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Stadt Norderstedt

Gewerkschaft „ver.di“ ruft zum Warnstreik auf: Betreuungseinrichtungen der Stadt Norderstedt betroffen

Norderstedt - Für Dienstag, 4. Februar, ruft die Gewerkschaft „ver.di“ Tarifbeschäftigte der Stadt Norderstedt zum Warnstreik auf. Für Mittwoch, 5. Februar, ruft ver.di in ganz Schleswig-Holstein zum Warnstreik auf. An beiden Tagen kann es daher bei der Stadtverwaltung Norderstedt und den städtischen Einrichtungen zu Einschränkungen kommen. Die Mitarbeitenden in städtischen Kindertagesstätten werden am Mittwoch, 5. Februar, am Warnstreik teilnehmen. Daher sind die folgenden Kindertagesstätten ganztägig geschlossen: Pellworminsel, Zauberwald, Forstweg, Tannenhof und Tannenzwerge. Die städtischen Kindertagesstätten in Friedrichsgabe, die Kitas Storchengang, Sternschnuppe und Ministerne sowie die Wichtelhöhle bieten eine Notbetreuung für die dort betreuten Kinder an. Alle Eltern werden zeitnah informiert.
03.02.2025
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

„Wackelige Jobs“ in Neumünster: 33 Prozent der neuen Arbeitsverträge sind noch befristet

Neumünster (em) „Jobs auf Zeit“ sind wackelig: Wer heute in Neumünster einen neuen Arbeitsvertrag unterschreibt, der muss immer noch damit rechnen, dass nach einem oder anderthalb Jahren Schluss ist mit dem Job. „Es gibt zwar einen Fachkräftemangel. Trotzdem verzichten einige Betriebe in Neumünster nach wie vor darauf, ihre Beschäftigten zu binden: Sie drücken ihnen Verträge mit Zeitlimit in die Hand“, sagt Philipp Thom von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).  Der Geschäftsführer der NGG Schleswig-Holstein Nord nennt aktuelle Zahlen und beruft sich dabei auf die Bundesagentur für Arbeit: So haben nach Angaben der Gewerkschaft im ersten Quartal dieses Jahres private und öffentliche Arbeitgeber in Neumünster rund 3.100 Arbeitsverträge abgeschlossen. „33 Prozent davon waren befristete Jobs. Bundesweit lag diese Quote sogar bei knapp 34 Prozent. Ganz klar: Ziel muss es sein, so wenig befristete Jobs wie möglich zu haben“, sagt Philip
22.11.2024
Statista

Wer braucht noch Gewerkschaften?

2021 waren rund 13 Prozent der arbeitenden Bevölkerung im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), dem Deutschen Beamtenbund und Tarifunion (DBB) oder dem Christlichen Gewerkschaftsbund (CGB) organisiert. Allein der DGB hatte im vergangenen Jahr 5,7 Millionen Mitglieder. Wie unsere Grafik zeigt, befindet sich die Gewerkschaftsmitgliedschaft allerdings seit einigen Jahren im Abwärtstrend. So waren 2016 noch rund 6,1 Millionen Menschen im DGB organisiert. Allerdings entspricht selbst diese Zahl nur knapp der Hälfte der Mitglieder zu Hochzeiten des Gewerkschaftsbundes. 1991 waren dank des Zulaufs an Arbeitnehmer:innen durch die Wiedervereinigung Deutschlands etwa 11,8 Millionen oder rund 30 Prozent aller Arbeitnehmer:innen allein Mitglied im DGB. Die Zahlen der zweit- und drittgrößten Gewerkschaftsverbünde DBB und CGB stagnieren hin
21.06.2022
Gewerkschaft NGG

Gewerkschaft fürchtet um Generation Corona

Neumünster (em) Wenn Corona die Karrierepläne durchkreuzt: Vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor gravierenden Folgen der Pandemie für Berufsanfänger in Neumünster gewarnt. „Trotz Krise sollten die Unternehmen alles daran setzen, die Ausbildung aufrecht zu erhalten und dafür die neuen staatlichen Fördermittel nutzen. Wer heute auf Azubis verzichtet, dem fehlen morgen die Fachkräfte“, betont der Geschäftsführer der NGG-Region Schleswig-Holstein Nord, Finn Petersen. Besonders dramatisch sei die Lage in Hotels und Gaststätten, aber auch im Lebensmittelhandwerk. „Corona könnte den Fachkräftemangel ausgerechnet in Branchen verschärfen, die ohnehin seit Jahren kaum noch Nachwuchs finden“, warnt Petersen. Dabei greife die Politik betroffenen Firmen längst unter die Arme. Nach den Beschlüssen der Großen Koalition bekommen kleinere und mittlere Betriebe, die im Zuge der Coronakrise Umsatzeinbu
04.08.2020
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)

