Ole Plambeck CDU, MdL

Internationale Unternehmensbesteuereung-Reform muss weiter vorangebracht werden


Ole Plambeck, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages: „ Mit unserem Landtagsantrag vom 05. September 2019 zur Besteuerung digitaler Geschäftsmodelle wollten wir das Thema Steuergerechtigkeit auf OECD-Ebene unterstützen. Das nützt vor allem unserem Mittelstand, der hier ansässig ist, aber sich international behaupten muss. Damals haben wir gefordert, dass insbesondere bei einer immer digitaler werdenden Welt, die Wertschöpfung dort besteuert werden soll, wo sie erwirtschaftet wird. Das ist im Marktstaat.

Bei digitalen Geschäftsmodellen konnte das bisher durch eine physische Betriebsstätte nicht gewährleistet werden. Aber es kann nicht sein, dass ein Unternehmen, welches auf einen USB-Stick passt, bei gleichen Gewinnen weniger Steuern zahlt, als ein Unternehmen, welches vor Ort Produktionsanlagen und Arbeitsplätze unterhält. Mit dem Zwei-Säulen-Modell auf ECD-Ebene wurde mit der ersten Säule dieses Problem angegangen. Mit einem neuen Anknüpfungspunkt (wir haben diesen damals digitale Betriebsstätte genannt) soll Wertschöpfung in dem Marktstaat besteuert werden. Die OECD-Vereinbarung sieht vor, dass multinationale Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 20 Mrd. Euro einen Teil ihrer Übergewinne in Marktstaaten versteuern müssen. So sollen zwischen 20-30 Prozent des Gewinns, der eine 10-prozentige Gewinnmarge übersteigt, unter den Marktstaaten aufgeteilt werden, in denen diese Unternehmen im Markt tätig sind und ihre Gewinne erwirtschaften.

Von dieser Regelung sollen aber die Finanz- und die Rohstoffindustrie ausgenommen werden. Insbesondere Unternehmen, die mit Finanzgeschäften ihr Geld verdienen und international aufgestellt sind, finden so gut wie nicht statt. Hier muss ich sagen, dass der Bundesfinanzminister Scholz sich leider die Butter vom Brot hat nehmen lassen. Die Zweite Säule sieht eine Mindestbesteuerung vor. Das halten wir grundsätzlich für gut, weil es dem Steuerwettbewerb entgegentritt, indem es dem eine Untergrenze setzt. Hier erhalten Staaten das Recht, Gewinne von Tochterunternehmen multinationaler Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Mio. Euro nachzubesteuern, wenn die Gewinne im Ansässigkeitsstaat des Tochterunternehmens nicht effektiv mit mindestens 15 % besteuert wurden. Übt ein Staat sein Nachversteuerungsrecht nicht aus, so können andere Staaten diese Besteuerung in der Beteiligungskette zwischen Konzern und Tochterunternehmen mit bis zu 15 % nachholen.

Die Bemessungsgrundlage zur Berechnung der effektiven Steuerbelastung ist allerdings noch nicht geregelt. Und auch hier muss ich Olaf Scholz kritisieren, dass er viel angekündigt, aber wenig durchgesetzt hat, weil gerade die Ermittlung der Bemessungsgrundlage das Herzstück einer jeden Steuerberechnung ist, aber noch nicht geklärt ist. Denn ohne klar definitere Bemessungsgrundlage ist keine Steuer zu machen. Besonders schade ist es, dass von der Mindestbesteuerung manche Geschäftsbereiche, wie die Schifffahrt ausgenommen sind. Davon profitieren insbesondere Staaten wie Panama, welche eher als Steueroasen bekannt sind. Eine weitere Ausnahme von der Mindestbesteuerung betrifft alle multinationalen Unternehmen deren Gewinne 5 % der Summe des Anlagevermögens und der Löhne nicht übersteigen. Eine Mindestbesteuerung mit zu vielen Ausnahmen kann am Ende sein Ziel verfehlen.

Grundsätzlich ist die Richtung des Zwei-Säulen-Modells richtig. Dabei bezweifle ich aber, dass Olaf Scholz sich wirklich durchgesetzt hat. Dafür, dass die neuen Regelungen ab 2023 greifen sollen, ist noch zu viel nicht geregelt. Deswegen sind sich die Fraktion hier im Landtag einig, was insbesondere der Antrag in seinem Titel beschreibt, dass die Reform der internationalen Unternehmensbesteuerung weiter vorangebracht werden muss. Denn es geht um die richtige Umsetzung. Dies soll die Landesregierung positiv im Bund begleiten und wir bitten um regelmäßige Berichterstattung im Finanzausschuss.“
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EGNO | 51 Menschen

Peter Bergfeld Norderstedter Know How im wohltätigen Einsatz


© Oliver Jahr

Norderstedt (em) Wenn etwas bewegt werden muss, dann ist Peter Bergfeld der richtige Ansprechpartner – seien es Gegenstände oder Projekte. Der 46-jährige gebürtige Hamburger ist Co-Geschäftsführer bei der Logistikfirma TCLOG im Gutenbergring 51 in Norderstedt. Das 2003 von Hans-Christian Hartlmaier gegründete Unternehmen ist spezialisiert auf den Transport von Reha-Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Rollatoren und Pflegebetten und ist dafür bundesweit im Auftrag von Sanitätshäusern unterwegs.

