Das BID Burchardplatz startet in die zweite Laufzeit. Grundlage dafür ist eine Rechtsverordnung, die der Senat heute erlassen hat. Für die kommende Laufzeit von zwei Jahren investiert das BID Burchardplatz II rund 2,17 Millionen Euro in den Standort.
Ziel des BID Burchardplatz II ist es, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts rund um den Burchardplatz nachhaltig zu stärken. Aufbauend auf den Planungen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität aus der ersten BID-Laufzeit sollen die Maßnahmen nun baulich umgesetzt werden. Im Fokus steht der zentral gelegene Burchardplatz, der zu einem lebendigen, hochwertigen Aufenthaltsort umgestaltet werden soll, der dem bauhistorisch bedeutenden Umfeld des UNESCO-Welterbes Kontorhausviertel gerecht wird. Dieses Ziel wird von den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern vor Ort durch ihr außerordentliches Engagement getragen und entspricht zugleich den Zielen des Senats für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt. Die Umgestaltung des öffentlichen Raums im Kontorhausviertel zählt zu den Leitprojekten des Handlungskonzepts Innenstadt. Vor diesem Hintergrund gestaltet die Freie und Hansestadt Hamburg auch die an den BID-Bereich angrenzenden Stadträume vom Kattrepel bis zum Peter-Schulz-Platz neu, um das Gesamtensemble des Kontorhausviertels ganzheitlich und angemessen weiterzuentwickeln.
Für das BID Burchardplatz II stehen während der zweijährigen Laufzeit insgesamt rund 2,17 Mio. Euro zur Verfügung. Die Mittel werden vollständig aus privaten Beiträgen der Grundeigentümerinnen und -eigentümer finanziert und in die hochwertige Neugestaltung der öffentlichen Räume sowie in ein begleitendes Marketing- und Kommunikationskonzept investiert.
Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die Zukunft unserer Innenstadt zu gestalten, ist ein Herzensprojekt, das wir in Hamburg gemeinsam angehen. Dafür ist das BID Burchardplatz II ein Paradebeispiel. Hand in Hand mit den engagierten Grundeigentümerinnen und -eigentümern setzen wir mit der Umgestaltung des Burchardplatzes ein klares Zeichen für die Aufwertung unserer Innenstadt. Um das Kontorhausviertel als UNESCO-Welterbe entsteht ein lebendiger, attraktiver und zukunftsfähiger Ort, der Hamburgerinnen und Hamburger wie auch Besucherinnen und Besucher zum Verweilen einladen wird. Das Engagement im Rahmen des BIDs verdient höchste Anerkennung und ist ein wichtiger Motor für die positive Entwicklung unserer Innenstadt“.
Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Mit dem BID Burchardplatz II bringen wir in die Umsetzung, was wir innerhalb der ersten BID-Laufzeit mit den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern kooperativ geplant und abgestimmt haben. Ziel ist die Aufwertung eines zentralen Ortes im Kontorhausviertel. Das fortlaufende Engagement der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer ermöglicht es, dass wir die Entwicklung am Burchardplatz gemeinsam weiter voranbringen. Rund um den Platz entsteht so ein öffentlicher Raum, der sich in das historische Umfeld des Kontorhausviertels einfügt und durch mehr Bäume, zusätzliche Sitzgelegenheiten und eine klarere Wegeführung spürbar attraktiver wird. Gemeinsam schaffen wir einen Ort zum Verweilen, Flanieren und Genießen.“
Dr. Sebastian Binger, Geschäftsführer OTTO WULFF Placemaking GmbH: „Wir freuen uns sehr darauf, die nächste Phase der Aufwertung am Burchardplatz gemeinsam zu gestalten. Unser Dank gilt vor allem den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, die den Standort auch in der zweiten Laufzeit tatkräftig unterstützen. Gemeinsam mit den Investitionen der Stadt Hamburg schaffen wir einen hochwertigen öffentlichen Raum, der dem historischen Charakter des Kontorhausviertels ebenso gerecht wird wie den Anforderungen einer modernen, lebendigen Innenstadt. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg verlief dabei von Beginn an vertrauensvoll und konstruktiv – ein starkes Signal für den gemeinsamen Anspruch, Zukunft zu gestalten. Wir sind überzeugt, dass der neue Burchardplatz ein Ort wird, der Menschen begeistert und die Innenstadt stärkt.“
Hintergrund Business Improvement Districts (BIDs)
BIDs sind klar begrenzte Geschäftsgebiete (Business Districts), in denen auf Veranlassung der Betroffenen in einem festgelegten Zeitraum (maximal acht Jahre) in Eigenorganisation Maßnahmen zur Quartiersaufwertung (Improvement) durchgeführt werden. Finanziert werden BIDs durch eine kommunale Abgabe, die alle im Gebiet ansässigen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer zu leisten haben. Die BIDs sind in Hamburg seit über 20 Jahren eine Erfolgsgeschichte, die zeigt, wie Stadtentwicklung gemeinsam funktioniert.
