Hamburg. Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, nimmt Stellung zu den vom Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossenen Kürzungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG):
„Die Entscheidung des Haushaltsausschusses trifft das Hamburger Handwerk zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Unsere Stadt ist gesetzlich zur Klimaneutralität bis 2040 verpflichtet. Die Wärmewende gelingt aber nur, wenn der Austausch fossiler Heizungen auch wirtschaftlich attraktiv ist und der Heizungstausch in Hamburg in großem Maßstab vorankommt. Deshalb hat das Handwerk begrüßt, dass die bisherigen Fördermöglichkeiten – unabhängig vom neuen Gebäudemodernisierungsgesetz – bis 2029 weiter bestehen sollten. Jetzt jedoch hat der Bund kurzfristig die Rahmenbedingungen verändert, unter denen die Kunden unserer Betriebe ihre Entscheidung zur energetischen Sanierung treffen. Das ist ein falsches Signal. Hier wird wiederholt das Vertrauen von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie von Betrieben verspielt, die auf Basis der bisher geltenden Förderkonditionen geplant haben und investieren wollen. Unsere Energielotsen im Energiebauzentrum am Elbcampus berichten, dass immer mehr Haushalte konkrete Sanierungspläne schmieden. Die Nachfrage nach Beratung zu Gebäudeenergiemaßnahmen steigt stetig. Auch vor diesem Hintergrund ist nicht nachvollziehbar, dass ab sofort keine Anträge mehr nach den bisherigen Förderkonditionen gestellt werden können und keine angemessenen Übergangsregelungen im Dialog mit dem Handwerk geschaffen wurden.“
