Der deutschen Brauwirtschaft droht spätestens im Sommer ein akuter Flaschenmangel. Laut Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bunds, sind vor allem die gestiegenen Energiekosten in der Glasflaschen-Produktion. Die Preiserhöhung beträgt teilweise bis zu 80 Prozent, zudem fehlt es an Lastwagenfahrern, was die Lieferketten noch zusätzlich unter Druck setzt. Mit geminderten Kapazitäten in das Sommergeschäft zu gehen könnte vor allem für kleinere Brauereien das Aus bedeuten. Daher appellieren sie nun an die Konsumenten, ihr Leergut schnellstmöglich zurückzubringen.

Auch eine Abkehr von der Mehrweg Glasflasche zu einer anderen Gebindeart, wäre keine wirkliche Alternative. Wie die Statista-Grafik mit Daten von IRI zeigt, wird über 80 Prozent des im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und Getränkeabholmarkt abgesetzten Bieres in wiederverwendbaren Glasflaschen verkauft – bei Mischbier sind es etwa 77 Prozent. Mit rund acht (Bier) beziehungsweise 17 Prozent (Biermischgetränke) machen Einweg Dosen den zweitgrößten Teil am Bierabsatz aus. Plastikflaschen (PET) kommen auf fünf bis sieben Prozent. Andere Behältnisse sind nur mit unter einem Prozent am Bierabsatz beteiligt.