Kaltenkirchen – Wie gelingt Digitalisierung nicht nur technisch, sondern auch in der praktischen Anwendung? Diese Frage stand im Mittelpunkt des 15. Unternehmerforums der Stadt Kaltenkirchen, das am Mittwoch, 2. September 2026, in der WfbM – Werkstatt für Menschen mit Behinderung - Kaltenkirchen stattfand. Unter dem Titel „It takes two to Tango – Eine Reise durch die IT-Akzeptanzforschung" gab Univ.-Prof. Dr. Julia Krönung von der FernUniversität in Hagen den teilnehmenden Unternehmen zahlreiche Impulse für die eigene betriebliche Praxis.
Dabei wurde deutlich: Für eine erfolgreiche Digitalisierung reicht es nicht aus, technisch gute und sichere Systeme bereitzustellen. Entscheidend ist ebenso, ob Beschäftigte neue Technologien akzeptieren und tatsächlich nutzen. In Vortrag und anschließender Diskussionsrunde ging es deshalb unter anderem darum, welche Faktoren die IT-Akzeptanz beeinflussen und wie digitale Veränderungen so gestaltet werden können, dass sie im Arbeitsalltag funktionieren.
Krönungs wissenschaftliche Arbeit verbindet dabei technologische Fragestellungen mit wirtschaftlichen, organisatorischen und sozialen Aspekten. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören digitales Prozessmanagement, IT-Akzeptanz sowie digitale Ethik und Diversität. Gerade diese Verbindung sorgte beim Unternehmerforum für einen praxisnahen Blick auf die Herausforderungen, vor denen Unternehmen bei Digitalisierung und Veränderungsprozessen stehen.
Sabine Ohlrich, Wirtschaftsförderung der Stadt Kaltenkirchen, zieht ein positives Fazit: „Das Unternehmerforum soll unseren Unternehmen Themen bieten, die sie ganz konkret in ihrem Arbeitsalltag weiterbringen. Genau das ist diesmal hervorragend gelungen. Die intensive Diskussion hat gezeigt, wie aktuell die Fragen rund um Digitalisierung und Akzeptanz in den Betrieben sind. Viele Teilnehmende konnten neue Denkanstöße und ganz praktische Impulse für das eigene Unternehmen mitnehmen."
Auch Bürgermeister Stefan Bohlen betont den Mehrwert des Austauschs: „Digitalisierung ist längst keine reine IT-Frage mehr. Sie betrifft Arbeitsabläufe, Führung, Kommunikation und vor allem die Menschen, die mit neuen Systemen arbeiten sollen. Das Unternehmerforum hat sehr anschaulich gezeigt, wie wichtig es ist, diese Perspektiven zusammenzubringen. Gleichzeitig bietet das Format die Gelegenheit, voneinander zu lernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und unser lokales Wirtschaftsnetzwerk weiter zu stärken."
Im Anschluss an den fachlichen Teil nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit Fragen zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Damit verband das 15. Unternehmerforum erneut fachlichen Input mit persönlicher Vernetzung innerhalb des Wirtschaftsstandortes Kaltenkirchen.
