Hamburg. Förderung für zirkuläre Verfahren und Produkte: Die Umweltbehörde Hamburg (BUKEA) und die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) rufen Unternehmen und Forschungseinrichtungen am Standort Hamburg zur Teilnahme an der neuen Förderinitiative „Green Industry & Circular Economy Hamburg“ auf. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Hamburger Industrie und des Mittelstands durch innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu stärken. Einreichungen sind ab sofort und bis April möglich.
Interessierte Unternehmen können sich im Rahmen eines Fördermittelfrühstücks am 24. Februar 2026 von bereits geförderten Hamburger Unternehmen und der IFB Hamburg beraten lassen. Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Klimaschutz und Ressourceneffizienz sind die Basis für den Wohlstand von morgen. Denn Rohstoffe werden immer knapper und teurer, müssen oft importiert werden und sind in ihrer Entstehung schädlich für unseren Planeten. Wer sich unabhängig macht und auf Kreislaufwirtschaft setzt, hat im Wettbewerb die Nase vorn. Genau diesen Hamburger Pioniergeist wollen wir mit unserer neuen Förderung stärken. Wir unterstützen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ganz gezielt dabei, ihre Produktion zukunftsfest aufzustellen, damit aus klugen Ideen in den Laboren schnell erfolgreiche Produkte auf dem Markt werden. Wir wollen, dass die Lösungen für eine klimaneutrale Wirtschaft ‚Made in Hamburg‘ sind. Damit sichern wir Arbeitsplätze und zeigen ganz praktisch: Eine starke Industrie und Klimaschutz – das passt in Hamburg perfekt zusammen.“
Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der Hamburgischen Investitions- und Förderbank: „Mit der Förderinitiative Green Industry & Circular Economy wollen wir die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit von Industrie- und Zulieferbetrieben am Standort Hamburg nachhaltig stärken. Innovative Lösungen im Bereich der Umweltinnovationen und innovativer Industrieprozesse sind das Ziel, damit Hamburg seine Position als starker Wirtschafts- und Innovationsstandort auch zukünftig weiter ausbauen kann.“
Im Rahmen des Programms PROFI Umwelt werden Zuschüsse von bis zu 500.000 Euro für Einzelprojekte und bis zu 1 Million Euro für Kooperationsprojekte vergeben. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen im Fokus der Förderung. Antragsberechtigt sind Unternehmen sowie Konsortien aus Unternehmen und Hochschulen/Forschungseinrichtungen mit Betriebsstätte in Hamburg.
Gefördert werden Projekte in den Bereichen:
- Innovative Prozesse und Technologien für industrielle Anwendungen, z. B. Energie- und Materialeffizienz, Prozessoptimierung, Emissionsreduktion und industrielle KI.
- Circular Economy (Kreislaufwirtschaft), innovative Lösungen für z. B. zirkuläres Design (beispielsweise Modularität, Reparierbarkeit, Schadstofffreiheit), Nutzung von Sekundärrohstoffen (beispielsweise im Bausektor), Abfallvermeidung und Rückgewinnung von Rohstoffen
- Innovative Anwendungen von Energieträgern, z. B. Wasserstoff, Energiespeicher- und Batterietechnologien, Power-to-X, Carbon Capture-Technologien und alternative Kraftstoffe
Interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind eingeladen, bis zum 15. April 2026 eine zwei- bis dreiseitige Projektskizze einzureichen. Die Skizzeneinreichung ist ab sofort möglich. Nach einer Erstberatung und positiver Bewertung können vollständige Förderanträge gestellt werden.
Weitere Informationen zur Förderinitiative, den thematischen Schwerpunkten und zur Antragstellung finden Sie auf der Website der IFB Hamburg hier.
Quelle:Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