Nach Peter Bergfelds Studium zum Diplom-Kaufmann an der Uni Hamburg war er für einige Jahre Filialleiter bei der Bürobedarfskette Staples. Dort lernte er seinen späteren Arbeitgeber Hartlmaier kennen, für den er damals die komplette Büroausstattung übernahm. „Er fragte mich 2010, ob ich als Prokurist bei ihm einsteigen möchte. Als er dann 2012 leider krankheitsbedingt verstarb, führte ich mit seiner Witwe Edith Hartlmaier das Geschäft fort als zweiter Gesellschafter und Geschäftsführer.“

Sein Know-how aus dem Logistikgeschäft stellt Peter Bergfeld gern wohltätigen Zwecken zur Verfügung. So unterstützen er und TCLOG mittlerweile seit 2013 die Ukraine-Hilfe Lobetal des Vereins „cura hominum“ bei Berlin. Dieser unterstützt die ärmere Bevölkerung in den ländlichen Gebieten der Ukraine mit dringend benötigten Hilfsgütern. TCLOG hat hierfür seine Kontakte zu Sanitätshäusern genutzt, die noch verwendbare Hilfen wie Rollatoren, Rollstühle, Pflegebetten und dergleichen spenden. Das Norderstedter Unternehmen transportiert diese dann auf eigene Kosten zur Ukraine-Hilfe, von wo aus sie weiter nach Osteuropa geschickt werden. Auch die Hilfsaktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die weltweit von der Samariter-Organisation „Samari-tan’s Purse“ durchgeführt wird, unterstützt TCLOG seit drei Jahren mit der Logistiksteuerung.

So wird von Norderstedt aus bundesweit dafür gesorgt, dass die gespendeten Schuhkartons mit Spielzeugen und Süßigkeiten für bedürftige Kinder an die zentrale Sammelstelle gelangen. Da-für ist TCLOG mit den eigenen Mitarbeitenden und Unternehmen im Einsatz. „Ich stelle mein Know-how gern guten Zwecken zur Verfügung“, sagt Peter Bergfeld. „Und ich freue mich, dass Unternehmertum in Norderstedt auch geschätzt wird. Die Verwaltung bezieht Unternehmen in Projekte mit ein, bei Anliegen habe ich kurze Verwaltungswege und was hier – auch über die EGNO – in die Wege geleitet wird, ist einfach toll.“
Kontakt: TCLOG Tel. 040/25 31 31–0, www.tclog.eu

„51 Jahre - 51 Menschen“ ist eine Serie der EGNO - Entwicklungsgesellschaft Norderstedt in Kooperation mit den städtischen Gesellschaften Norderstedts. Alle Artikel unter www.egno.de/51
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EGNO | Jobtour

Azubi-Studi-Chat startet in die nächste Runde


© EGNO

Norderstedt (em) Das Angebot für Schülerinnen und Schüler aller Abschlussklassen, mit Azubis und Studis aus Norderstedter Unternehmen online zu sprechen, geht ab 28. September in die nächste Runde. Dann stellen junge Mitarbeitende der Bank VReG, des Chemieunternehmens Schülke und des SHK Fachgroßhandels GUT Liedelt & Schwanbeck ihre kaufmännischen Ausbildungen vor.

In den darauffolgenden Tagen gibt es Einblicke in IT-Berufe, Recht und Finanzen sowie Maschinen und Anlagen und technischen Berufe. Alles Chats sind online, kostenlos und erfordern nur eine Anmeldung der Schülerinnen und Schüler.

Hier geht’s zum Programm: www.jobtour-norderstedt.de/azubi-chat/

Das sagen bisherige Teilnehmende zum Azubi-Studi-Chat: https://youtu.be/RnQGryLxhg8

Alle Termine und beteiligten Unternehmen sowie Details und weitere Infos für Schülerinnen und Schüler:

CHAT | 3 AZUBIS
Unser Angebot an dich: hole dir Informationen aus erster Hand – direkt von Auszubildenden. Über die Ausbildung, das Studium, den Ausbildungsbetrieb und die Berufe. Drei Azubis aus einem Themenbereich stellen dir ihre Ausbildung und ihr Ausbildungsunternehmen vor und beantworten deine Fragen.

WER KANN TEILNEHMEN?
Alle Schüler:innen der Abschlussklassen aller weiterführenden Schulen in Norderstedt sowie der Beruflichen Schule Norderstedt.

DEINE ANMELDUNG
Die Anmeldung erfolgt aus rechtlichen Gründen ausschließlich online mit Name, Schule, Geburtsdatum und E-Mail Adresse auf www.jobtour-norderstedt.de/azubi-chat/ und nur mit deiner ausgefüllten Einwilligungserklärung (siehe downloadlink). Wenn du unter 18 Jahre bist, brauchst du die Unterschrift deiner Eltern. Nach erfolgreicher Anmeldung erhältst du die Zugangsdaten zu deinem Zoom-Meeting per Email.

