Kiel. Der Wirtschaftsrat-Landesverband Schleswig-Holstein hat die Landesfachkommission Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft gegründet. Insgesamt unterhält der unabhängige Unternehmerverband damit im nördlichsten Bundesland jetzt neun Gremien dieser Art, in denen sich Unternehmer im regelmäßigen, direkten und persönlichen Dialog mit politischen Entscheidungsträgern aller demokratischen Parteien für bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen ihrer Branchen im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft einsetzen.
Bei der Gründungssitzung sagte der Landesvorsitzende Dr. Christian von Boetticher im Beisein von Thomas Röwekamp MdB, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestags, und Oberst Michael Skamel, Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein: „Wir denken den Begriff der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft weiter als nur in Hinblick auf die großen Rüstungsunternehmen im Land, die bereits Mitglied im Wirtschaftsrat sind. Wir richten uns auch an den Mittelstand und die Zulieferer. Wir müssen Sicherheit wirtschaftspolitisch denken. Dazu braucht es einen ordnungspolitischen Rahmen. Sicherheit ist zudem ein Standortfaktor und die Voraussetzung für wirtschaftliche Freiheit sowie Grundlage unternehmerischer Handlungsfähigkeit.“
Von Boetticher richtet den Blick aber auch über die eigentliche Branche hinaus: „Angesichts geopolitischer Spannungen und hybrider Bedrohungen müssen wir die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft als Ganzes stärken. Hierzu bedarf es Prävention und Eigenverantwortung bei Bürgern und Unternehmen. Die Landesfachkommission soll hierfür das Bewusstsein schärfen und Handlungsalternativen aufzeigen.“
Vorsitzender der Kommission wird Markus Beer, Chief Sales Officer Autonomous Underwater Vehicle bei der EUROATLAS GmbH. In dieser Funktion ist er qua Amt auch Mitglied der Bundesfachkommission Europäische Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft in Berlin und wird die Interessen und Forderungen der schleswig-holsteinischen Branchenvertreter auf der Bundesebene vertreten.
