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Ungarns Tor zur Welt liegt an der Elbe


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Nach zwei Jahren Pause trifft sich die ungarische Verkehrsbranche auf Einladung der Hafen Hamburg Repräsentanz in Budapest zum traditionellen Hafenabend. In diesem Jahr feiert die Hafenvertretung ihr 30-jähriges Bestehen mit den rund 200 Gästen, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger und ungarischen Transportbranche sowie Klaus D. Streicher, Gesandter der Bundesrepublik Deutschland in Budapest, und Niels Wiecker, Abteilungsleiter der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg.

Krisztina Kovács, Leiterin der Hafenvertretung, freut sich über die rege Teilnahme und blickt zurück auf die erfolgreiche und langjährige Zusammenarbeit, die ungarische Spediteure und Verlader so eng mit dem Hamburger Hafen verbindet: „Die Eröffnung der Hafen Hamburg Repräsentanz am 1. August 1992 in Budapest fiel in eine besondere Zeit, die durch einen tiefgreifenden politischen und wirtschaftlichen Umbruch gekennzeichnet war. Unsere Hafenrepräsentanz in Budapest kam zum richtigen Zeitpunkt. Die Staaten in Osteuropa mussten sich auf den Weltmärkten neu orientieren. Vor diesem Hintergrund konnten wir Hamburg erfolgreich als östlichsten Hub-Port der Nordrange für die ungarische Wirtschaft positionieren und zunehmend seeseitgen Außenhandel via Hamburg generieren.”

Die hervorragende verkehrsgeografische Lage Ungarns förderte dabei die schnelle Entwicklung des Landes als zentrale Transport- und Logistikdrehscheibe in Osteuropa. Ungarn nimmt so die Position einer Schnittstelle zwischen den Ländern Mittel-, Süd- und Osteuropas ein, wie auch Marina Basso Michael, Regionaldirektorin Europa bei Hafen Hamburg Marketing, betont: „Zwischen Ungarn und der Freien und Hansestadt Hamburg bestehen seit Jahrhunderten ausgezeichnete Wirtschaftsbeziehungen. Für den seeseitigen Außenhandel Ungarns ist der Hamburger Hafen auch heute noch der zweitwichtigste Überseehafen. Die durch Ungarn verlaufenden, internationalen Verkehrskorridore in West/Ost- und Nord/Süd-Richtung sowie die Entwicklung zum bevorzugten Fertigungsstandort multinationaler Unternehmen der Auto- und Elektronikindustrie sorgen für ein ausgeprägtes Exportvolumen. Die über Hamburg angebotenen Liniendienste in alle Welt unterstreichen unsere gute Position im Wettbewerb.“ Allein im vergangenen Jahr wurden über den Hamburger Hafen etwa 130.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) mit Ursprung oder Ziel Ungarn verladen. Das entspricht einem Plus von gut 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der bedeutendste Verkehrsträger für ungarische Im- und Exporte ist die Eisenbahn. Entsprechend soll dieser auch im kommenden Hafenentwicklungsplan berücksichtigt werden. „Ein wichtiges Thema des Hafenentwicklungsplans wird die Stärkung der Bahnanbindung unseres Hafens sein. Denn die Bahn ist nicht nur klimafreundlich, sie verbindet uns auch mit unseren Partnern in ganz Europa. Ungarn ist für den Hafen seit langem ein guter Partner, und die schon seit 30 Jahren bestehende Repräsentanz des Hamburger Hafens in Budapest zeigt das sehr deutlich. Ich gratuliere zum Jubiläum und hoffe, dass die ungarische Wirtschaft und der Hamburger Hafen ihre Beziehungen weiter erfolgreich ausbauen werden“, sagt Dr. Niels Wiecker, Abteilungsleiter Hafen und Logistik in der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Stadt Hamburg. Immerhin, über 85 Prozent der in Hamburg umgeschlagenen Güter werden von und nach Ungarn auf der Schiene transportiert. Bei der containerisierten Ladung liegt der Anteil der Schiene im Modal Split sogar bei über 90 Prozent. Zwischen dem Hamburger Hafen und den ungarischen Terminals in Budapest verkehren wöchentlich 22 Containerganzzüge. Zusätzlich bestehen Containerzugverbindungen zwischen Hamburg und den slowakischen Städten Dunajska Streda und Kosice, über die Container per Bahn und Lkw weiter von und nach allen Zielorten in Ungarn transportiert werden. Führende Anbieter dieser Containerzugverbindungen sind die HHLA-Tochter Metrans und Eurogate Intermodal/BoxXpress.

Eine weitere positive Nachricht für die ungarischen Kunden des Hafens ist die Fertigstellung der Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe. Dank dieser Maßnahme können jetzt Schiffe mit höherem Tiefgang den Hamburger Hafen anlaufen. Die ein- und auslaufende Schifffahrt profitiert - je nach Schiffsabmessung - von einer Tiefgangerhöhung zwischen 1,00 und 1,90 Metern. So können zum Beispiel Megamax-Schiffe mit einer Breite bis zu 62,50 Metern und einer Länge von 400 Metern tideunabhängig mit einem Tiefgang von bis zu 13,10 Metern den Hafen anfahren. Tideabhängig ausgehend sind es 14,10 Meter, einkommend ist sogar ein Tiefgang von 15,40 Metern möglich.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hafen Hamburg Repräsentanz haben in den vergangenen 30 Jahren kontinuierlich den ungarischen Markt bearbeitet, Kontakte geknüpft, Beziehungen gepflegt und das Netzwerk ausgebaut. So ist die Hafen Hamburg Repräsentanz beispielsweise Mitglied der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer sowie des Verbands der Ungarischen Spediteure. „Im Vordergrund unserer täglichen Arbeit steht die Information über die vielfältigen Leistungsangebote, Liniendienste und Hinterlandanbindungen des Hamburger Hafens. Wir unterstützen den Logistiknnachwuchs unter anderem durch Informationsmaterial für die Ausbildung und hoffentlich dieses Jahr wieder mit Studienreisen – die durch die Pandemie leider in den letzten zwei Jahre ausgeblieben sind - mit Ziel Hamburger Hafen und Metropolregion Hamburg“, erklärt Krisztina Kovács.

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