahlen, sondern auch auf die wirtschaftliche Qualität des Tourismus zu schauen.“

Die touristische Nachfrage in Hamburg steigt im ersten Halbjahr 2026 leicht an. Von Januar bis Juni wurden 7,76 Millionen Übernachtungen gezählt, 0,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig steigt die Zahl der Ankünfte stärker als die Übernachtungen, auf 3,78 Millionen, um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Wachstumstreiber ist der deutsche Markt mit 6,23 Millionen Übernachtungen und einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Das internationale Geschäft bietet dabei noch Wachstumspotenzial. Mit 1,53 Millionen Übernachtungen aus dem Ausland liegt Hamburg im ersten Halbjahr 3,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Die internationale Anbindung, vor allem die Verkürzung der Reisezeiten aus Skandinavien kommend, wird zukünftig neben einer wirtschaftlichen Dynamik auch die Rolle Hamburgs als Eingangstor von und nach Skandinavien stärken.

Als Teil einer wichtigen Nord-Süd-Verbindung in Europa wird sich die Sichtbarkeit Hamburgs weiter erhöhen und Märkte, Menschen und Ideen verbinden. 

Im Vergleich der großen deutschen Städtedestinationen schneidet Hamburg gut ab. Die wirtschaftlichen Kennzahlen der Hotellerie unterstreichen die starke Marktposition. Mit einer Zimmerauslastung von 74 Prozent erreicht Hamburg Platz 1 unter den elf größten deutschen Metropolen.