NGG empfiehlt Beschäftigten einen Weihnachtsgeld-Check

Neumünster (em) Extra-Euros zum Jahresende: Arbeitnehmer in Neumünster, die noch kein Weihnachtsgeld bekommen haben, sollen prüfen, ob sie Anspruch auf die Sonderzahlung haben. Dazu rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Insbesondere für die 5.700 Menschen, die im Stadtgebiet lediglich einen Minijob haben, lohne sich ein genauer Check. „Wenn der Chef seinen Mitarbeitern ein Weihnachtsgeld zahlt, dann haben auch die Minijobber im selben Unternehmen Anspruch auf die Extra-Zahlung“, erklärt Philipp Thom, Gewerkschaftssekretär der NGG Schleswig-Holstein Nord. Die Höhe des Weihnachtsgeldes richte sich nach der jeweiligen Arbeitszeit. Nach Einschätzung der Gewerkschaft gehen Beschäftigte in Branchen wie dem Gastgewerbe oder dem Bäckerhandwerk allerdings häufig leer aus. „Es gibt immer wieder Chefs, die die Überweisung zum Jahresende gern mal vergessen.“ Auch Auszubildende würden häufig um das Weihnachtsgeld gebracht gerade dort, wo es ke
28.11.2019
NGG-Region Schleswig-Holstein Nord

Gewerkschaft NGG warnt vor Extrem-Arbeitszeiten

Neumünster (em) Überstunden, Arbeiten am Wochenende und in der Nacht: In Neumünster ist das für die rund 1.200 Beschäftigten des Gastgewerbes alles andere als ungewöhnlich. Ebenso wenig für die 450 Mitarbeiter in der Ernährungsindustrie. Damit die Belastung jedoch erträglich bleibt, schreibt das Arbeitszeitgesetz maximale Arbeitsstunden und Ruhepausen vor. Genau darum fürchtet nun die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG Schleswig-Holstein Nord warnt mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD davor, dass es zu einer Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes „durch die Hintertür“ kommen könnte mit erheblichen Folgen für Tausende Beschäftigte in der Region. „Flexibilität im Job kann nicht einseitig auf Kosten der Beschäftigten gehen“, macht NGG-Geschäftsführer Finn Petersen deutlich. Auf dem heimischen Arbeitsmarkt sei hier längst etwas aus der Balance geraten: So leisteten Arbeitnehmer in Schleswig-Holstein im v
01.02.2018
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt

Forst-Gewerkschaft rät zu Baum mit Öko-Siegel

Neumünster (em) O Tannenbaum: In Neumünster werden zu den Festtagen etwa 28.000 Weihnachtsbäume in den Wohnzimmern stehen. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) errechnet. Die Forst-Gewerkschaft geht hierbei davon aus, dass sich 70 Prozent der Haushalte einen Baum zulegen. „Doch Tanne ist nicht gleich Tanne. Die Käufer sollten neben dem Aussehen auch darauf achten, wo und wie der Baum produziert wurde“, sagt Ralf Olschewski. Der IG BAU-Bezirksvorsitzende rät zum Kauf aus heimischer Produktion und zum Öko-Siegel: „Wer zur Tanne mit FSC- oder PEFC-Zertifikat greift, der bekommt einen natürlich gewachsenen Baum ohne Pestizide und chemische Dünger. Gleichzeitig stehen die Siegel dafür, dass die Beschäftigten im Forstbetrieb faire Löhne bekommen und zu guten Bedingungen arbeiten.“ Auch Tannen, Fichten und Kiefern mit Naturland- oder Bioland-Zertifikat seien eine gute Wahl. Gewerkschafter Olschewski empfiehlt, beim Kauf nach der Herkunft zu fragen und, falls
08.12.2017
Industriegewerkschaft

„Turbo-Bauen“ – Gewerkschaft warnt vor Unfallrisiko

Neumünster (em) Bauarbeiter aus Neumünster haben alle Hände voll zu tun: Die Branche brummt. Allein im vergangenen Jahr wurden in der Stadt 223 neue Wohnungen gebaut 92 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich hierbei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Nach Beobachtung der Gewerkschaft steigt mit der Zahl der Aufträge aber häufig auch die Unfallgefahr. „Gerade jetzt zum Winteranfang müssen viele Projekte fertig werden. Dieses „Turbo-Bauen“ führt zu enormem Stress für die Beschäftigten“, berichtet Gewerkschafter Ralf Olschewski. Allzu oft drohe der Arbeitsschutz dem Termindruck zum Opfer zu fallen. Die IG BAU Holstein fordert die heimischen Bauunternehmen auf, die Arbeitssicherheit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wer in einer Höhe von fünf Metern oder mehr auf einer Leiter arbeitet, der riskiert eine Menge. Besser ist da ein Gerüst auch wenn es den Chef mehr kostet“, macht Olsche
23.11.2017