Hamburg, 19. März 2026 – Das Hamburger Handwerk unterstützt Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 in der Hansestadt. Die Vollversammlung der Handwerkskammer verabschiedete dazu am 18. März eine entsprechende Resolution.
Handwerkskammerpräsident Hjalmar Stemmann: „Olympische und Paralympische Spiele können für Hamburg ein wertvoller Zukunftsimpuls sein – ein positiver Schub für Wirtschaftsstandort und Gesellschaft. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, profitieren auch die vielen kleinen und mittleren Betriebe unserer Stadt – durch zusätzliche Aufträge, Investitionen in die Infrastruktur und neue wirtschaftliche Dynamik. Wichtig ist uns dabei, dass das Hamburger Handwerk bei der Vorbereitung und Umsetzung der Spiele frühzeitig eingebunden wird und es bei Aufträgen einen klaren Mittelstandsfokus gibt. Zugleich eröffnet eine konsequent nachhaltige Ausrichtung der Maßnahmen, etwa durch energieeffizientes Bauen, ressourcenschonende Verfahren und regionale Wertschöpfung, zusätzliche wirtschaftliche Chancen für das norddeutsche Handwerk.“
Das Hamburger Handwerk sieht die Chancen einer Olympia-Bewerbung als deutlich überwiegend an – sowohl für die Stadt als auch für den Wirtschaftsstandort und damit das Handwerk. Im Mittelpunkt stehen vor allem wirtschaftliche und infrastrukturelle Impulse für den Standort. Die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele würde die internationale Sichtbarkeit Hamburgs erhöhen und könnte zusätzliche Investitionen, Unternehmensansiedlungen und Besucher in die Stadt bringen. Davon würden auch die rund 15.000 Handwerksbetriebe in Hamburg profitieren – sowohl unmittelbar durch öffentliche und private Aufträge als auch mittelbar durch eine Stärkung ihrer gewerblichen Kunden.
Insbesondere im Bau- und Ausbaubereich erwartet das Hamburger Handwerk zusätzliche Auftragschancen durch notwendige Infrastrukturmaßnahmen sowie durch den Bau oder die Ertüchtigung von Sportstätten. Gleichzeitig könnten während der Bau- und Veranstaltungsphase zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen.
Zugleich weist das Hamburger Handwerk darauf hin, dass eine mögliche Ausrichtung der Spiele auch erhebliche Herausforderungen mit sich bringen würde. Dazu zählen insbesondere eine verlässliche Steuerung der umfangreichen Infrastruktur- und Bauvorhaben, eine funktionierende Koordination zusätzlicher Baustellen im Stadtgebiet sowie die Frage, wie Flächenbedarfe für temporäre und dauerhafte Einrichtungen sinnvoll gelöst und anschließend nachhaltig genutzt werden können. Wichtig sei zudem, Belastungen für Betriebe und Wirtschaftsverkehr während der Vorbereitungsphase möglichst gering zu halten. Handwerkskammerpräsident Hjalmar Stemmann: „Wenn Hamburg es richtig anpackt, dann ist Olympia eine große Chance für unsere Stadt, die wir uns nicht entgehen lassen sollten.“
Foto: Neuland Concerts GmbH Visualisierung einer spektakulären Eröffnungsfeier im Herzen der Stadt Hamburg
