Hamburg. 17 Unternehmen öffneten bei der LANGEN NACHT DER INDUSTRIE ihre Werkstore für die Öffentlichkeit – von der Aluminiumhütte bis zur Hightech-Produktion
Die Resonanz war groß: Mehr als 1500 Interessierte hatten sich auf die rund 800 verfügbaren Plätze für die Werkstouren beworben.
Besonders im Fokus standen junge Talente, Schülerinnen und Schüler, die bei exklusiven Rundgängen hinter die Kulissen schauen und sich mit Fachkräften und Auszubildenden austauschen konnten. Das Interesse an industrieller Wertschöpfung und innovativen Technologien ist ungebrochen. Rund 3.000 Industrieunternehmen sichern in Hamburg etwa 130.000 Arbeitsplätze. Die Industrie erwirtschaftet knapp ein Drittel des städtischen Gesamtumsatzes und ist damit eine zentrale Säule für die wirtschaftliche Stärke, Innovation und Nachhaltigkeit in Hamburg.
Einen besonderen Besuch stattete Senatorin Dr. Melanie Leonhard dem Hamburger Werk der Lubrizol Deutschland GmbH in Hamburg-Billbrook ab. Gemeinsam mit Andreas Pfannenberg, Vorstandsvorsitzender des Industrieverbands Hamburg und Arnold Mergell, der für die Handelskammer Hamburg teilnahm, informierte sie sich bei einer Werksführung über die Produktion von Additiven für Kühl- und Industrieschmierstoffe und tauschte sich mit Mitarbeitenden aus. Global beschäftigt das US-Unternehmen rund 8700 Mitarbeiter und hat mehr als 12.000 Produkte im Sortiment. Am Hamburger Standort werden Zusatzstoffe für Kühl- und Industrieschmierstoffe produziert, die weltweit bei der Herstellung von Kraftfahrzeugen und metallischen Gegenständen des täglichen Gebrauchs eingesetzt werden.
Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Hamburg ist ein Industriestandort – das ist nicht nur volkswirtschaftlich bedeutsam, sondern auch für Jobs und berufliche Perspektiven. Industrie direkt vor Ort zu erleben, ist spannend, lehrreich, und womöglich auch der Einstieg in eine berufliche Laufbahn, die vielversprechend ist!“
Andreas Pfannenberg, Vorstandsvorsitzender des Industrieverband Hamburg: „Unsere Hamburger Industrieunternehmen haben gestern wieder spannende Einblicke in moderne Produktionstechniken, nachhaltige Technologien und attraktive Karrierewege geboten. Auch die Pfannenberg Gruppe hat den interessierten Besuchern den Blick hinter die Kulissen ermöglicht, und wir haben damit hoffentlich einen Beitrag zum positiven Bild der Hamburger Industrie, leisten können. Denn sie ist Motor für Wachstum, Beschäftigung und Zukunftsfähigkeit in unserer Region und der persönliche Dialog bei der LANGEN NACHT DER INDUSTRIE stärkt das Verständnis dafür in der Bevölkerung. Besonders junge Menschen hatten gestern die Chance, in der größten Industriemetropole Deutschlands, viele Unternehmen mit all ihren attraktiven und spannenden Arbeitsplätzen kennenzulernen. Wir, als Industrieverband Hamburg, freuen uns über das große Interesse und darauf, im nächsten Jahr wieder mit zahlreichen Mitgliedsunternehmen dabei sein zu können.“
Arnold Mergell, Mitglied des Ehrenamts der Handelskammer und Geschäftsführer HOBUM Oleochemicals: „Hamburg braucht eine starke und erfolgreiche Industrie, um seinen Wohlstand nachhaltig auszubauen. Die Resilienz der Unternehmen gegen globale Krisen sowie wirtschaftspolitische Herausforderungen wie Fachkäftemangel, gestörte Wertschöpfungsketten und hohe Energiepreise ist dabei entscheidend. Mit der Langen Nacht der Industrie bekennen sich die Hamburger Betriebe ausdrücklich zum Industriestandort Hamburg. Um ihrer Rolle für den Wirtschaftsstandort auch in Zukunft gerecht werden zu können, braucht es bessere Rahmenbedingungen wie weniger Regulatorik sowie Raum für Wachstum und Innovation.“
