Hamburg. Ab heute können Unternehmen Förderanträge für innovative Wasserstoffprojekte stellen. Für Investitionen in die Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Nutzung von Wasserstoff stehen bis 2028 insgesamt bis zu 15 Millionen Euro bereit.

Gefördert werden Projekte entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Dazu zählen unter anderem Elektrolyseanlagen, Speicher-, Transport- und Verteilinfrastruktur sowie Wasserstoffanwendungen in Industrie, Mobilität und Logistik.

Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Viele Wasserstofftechnologien sind entwickelt – jetzt müssen sie noch stärker in die praktische Anwendung kommen. Genau dabei setzen wir an. Wir wollen Investitionen ermöglichen, Unternehmen beim klimaneutralen Umbau begleiten und zugleich Wertschöpfung und Innovation am Standort Hamburg stärken.“

Wasserstoff wird besonders dort gebraucht, wo eine direkte Elektrifizierung nur schwer möglich ist – etwa in Teilen der Industrie sowie im Verkehrs- und Logistiksektor. Als Industrie- und Hafenstandort schafft Hamburg dafür bereits wichtige Voraussetzungen: von der Erzeugung und dem Import von Wasserstoff bis zum Aufbau der erforderlichen Netzinfrastruktur. Das neue Förderprogramm soll weitere Projekte in die Umsetzung bringen.

Bis zu vier Millionen Euro pro Vorhaben

Für den ersten Förderaufruf stehen 2026 bis zu fünf Mio. Euro bereit. Weitere Förderaufrufe für 2027 und 2028 sind vorbehaltlich der Zustimmung der Hamburgischen Bürgerschaft zum Doppelhaushalt 2027/2028 geplant. Insgesamt soll das Programm ein Volumen von bis zu 15 Mio. Euro erreichen.

Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer, anteiliger Zuschuss gewährt. Pro Vorhaben sind bis zu vier Mio. Euro möglich.

Anträge bis zum 30. Oktober 2026

Anträge können bis zum 30. Oktober 2026 eingereicht werden. Sie müssen vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Die Auswahl erfolgt in einem wettbewerblichen Verfahren durch eine Auswahlkommission. Bewertet werden unter anderem der Beitrag zu den Hamburger Klimaschutz- und Transformationszielen, der Innovationsgehalt, die technische Umsetzbarkeit, die Wirtschaftlichkeit und der Nutzen für den Standort Hamburg.

Weitere Informationen zu den Förderbedingungen und zur Antragstellung sowie die Antragsunterlagen sind unter Hochlauf unterstützen. Standort stärken. Sektoren dekarbonisieren verfügbar.