ACHTUNG: Die Teilnehmendenanzahl ist begrenzt. Bei großer Nachfrage bieten wir dir gern weitere Termine auf www.jobtour-norderstedt.de/azubi-chat/ an.

DEIN ANGEBOT – DEINE WAHL
28. September 2021, 16 Uhr – 17 Uhr KAUFMÄNNISCHE BERUFE (m/w(d)
Anmeldung bis zum 27. September

Bankkaufleute | VOLKSBANK RAIFFEISENBANK
Industriekaufleute | Schülke +
Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement | G.U.T. Liedelt & Schwanbeck

29. September 2021, 16 Uhr – 17 Uhr IT Berufe (m/w/d)
Anmeldung bis zum 27. September

Duales Studium Informatik technische Systeme | HANSEATIC POWER SOLUTIONS|HPS
Kaufleute für Digitalisierungsmanagement | VW OTLG
IT Systemelektroniker | STADTWERKE NORDERSTEDT

30. September 2021, 16 Uhr – 17 Uhr Recht & Finanzen (m/w/d)
Anmeldung bis zum 27. September

Duales Studium BWL | HypoVereinsbank
Rechts- und Notarfachangestellte | Thun, Steiner & Partner
Kaufleute für Büromanagement | condair

19. Oktober 2021, 16 Uhr – 17 Uhr Maschinen & Anlagen (m/w(d)
Anmeldung bis zum 18. Oktober

Duales Studium Maschinenbau | Jungheinrich
Industriemechaniker Fachrichtung Anlagen und Maschinenbau| Jungheinrich
Fachangestellter für Bäderbetriebe | Arriba

20. Oktober 2021, 16 Uhr - 17 Uhr TECHNISCHE BERUFE (m/w(d)
Anmeldung bis zum 18. Oktober

Elektroniker für Betriebstechnik | STADTWERKE Norderstedt
Industriemechaniker | WALDEMAR LINK
Feinwerkmechaniker | Kreyenberg

DEINE VORBEREITUNG
Bitte informiere dich vorab auf der Homepage des jeweiligen Unternehmens.
Überlege dir Fragen zur Ausbildung und zum Unternehmen.

Ansprechpartnerin:
Anja Neumüller | EGNO – Entwicklungsgesellschaft Norderstedt mbH | azubichat@egno.de | Telefon 040 53540623 | 0172 9179257
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WEP

Ansiedlung im WEP Gewerbegebiet Heede


© HassPR

1. Spatenstich für den neuen Unternehmenssitz von mhp

„Die eigenen vier Wände für das eigene Unternehmen zu bauen, ist ein gutes Gefühl,“ freuen sich Christa und Mike Steinhauer, Geschäftsführer Mobile Häusliche Pflege GmbH (MHP) anlässlich des 1. Spatenstichs für Ihren neuen Firmensitz. „Aber auch ein großer Schritt, der gut überlegt sein will.“

Überlegt hatte Familie Steinhauer schon länger. Bereits seit sieben Jahren suchen sie immer wieder mal nach einem passenden Grundstück. Zuletzt wurde der Druck aber immer stärker. „Der aktuelle Firmensitz in Barmstedt ist nun endgültig nicht mehr groß genug, um das stetig wachsende Geschäft abzuwickeln“ begründen sie ihre Entscheidung zum Neubau. Zusätzlich belastete die Fahrzeugflotte die ohnehin angespannte Parkplatzsituation der Innenstadtstadt. Außerdem soll das Angebot von der MHP erweitert werden. „Wir wollen zusätzlich eine Tagespflege an unserem Geschäftssitz anbieten. Dafür sehen wir einen großen Bedarf. In unserem bisher genutzten Gebäude wäre das so nicht realisierbar gewesen,“ begründet Christa Steinhauer den Standortwechsel. „Mit Blick auf dieses zusätzliche Angebot vergrößern wir jetzt schon unser Team merklich. Ob examinierte Altenpflegekräfte, Pflegehilfskräfte oder in der Hauswirtschaft - wir freuen uns immer über Bewerbungen“ ergänzt Mike Steinhauer.

Ein passendes Grundstück fand MHP schließlich bei der WEP Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg mbH (WEP) in Heede. Das erfreut den Geschäftsführer der WEP, Dr. Harald Schroers. „Es ist sehr gut, dass wir MHP in der Region Barmstedt/Heede halten können. Mit knapp 80 Arbeitsplätzen zählt das Unternehmen schließlich zu den bedeutenden Arbeitgebern hier vor Ort und weitere Zuwächse sind zu erwarten. Dafür haben wir gerne eines unserer letzten Grundstücke in unserem Gewerbegebiet hergegeben.“

Ebenfalls hoch zufrieden zeigte sich Ingo Holm, stellvertretener Bürgermeister der Gemeinde Heede „Das Unternehmen ist eine Bereicherung für unsere Gemeinde. Ich freue mich darauf, dass sich die Erfolgsgeschichte von MHP bei uns weiter fortsetzen wird. Der Familie Steinhauer wünsche ich dabei viel Erfolg.“

Das neue Gebäude soll voraussichtlich im Juni 2022 bezugsfertig sein. Es ist mit seinem etwa 840 m² für rund 90 Mitarbeiter ausgelegt. Der größere Teil der Beschäftigten arbeitet allerdings mobil. Für die dafür benötigten Fahrzeuge werden auf dem 4.200 m² großen Grundstück zudem 42 Stellplätze angelegt. In der Tagespflege sind zunächst weitere 270 m² für etwa 16 Gäste vorgesehen.

