Die Metropolregion Hamburg hat ihre Handlungsstrategie und erste Maßnahmen für den Hamburger Verflechtungsraum vorgestellt. Die Stadt Hamburg sowie die Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg und die Landkreise Stade, Harburg und Lüneburg gestalten so gemeinsam ihre zukünftige Entwicklung. Gefördert wurde dies im Rahmen des Vorhabens „RegioStrat Hamburger Verflechtungsraum“ durch das Bundesbauministerium.

In enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Hamburger Verflechtungsraum und der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen führt die Metropolregion Hamburg damit formelle und informelle Planungen aus der Region zusammen und benennt Themen, bei denen Hamburg und das Umland künftig enger kooperieren wollen. Basis ist das Anfang 2024 beschlossene Räumliche Leitbild der Metropolregion Hamburg, das diesen Raum als einen Perspektivraum der Metropolregion mit Potenzialen im Bereich Urbanität, Innovation, Erreichbarkeit und Vernetzung ausweist und eine enge Zusammenarbeit von Kommunen, Landes- und Regionalplanung sowie der Wirtschaft empfiehlt.

Maßnahmen für die Umsetzung

Aus der Handlungsstrategie sind bereits erste Maßnahmen und Projekte hervorgegangen: Entlang der Bundesstraße B73 soll beispielsweise Achsen vom Hamburger Bezirk Harburg über die Gemeinde Neu Wulmstorf in die Region gemeinsam weiterentwickelt werden. Aufbauend auf dem Hamburger Masterplan Magistralen ist dies eine Zukunftsvision für die Entwicklung von lebendigen, vielfältigen und zukunftsfähigen regionalen Achsen mit zentralen Funktionen für Städtebau, Mobilität, öffentlichen Raum und Stadtklima.

An Mobilitätsstationen, die sich an bestehenden hvv switch Punkten orientieren, sollen auch im Umland Carsharing, Leihräder und weitere Angebote mit dem Nahverkehr verknüpft werden. Die Stadt Geesthacht und die Samtgemeinde Elbmarsch erstellen zur besseren Planung eine gemeinsame digitale Radwegenetzkarte, die den vorhandenen Radverkehr sowie Lücken im Netz erfasst. Zudem sollen die Regionalparks in der Metropolregion Hamburg gemeinsam weiterentwickelt werden und ein Biotopverbund Nordheide entstehen.

Förderung und Ausblick

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat das Projekt im Rahmen des Programms RegioStrat – Strategische Regionalentwicklung gefördert und fachlich durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung begleiten lassen. Als eines von 37 bundesweit geförderten Vorhaben hat das Projekt im Raum Hamburger Pilotcharakter: Die im Herbst mit der Veröffentlichung der Strategie vorliegenden Ergebnisse sollen auch anderen interkommunalen Verbünden als Inspiration dienen.

 

Mehr Informationen: Handlungsstrategie für den Hamburger Verflechtungsraum