Hamburg. Mit dem Hamburger Sanierungspreis 2026 für Nichtwohngebäude zeichnet die Stadt erstmals herausragende Beispiele energetischer Gebäudemodernisierung im Nichtwohnbau aus. Unter der Schirmherrschaft von Senatorin Katharina Fegebank würdigt der Preis innovative Projekte, die ambitionierten Klimaschutz im Gebäudebestand praktisch umsetzen. Gewinner der Kategorie „Einzelmaßnahmen“ ist die „Villa Bondenwald“ (Andreas Heller Architects & Designers) sowie der Kategorie „Gesamtmaßnahmen“ die Gewerbehalle in der Sportallee 77 (SHK Fachunternehmen Holger Voigt). 

Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Die Sanierung unseres Gebäudebestands ist ein großer Hebel für die Wärmewende. Wer saniert statt neu zu bauen, schützt das Klima doppelt: durch mehr Effizienz und den Erhalt wertvoller Ressourcen. Mit dem neuen Hamburger Sanierungspreis zeichnen wir genau jene Vorreiter aus, die hier Verantwortung übernehmen und Nichtwohngebäude fit für die Zukunft machen. Die ausgezeichneten Projekte begeistern – denn wir wissen alle: Bauen im Bestand ist oft die Königsdisziplin und erfordert neben Fachwissen viel Hartnäckigkeit und Kreativität. Meinen herzlichen Glückwunsch an alle Preisträgerinnen und Preisträger – Sie hauchen alten Mauern neues Leben ein und setzen so ein wichtiges Zeichen für ein klimafreundliches Hamburg.“

Die Auszeichnung prämiert in den Wettbewerbskategorien „Einzelmaßnahmen“ Projekte, mit besonders wirksamen Sanierungsschritten und bei „Gesamtmaßnahmen“ ganzheitliche Sanierungen mit mindestens 65 % CO2- oder Primärenergieeinsparungen. Eingereicht wurden 14 Projekte, von denkmalgeschützten Objekten über Schul- und Feuerwehrgebäude bis hin zu gewerblich genutzten Hallen. Die Nichtwohngebäude zeigen beispielhaft, wie sich hochbauliche, energetische und anlagentechnische Maßnahmen erfolgreich umsetzen lassen, auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen, wie Denkmalschutz, laufendem Betrieb oder komplexen Nutzungsanforderungen. 

„In Hamburg gibt es rund 50.000 Nichtwohngebäude, von denen etwa die Hälfte hohe bis sehr hohe Energieverbräuche hat und zwei Drittel noch mit Gas oder Heizöl beheizt werden. Für die meisten dieser Gebäude bestehen keine Denkmalschutz-Einschränkungen, viele sind zudem förderfähig für energetische Sanierungen und Heizungstausch“, erläutert Laudatorin Paula Morgenstern aus der BUKEA. 

Mit dem Sanierungspreis machen wir sichtbar, dass klimafreundliche Modernisierung machbar ist, wenn gute Planung, technisches Know-how und engagierte Akteur:innen zusammenkommen. Die ausgezeichneten Projekte sind wichtige Orientierungspunkte für alle, die vor ähnlichen Entscheidungen stehen“, ergänzt Peter-M. Friemert, Laudator und Geschäftsführer der ZEBAU GmbH. 

Die Preisträger:innen für Einzelmaßnahmen:  

  • 1. Preis (5.000 Euro): Villa Bondenwald (Andreas Heller Architects & Designers)  
  • 2. Preis (3.000 Euro): Jung von Matt SPORTS (Anja Richter Architects) 
  • 3. Preis (1.000 Euro): CCH – Congress Centrum Hamburg (meteoviva GmbH) 

Die Preisträger:innen für Gesamtmaßnahmen:  

  • 1. Preis (5.000 Euro): Gewerbehalle Sportallee 77 (SHK Fachunternehmen Holger Voigt) 
  • 3. Preis: Feuerwache 31 Harburg (d3 architektur energie analyse GmbH) 
  • 3. Preis: Klassenhäuser Foorthkamp 36 (Sieckmann Walther Architekten PartG mbB)  

Die Ausloberin des Hamburger Sanierungspreises 2026 für Nichtwohngebäude ist die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA). In der Jury saßen Dr. Maik Möller, Leiter Amt Energie und Klima (BUKEA), Prof. Elisabeth Endres, Institut für Bauklimatik und Energie der Architektur (Technische Universität Braunschweig) und Prof. Dr.-Ing. Harald Garrecht, IWB – Institut Werkstoffe im Bauwesen (Universität Stuttgart). Die Durchführung erfolgte durch die ZEBAU GmbH in Kooperation mit D&K drost consult GmbH.