WEP Gewerbegebiet „Heeder Ring“

Das Gewerbegebiet „Heeder Ring“ wurde auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages von 1997 zwischen der Gemeinde Heede und der WEP Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg mbH erschlossen. Der von beiden Partnern gemeinsam entwickelte Bebauungsplan wurde im Jahr 1999 rechtskräftig. Der Bau der Erschließungsanlagen begann im Frühjahr 2000. Im gleichen Jahr wurden die ersten Grundstücke verkauft. Noch heute sind diese „Pioniere“ im Gebiet ansässig. Einige von ihnen haben ihre Betriebe bis heute teils deutlich vergrößert. Das spricht gleichzeitig für die Qualität des Gebietes und für die der angesiedelten Unternehmen. Mit seiner Lage direkt an der Landesstraße L75 und in direkter Nachbarschaft zum Gewerbegebiet in Barmstedt ist es insbesondere für kleinere Unternehmen aus der Region interessant. Die Nähe zur A7 und zur A23 sorgt aber auch für eine schnelle Verbindung in die Metropole Hamburg oder in den Norden.

Aktuell sitzen 16 Unternehmen im Gewerbegebiet „Heeder Ring“. Deren Branchenzugehörigkeit ist bunt gemischt und erstreckt sich vom Baugewerbe über Großhandel, Spedition und Dienstleitung bis zur Verarbeitung von Kunstoffen und Metallen.

Foto: Freuen sich mit der mhp Geschäftsführung Christa und Mike Steinhauer (r.) auf den Neubau im Heeder Ring: Dr. Harald Schroers (links) und stellv. Heeder Bürgermeister Ingo Holm (2.v.r.) Foto: HassPR
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WEP

Erneuerbare Zukunft made by Energieküste


© Energieküste

Vorreiterregion für erneuerbare Energien: Kurz vor ihrem ersten Geburtstag präsentiert sich die „Energieküste“ erstmals auf der HUSUM Wind. Die Dachmarke des Zukunftsstandorts schleswig- holsteinische Nordseeküste vereint hochinnovative Projekte und kreative Akteure mit Machermentalität, die hier ein deutschlandweit einzigartiges nachhaltiges Energiesystem aufbauen. „Die ‚Energieküste‘ ist seit der Gründung in 2020 zu einer wichtigen Plattform gewachsen, um Synergien zu nutzen, Stärken zu bündeln und damit den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben“, sagt Kirsten Voss, Projekt- und Marketingmanagerin der „Energieküste“. Von autonomen Drohnen für den Offshore-Bereich bis hin zu nachhaltiger Tiefkühlkost aus Deutschlands einziger Bio Frosterei gibt es zahlreiche spannende Entwicklungen in dieser Energie-, Wirtschafts- und Forschungsregion. Wie hier eine komplett klimaneutrale Zukunft entsteht, können Interessierte bei der „Energieküste“ am Stand des Landes Schleswig-Holstein (Halle 3, A19) vom 14. bis 17. September 2021 erfahren.

Starke Argumente und große Pläne
Think big – für eine rasche Energiewende will die „Energieküste“ die einzigartigen Potenziale der Region noch besser ausschöpfen. Neue Unternehmen, Forscher, kreative Köpfe und Fachkräfte aus ganz Deutschland und Europa sollen an dem Zukunftsstandort eine Heimat finden. Ob grüne Rechenzentren, schwimmende Solarparks oder ökologischer Wohnungsbau, für die Dekarbonisierung rollt die Region den roten Teppich aus. „Schleswig-Holsteins Westküste bietet zielgerichtete Politik, Forschung und Förderung für alle Akteure rund um erneuerbare Energien. Sie finden hier Partnerschaften über alle Sektoren hinweg, eine breitgefächerte, anpackende Szene“, sagt Annette Fröhlingsdorf, Regionalmanagerin der „Energieküste“. „Nicht schnacken, machen“ lautet die Devise an der Küste, wie zahlreiche Projekte beweisen.

Energieküste Partner und Projekte
Auf der HUSUM Wind präsentiert die „Energieküste“ einige der richtungsweisenden Projekte. Zum Beispiel die eFarm in Nordfriesland, die mit Strom aus Bürgerenergie-Projekten Wasserstoff herstellt und diesen für Brennstoffzellen-Busse des Öffentlichen Nahverkehrs nutzbar macht. Faszinierend sind auch das Offshore-Wasserstoff-Projekt AquaVentus auf Helgoland und das Reallabor WESTKÜSTE100 sowie der weltweit führende Entwickler von Lithium-Ionen-Batteriezellen Customcells aus Itzehoe und das Helgoländer Testzentrum für Maritime Technologien. Neu bei der „Energieküste“ sind u.a. die SunOyster GmbH mit ihren cleveren Solar-Produkten, die auch Kühle spenden, das Inselwerk Föhr-Amrum GmbH mit ihrem nachhaltigen Insel-Energie-Projekt und die Breezer Aircraft GmbH & Co. KG, die in Bredstedt eine zusätzliche Produktionsstätte und ein Kompetenzzentrum baut. Hier werden auch alternative Antriebsysteme für die Flugzeuge von Breezer Aircraft entwickelt, vorzugsweise natürlich mit Wasserstoff.

