Hamburg-Eidelstedt. In den vergangenen zehn Jahren wurden mehr als 43 Millionen Euro in den wachsenden Stadtteil Eidelstedt investiert, um vor allem das Zentrum und die angrenzenden Quartiere attraktiver und fit für die Zukunft zu machen. Die Förderung des Gebiets Eidelstedt-Mitte aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) konnte zum Jahresende 2025 planmäßig beendet werden.

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Eidelstedt überzeugt mit seiner Attraktivität und seinem stetigen Wachstum. In den vergangenen Jahren sind hier zahlreiche neue Wohnangebote entstanden, die den Stadtteil noch vielfältiger machen. Damit sich lebendige und gut vernetzte Nachbarschaften entwickeln können, haben wir die soziale Infrastruktur gezielt ausgebaut und Orte geschaffen, an denen Menschen zusammenkommen – sei es für Kultur, Sport oder Freizeit. Es freut mich sehr, dass wir mit RISE die positive Dynamik in Eidelstedt aktiv begleiten und unterstützen konnten.“

Sonja Böseler, stellv. Bezirksamtsleiterin: „Mit dem RISE-Programm stand die Entwicklung Eidelstedts in den vergangenen Jahren stark im Fokus des Bezirksamtes Eimsbüttel. Die Bilanz ist großartig. Wir haben nicht nur in Steine investiert, sondern mit den neuen Bürger- und Gemeinschaftshäusern, mit neuen Spielplätzen und Sportanlagen ein umfangreiches und modernes Angebot für Familien geschaffen – und damit ein großes Stück mehr Lebensqualität in diesem Stadtteil.“

2016 wurden größere Teile von Eidelstedt in RISE aufgenommen. Ziel war es, die Entwicklung durch konkrete Maßnahmen zu fördern: Das Zentrum wurde gestärkt, das Wohnumfeld attraktiver gestaltet, die soziale Infrastruktur ausgebaut und zusätzliche Sport- sowie Freizeitangebote geschaffen.

Die Ergebnisse der zehnjährigen RISE-Gebietsentwicklung sind klar erkennbar: Das Zentrum des Stadtteils präsentiert sich heute deutlich einladender als zuvor. Der Eidelstedter Marktplatz konnte außerdem 2024 umfassend modernisiert und neugestaltet werden. Das ehemalige Bürgerhaus war kurz zuvor von Grund auf saniert und erweitert worden und ist seit 2022 mit Kulturhaus, Elternschule, Bücherhalle und Café als „steeedt – Haus für Begegnung, Bildung und Kultur“ Herzstück und beliebter Treffpunkt des Zentrums. Mit dem Neubau des Gemeinschaftshauses „Lißy-Haus“ entstand ein weiterer wichtiger Ort für das soziale Miteinander. Die Aktivzone Hörgensweg bietet Jugendlichen ein innovatives, kostenloses

Bewegungsangebot im Freien. Die neue Dreifeld-Sporthalle am Niekampsweg sowie der Sportpark Steinwiesenweg mit einer der größten Skateanlagen Deutschlands erweitern das Freizeit- und Sportangebot erheblich. Neu entstanden sind ebenso der Quartierspark am Hörgensweg und der Spielplatz Brummerskamp. Im kommenden Jahr folgt noch die neue Grünanlage und der Spielplatz zwischen Baumacker und Pflugacker.

Eidelstedt gehört zu den dynamischsten Stadtteilen in Hamburg: Seit 2016 hat das Bezirksamt rund 1.500 Wohneinheiten genehmigt, davon 822 öffentlich geförderte Wohnungen im Bereich Eidelstedt-Mitte. Mit den Neubauprojekten am Hörgensweg, am Furtweg und am Duvenacker wurden bis heute zusammen bereits 790 öffentlich geförderte Wohnungen realisiert. 2017 und 2018 wurden im Zentrumsumfeld mit zwei größeren Bauvorhaben an der Pinneberger Chaussee und dem Neubau Rungwisch/ Ecke Holsteiner Chaussee über 80 neue Wohneinheiten geschaffen. Es folgte die Fertigstellung der „Eidelstedter Höfe“ mit 367 Wohnungen, davon 68 öffentlich gefördert. Im Vergleich zu 2016 ist die Bevölkerung im Fördergebiet bis Ende 2024 um etwa 2.660 Personen gewachsen.

Weitergehende Handlungsbedarfe sieht das Bezirksamt noch im Bereich der verkehrlichen Entwicklung und der Stärkung der lokalen Wirtschaft. Diese Einschätzung stützt sich auch auf die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger. Zur Unterstützung der lokalen Ökonomie wird das ESF-RISE-Projekt LokalAktiv+ des Europäischen Sozialfonds (ESF) daher noch bis 2028 fortgeführt.

Die Bürgerbeteiligung spielte während der zehnjährigen RISE-Gebietsentwicklung stets eine zentrale Rolle: Über 30 Beteiligungsveranstaltungen, 36 Sitzungen des Stadtteilbeirats und 18 Ausgaben der Stadtteilzeitung sorgten für größtmögliche Transparenz und Mitwirkung der Eidelstedterinnen und Eidelstedter.

Die Gesamtinvestitionssumme im Fördergebiet Eidelstedt-Mitte belief sich zwischen 2016 und 2025 auf rund 43,1 Millionen Euro. Davon stammen rund 14,4 Millionen Euro aus RISE-Fördermitteln der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW).

Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur,

in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert.

Hamburg hat derzeit 25 RISE-Quartiere ausgewiesen, die in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 27 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.