Hamburg. Welche Folgen ein Blackout haben kann und wie man sich bestmöglich darauf vorbereitet, testen am 24. September rund 250 Hamburger Unternehmen im Rahmen von Red Storm Business. Parallel findet die zivil-militärische Übung „Red Storm Charlie“ statt.

Die Hamburger Wirtschaft macht sich fit für mögliche Krisen: Rund 250 Unternehmen beteiligen sich am 24. September an unserem, von der Handelskammer Hamburg initiierten, Aktionstag Red Storm Business. Von kleinen Handwerksbetrieben über Mittelständler bis zu großen Industrie-, Logistik- und Dienstleistungsunternehmen: Sie alle testen ihre Handlungsfähigkeit in der Krise anhand eines realistischen Szenarios – eines längeren Stromausfalls.

Die Handelskammer hat dafür konkrete Übungsszenarien entwickelt. Die Unternehmen entscheiden, in welchem Umfang diese genutzt werden und führen die Übung eigenständig und dezentral in ihren Betrieben durch. Dabei geht es um ganz praktische Fragen: Was funktioniert ohne Strom nicht? Wer entscheidet im Krisenfall? Wie bleiben Mitarbeitende erreichbar? Und welche Prozesse müssen nach einer Stunde oder einem Tag wieder funktionieren?

Dazu erklärt der Vorsitzende des Industrieverband Hamburg, Andreas Pfannenberg:

„Die Resilienz unserer Unternehmen wird zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor. Die Hamburger Industrie ist auf eine verlässliche Energieversorgung und funktionierende Infrastrukturen angewiesen. Deshalb ist es richtig und wichtig, Krisenszenarien wie einen länger andauernden Stromausfall regelmäßig zu erproben, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und die Handlungsfähigkeit von Unternehmen auch in Ausnahmesituationen sicherzustellen. Red Storm Business leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und stärkt zugleich die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Behörden und weiteren Partnern der Kritischen Infrastruktur.“

Prof. Norbert Aust, Präses der Handelskammer Hamburg:

„Krisenvorsorge bedeutet, den eigenen Betrieb, das eigene Unternehmen für die Zukunft zu sichern. Sie beginnt mit Vorbereitung, mit Zusammenarbeit und wächst durch Übung. Das Motto muss lauten: Üben statt hoffen. Wer heute übt und sich vernetzt, kann morgen handlungsfähig bleiben. Genau das zeigen die vielen Hamburger Unternehmen, die sich engagieren“

Dr. Malte Heyne, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg:

„Wenn rund 250 Unternehmen derselben Region gleichzeitig ihre Krisenfestigkeit testen, dann stärkt das nicht nur jedes einzelne Unternehmen. Es stärkt die Resilienz des gesamten Wirtschaftsstandorts Hamburg. Genau darum geht es bei Red Storm Business“

Krisenvorsorge: Ein Szenario, viele verschiedene Umsetzungen

Für Unternehmen kann der kritische Punkt die IT sein, für andere sind es der Güterverkehr, die Energieversorgung, Logistik oder Kommunikation. Vertreterinnen und Vertreter der Handelskammer besuchen deshalb gleich mehrere teilnehmende Unternehmen, um sich vor Ort ein Bild von den unterschiedlichen Stresstests zu machen. 

Gemeinsam für die Resilienz des Wirtschaftsstandorts

Parallel zu Red Storm Business findet vom 24. bis 26. September die zivil-militärische Übung Red Storm Charlie in Hamburg statt. Ob Cyberangriff, Chemieunfall im Hafen oder Drohnenabwehr im Hafen: Geübt wird hier die Zusammenarbeit von Bundeswehr, Behörden und Blaulichtorganisationen in verschiedenen Krisenszenarien. Die Handelskammer ist Partnerin dieser Übung und bringt die Perspektive der Wirtschaft ein. 

Red Storm Business ist ein gemeinsamer Aktionstag von Industrieverband Hamburg e.V Handelskammer, Handwerkskammer, AGA Unternehmensverband, Industrieverband Hamburg e.V. und UVNord.