Über die Energieküste
Die schleswig-holsteinische Westküste ist Deutschlands Zukunftsstandort für erneuerbare Energien. Experten, Forscher, kreative Köpfe und Energie-Enthusiasten gestalten hier aus vorhandenen Ressourcen ein hochinnovatives Energiesystem. Zur Bündelung ihres Know-hows gründeten die Kreise Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg die Dachmarke und Plattform „Energieküste“. Das Ziel der zur Regionalen Kooperation Westküste zusammengeschlossenen Kreise, die als Inkubatoren für Innovationen im Bereich der erneuerbaren Energien gelten, ist die Stärkung der vorhandenen Wirtschaft, die Ansiedelung neuer Unternehmen und Fachkräfte sowie die Schaffung eines prägnanten Images für den Wirtschaftsstandort. Finanziert wird die „Energieküste“ mit Mitteln des Regionalbudgets Westküste, gefördert aus dem Landesprogramm Wirtschaft, und der vier Kreise der Regionalen Kooperation Westküste. Weitere Informationen gibt es unter www.energiekueste.de.

(Pressemeldung der Energieküste)

Foto: Mut zum Machen und vielfältige Visionen von einer erneuerbaren Zukunft zeichnen die Akteure der Energieküste aus. © Energieküste
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EGNO | 51 Menschen

Tobias Knickrehm: Etwas für die Natur zu tun, brachte ihn zur Streuobstwiese


© Volker Puchalla

Norderstedt (em) Seit zwei, drei Jahren kennt Tobias Knickrehm den Weg zur Streuobstwiese an der Niendorfer Straße genau: Der selbstständige Fliesenlegermeister engagiert sich in seiner Freizeit für den Erhalt und die Pflege des kleinen Idylls in der Einflugschneise des Flughafens.

„Durch Der BUND - Ortsgruppe Norderstedt bin ich auf die Streuobstwiese aufmerksam geworden und mit aktiven Mitgliedern des BUND kümmern wir uns um den Erhalt und die Pflege des Gebietes“, so Knickrehm, der seit 2001 in Norderstedt wohnt. So haben sie im März 15 Bäume zurückgeschnitten. „Ich bin froh, dass ich hier in Norderstedt mein berufliches Wirken mit dem Engagement für die Natur verbinden kann! Das schätze ich an der Stadt.“ Rund 150 Bäume, alle Obstbäume verschiedenster Sorten, finden sich hier. „Es ist eines der schönsten Gebiete in Norderstedt. Weil es so natürlich und naturbelassen ist. Die Stadt unterstützt uns mit einem Balkenmäher, der im Herbst die Fläche schonend mäht. Es gibt hier einen Teich, der im Sommer oft austrocknet. In diesem Bereich ist der Boden eher trocken, in anderen Bereichen der Wiese eher feucht, so dass nicht alle Obstbäume perfekt gedeihen. Wir haben zum Beispiel nur eine Kirsche, die es hier zwischen Äpfeln, ein paar Birnen und vielen Zwetschgen aushält“, erläutert er.

„Im Frühjahr und Sommer haben wir hier immer wieder Besuch, Familien schauen sich die verschiedenen Bäume in der Blüte an. Im Herbst darf man natürlich auch den einen oder anderen Apfel aufheben und probieren“, so Tobias Knickrehm. Eigentlich sind die Helferinnen und Helfer der Streuobstwiese in Garstedt ganz froh, dass das Areal etwas versteckt liegt.

„Meine Frau und ich engagieren uns für die Natur, da sie uns auch im Hinblick auf die Zukunft unseres Kindes sehr am Herzen liegt. Da kann man schon mal wütend werden und etwas verbittert, wenn man merkt, wie Politik Missstände oft nur verwaltet und nicht angeht. So wie bei uns in Friedrichsgabe mit der illegalen Müllhalde beim Umspannwerk. Dort wird verwaltet, aber nichts getan. Das frustriert, wenn man in die politischen Ausschüsse geht“, stellt er fest.

Der BUND-Ortsverein kümmert sich nicht nur um die Streuobstwiese, sondern ist auch in anderen Natur- und Umweltthemen in Norderstedt aktiv. „Wir freuen uns über Jeden, der sich in Norderstedt aktiv für die Umwelt und Natur einsetzen möchte.“
Kontakt: Tel. 0170 – 584 05 78

„51 Jahre - 51 Menschen“ ist eine Serie der EGNO - Entwicklungsgesellschaft Norderstedt in Kooperation mit den städtischen Gesellschaften Norderstedts. Alle Artikel unter www.egno.de/51

Foto und Text:
Volker Puchalla
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IHK Kiel

Knud Hansen wird neuer Präsident der IHK zu Kiel


© IHK Kiel

KIEL. Nach zwölf Jahren im Amt des Präsidenten der IHK zu Kiel übergibt Klaus-Hinrich Vater das Ruder an seinen Nachfolger Knud Hansen. Die Vollversammlung wählte den Unternehmer, der insbesondere für seine Sportgeschäfte der Marken INTERSPORT und SNEAXS bekannt ist, einstimmig ins höchste Ehrenamt der IHK. Am Tag nach der Sitzung der Vollversammlung erfolgte der öffentliche Stabwechsel. Gemeinsam richteten die Unternehmer einen Blick nach vorn auf aktuelle wirtschaftspolitische Herausforderungen, unternehmerische Verantwortung und die Zukunft der IHK-Arbeit.

„Mit Klaus-Hinrich Vater hatten wir in den letzten zwölf Jahren eine herausragende Persönlichkeit an der Spitze unserer IHK, die das moderne Unternehmertum mit einer Haltung verkörpert wie kaum ein anderer“, lobte der neue IHK-Präsident seinen Vorgänger am Donnerstag, 16. September, bei einer öffentlichen „Wachablösung” am StrandOrt in Kiel-Friedrichsort. „Diese Fußstapfen sind riesengroß, das weiß ich. Trotzdem konnte ich mich schnell mit dem Gedanken anfreunden, ihm nachzufolgen. Ich möchte den Weg hin zu den Mitgliedern der IHK, hin zu den Unternehmen weiterführen.“ Hansen betont, die Rolle der IHK werde beständig weiterentwickelt und reflektiert: als Beraterin für Politik und Verwaltung und Partnerin für Unternehmen. Der Perspektivwechsel sei dabei das wichtigste Instrument. Sein Credo als IHK-Präsident sei es daher, dicht dran zu bleiben an Politik und Verwaltung und im konstruktiven Dialog Verbesserungen für Betriebe, Branchen und Unternehmerinnen und Unternehmer zu erwirken. Insbesondere Themen wie die Investitionsfähigkeit der Wirtschaft in Folge der Corona-Pandemie, die Gestaltung des Klimawandels und die Zukunft der Mobilität schreibe er sich groß auf die Fahnen und führe die Arbeit Vaters weiter. „Von den Unternehmen erwarten wir, dass sie sich für die Zukunft rüsten, sich digitalisieren, wehrhaft bleiben und agile Arbeitsformen etablieren. Das alles muss Kammer mindestens genauso leisten – wenn nicht sogar mehr. Wir sind auf einem guten Weg, das Ziel ist aber noch nicht erreicht.“

Ebenfalls bleibe die Weiterentwicklung der Dualen Ausbildung ein wichtiges Anliegen, um dem von Vater angemahnten “Akademisierungswahn” und letztlich dem Fachkräftemangel weiterhin mit einem modernen und zielgruppengerechten Ausbildungsangebot zu begegnen. Hansen: „Sicherlich werden wir auch mit einigen Branchen über die Qualität und Attraktivität der Ausbildung sprechen müssen, um nicht noch mehr Menschen Richtung Studium zu verlieren. Wir müssen mehr MINT und mehr wirtschaftliche Praxis an die Schulen bringen. Dass nun Informatik Schulfach wird, ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Für nunmehr IHK-Vizepräsident Klaus-Hinrich Vater ist Hansen der ideale Nachfolger: „Als dienstältestes Vollversammlungsmitglied und Kaufmann im stationären wie auch im Online-Handel ist er ganz dicht dran an den großen gesellschaftlichen Veränderungen: Digitalisierung, Fachkräftemangel, Mobilität und Kulturwandel in der Arbeitswelt. Er ist ein ehrbarer Kaufmann durch und durch mit einem scharfen Geschäftssinn.“ Dieser Sinn werde der IHK sicher auch dabei zugutekommen, als Partnerin der Unternehmen wirksame Mittel zu finden, um die Wirtschaft weiterhin aus den Wehen der Corona-Pandemie zu tragen. Vater betont: „Die Pandemie hat uns im März letzten Jahres mit ungeahnter Schnelligkeit und Härte erwischt. Eine solche Hilflosigkeit und Ohnmacht in den öffentlichen Verwaltungen aber auch in Teilen der sonst so schlagfertigen und lösungsorientierten Unternehmerschaft habe ich noch nie erlebt – nicht mal im Ansatz. Gerade deshalb bin ich stolz, dass unsere IHK in dieser rauen See nicht in die Manövrierunfähigkeit geraten ist, sondern sich auf ihre Rolle als Dienstleisterin für die Mitgliedsbetriebe besonnen hat.“ In Krisenzeiten habe sich das Konzept IHK bewährt.

Bereits am Vorabend wurde Klaus-Hinrich Vater vor geladenem Publikum feierlich aus dem Amt verabschiedet. Neben Ministerpräsident Daniel Günther und IHK-Ehrenpräsident Dr. Fritz Süverkrüp erwiesen ihm DIHK-Präsident Peter Adrian und DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben die Ehre. Zahlreiche Wegbegleiter kamen zusätzlich in Video-Einspielern zu Wort. Am Ende der Veranstaltung übergab Vater sinnbildlich ein Steuerrad an Knud Hansen.
Der Kieler Unternehmer Knud Hansen, 54, absolvierte seine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel in Hamburg und erhielt seinen Abschluss als Diplom-Kaufmann in den Schwerpunkten Finanzen und Organisation von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Mit seinem Unternehmen betreibt er sieben stationäre Sportgeschäfte in Kiel, Lübeck, Neumünster und Hamburg unter den Marken INTERSPORT und SNEAXS sowie drei Online-Shops. Seit 2001 ist Hansen Mitglied im Aufsichtsrat der INTERSPORT Deutschland und seit 2013 auch dessen Vorsitzender. Der IHK zu Kiel ist Hansen seit mehr als 20 Jahren als Mitglied der Vollversammlung und seit 2007 als IHK-Vizepräsident eng verbunden.

Klaus-Hinrich Vater bleibt der IHK zu Kiel weiterhin als Vizepräsident treu und wird sich gewohnt kompetent und partnerschaftlich für die wirtschaftspolitischen Belange der Region einsetzen. Als Vizepräsident der Dachorganisation DIHK wird Vater sich weiterhin für die wirtschaftspolitischen Belange Norddeutschlands sowie für die bundesweite Digitalisierung der Kammern engagieren.

Der Präsident oder die Präsidentin wird von der Vollversammlung der IHK zu Kiel in geheimer Wahl gewählt. Kandidatinnen und Kandidaten für das Präsidentenamt müssen selbst Mitglied der Vollversammlung sein. In der Vollversammlung beteiligen sich 60 ehrenamtliche Unternehmerinnen und Unternehmer, deren Zusammensetzung die wirtschaftliche Struktur des Kammerbezirkes abbildet. Die Wahl des Präsidenten oder der Präsidentin erfolgt für die Amtsperiode, im aktuellen Fall für die Zeit bis zur nächsten Wahl zur Vollversammlung Anfang 2024. Die Vollversammlung wird für eine Periode von fünf Jahren gewählt. Der Präsident ist Vorsitzender des Präsidiums und der Vollversammlung der IHK zu Kiel und Sprecher der gewerblichen Wirtschaft im Kammerbezirk.
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WEP

Bei Schapke und Rickmann steht der Mensch im Mittelpunkt


© Schapke & Rickmann

Eine zukunftsorientierte, nachhaltige Arbeitskultur schaffen, um Personal zu halten und neu zu gewinnen. Diesen Weg hat die Steuerberatungsgesellschaft Schapke & Rickmann mit ihren Büros in Pinneberg und Schenefeld erfolgreich eingeschlagen - mit Hilfe der WEP Fachkräfteberatung und den Förderprogrammen „UnternehmensWert:Mensch“ (UWM). „Ich habe Coaching eigentlich immer als überflüssig betrachtet, nach zwei UWM - Maßnahmen aber einen ganz anderen Blickwinkel bekommen: Es bringt unser Unternehmen enorm weiter“, bekennt Diplomkaufmann Lars Schapke.

Begeistert vom Förderprogramm UnternehmensWert: Mensch

Steuerberater Schapke und sein Mitgesellschafter, Steuerberater Björn Rickmann, hatten erstmals 2013 eine UWM - Beratung in Anspruch genommen, um die Personalpolitik hinsichtlich Personalführung und betriebsinterner wie externer Unternehmenskommunikation zu optimieren. Von dem Ergebnis waren beide höchst begeistert. Deshalb entschieden sie sich 2020 für die UWM Plus - Beratung, um die Chancen der Digitalisierung beim Thema Personalbeschaffung zu ergreifen. Eine weitere UWM - Beratung zur Thematik Führung, Kommunikation und Partizipation wird gerade auf den Weg gebracht.

Neue Ansprüche an die Arbeitswelt

„Wir haben längst einen Arbeitnehmermarkt. Gute Fachkräfte sind schwer zu bekommen und man muss sich sehr bemühen, sein Personal zu halten. Wer bei der Personalsuche die richtigen Wege und die richtige Ansprache wählt und in seinem Betrieb ein arbeitnehmerfreundliches Klima schafft, kann bei den jüngeren Generationen punkten“, sagt Schapke. Gemeinsam mit ihren zwanzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben sich die Steuerberater in den UWM-Beratungen an die Ansprüche junger Fachkräfte herangetastet, maßgeschneiderte Konzepte und Maßnahmen sowie ein neues Selbstverständnis für ihre Kanzlei erarbeitet. Seither steht der Mensch in der Arbeitswelt bei Schapke & Rickmann noch mehr im Mittelpunkt.

„Junge Fachkräfte bevorzugen Stellenangebote in digitalen Medien, legen viel Wert auf Informationen zur Unternehmensphilosophie und erwarten schnelle, unkomplizierte Bewerbungsmöglichkeiten. Im Berufsalltag wollen sie keine herkömmlichen Hierarchien, sondern transparent auf Augenhöhe kommunizieren und in agilen Teams eigenverantwortlich und kreativ arbeiten. Nicht nur operativ, auch strategisch, denn sie wünschen sich eine sinnstiftende Arbeit“, berichtet Schapke. Ebenso wichtig sei ihnen das wertschätzende, empathische Miteinander und die Work-Life-Balance, vor allem durch flexible Arbeitszeiten und -orte, um Arbeit, Familie und Freizeit vereinbaren zu können.

Arbeiten in agilen Teams als neues Konzept

Als Ergebnis der UWM - Beratung wurde in der Kanzlei das Arbeiten in agilen Mitarbeiterteams eingeführt. Sie halten die Fäden in ihren jeweils verantworteten Aufgabenbereichen von A bis Z in der Hand und entscheiden selbst, wie sie ihr Arbeitsziel erreichen. Persönliche Belange können sie nach eigenem Ermessen in ihren Arbeitsalltag integrieren. Durch Persönlichkeitstest lernt jeder jeden besser kennen und weiß, wie der oder die andere im Kollegenkreis tickt – Chefs inbegriffen. Offene Kommunikation mit regelmäßigen Team-Meetings ermöglicht maximale Information und konstruktive Kritik, verhindert Missverständnisse und den berüchtigten Flurfunk.

„Das hat uns alle zufriedener gemacht und sehr motiviert. Und dadurch ist eine große Vertrauensbasis zwischen allen Beteiligten entstanden. Björn Rickmann und ich werden nur noch bei wichtigen und schwierigen Entscheidungen eingebunden. Und unsere Mandanten sagen uns längst, es reiche ihnen, wenn wir unterschreiben, alles andere könnten sie mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erledigen“, freut sich Schapke, dessen Kanzlei seit drei Generationen kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe, Freiberufler und private Mandanten betreut, Privatvermögen verwaltet und Immobilien vermietet.

Digitales Personalmarketing immer wichtiger

Mit der zweiten Fördermaßnahme, der UWM plus - Beratung, ging es um die Frage, wie sich das neue Selbstverständnis des Unternehmens intern und extern darstellen und kommunizieren lässt, vor allem im immer wichtigeren Bereich des digitalen Personalmarketings. „Unter Anleitung eines Prozessberaters haben wir in Teamarbeit definiert, wer wir sind, was wir wollen, für welche Werte wir stehen etcetera. Dann haben wir überlegt, wie wir Belegschaft und Bewerber besser als bisher ansprechen können“, erzählt Schapke. Inzwischen hat die Kanzlei eine Marketing-Agentur beauftragt, die ein Konzept, Texte und Bilder für die digitale Welt wie Homepage, Internetportale und soziale Medien entwickelt.

WEP - kompetenter Ansprechpartner für UWM-Förderprogramme

Als regionaler Träger und autorisierte Erstberatungsstelle ist die WEP mit ihrem Fachkräfteberater ein kompetenter Ansprechpartner für die Förderprogramme UnternehmensWert:Mensch und UnternehmensWert:Mensch plus. Sie sollen kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu maximal 249 Mitarbeitern bei der Verwirklichung einer modernen, zukunftsorientierten Personalarbeit unterstützen. Beide Programme werden durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Das Programm “unternehmensWert:Mensch“ bietet passgenaue Beratungsdienstleistungen zu den Bereichen Personalführung, Chancengleichheit, Gesundheit, Wissen und Kompetenz und zielt darauf ab, nachhaltige Lern- und Veränderungsprozesse im Unternehmen anzustoßen. Nach einer kostenlosen Erstberatung durch den WEP Fachkräfteberater, in der die Förderfähigkeit und der konkrete betriebliche Veränderungsbedarf ermittelt werden, erhält das Unternehmen einen Beratungscheck für eine weitergehende Prozessberatung durch einen professionellen Prozessberater mit bis zu zehn Beratungstagen à maximal 1000 Euro. Je nach Unternehmensgröße werden die Kosten der Prozessberatung mit 50 oder 80 Prozent vom Bund bezuschusst.
Das Programm „unternehmensWert:Mensch plus“ hilft betriebliche Lern- und Experimentierräume zu schaffen, um individuelle Lösungen für die digitale Transformation zu entwickeln und innovative Arbeitskonzepte zu erproben. Auch zu diesem Programm gehören die kostenlose Erstberatung und die geförderte Prozessberatung, die hier 12 Tage à maximal 1000 Euro betragen darf und zu 80 Prozent gefördert wird.

Foto: Schon zum dritten Mal investieren die Steuerberater Lars Schapke und Björn Rickmann mit UWM - Maßnahmen in die Optimierung ihrer Personalarbeit.
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WEP

Dem Handwerk fehlen Azubis – was tun?


© Lausen

Das neue Ausbildungsjahr hat im August begonnen und tausende von Ausbildungsplätzen in Schleswig-Holstein sind bisher unbesetzt geblieben, gerade auch im Handwerk. Welche Möglichkeiten haben die Betriebe, jetzt vielleicht doch noch an die gewünschten Auszubildenden heranzukommen? Fachkräfteberater Hans-Hermann Lausen von der Handwerkskammer Flensburg gibt einige Tipps.

WEP REPORT: Herr Lausen, welches sind die Handwerksbereiche, die besonders vom Nachwuchsmangel betroffen sind?

Lausen: Wie in den Jahren zuvor gibt es noch viele unbesetzte Ausbildungsstellen in den Bereichen Elektronik für Energie- und Gebäudetechnik, Anlagenmechanik Sanitär-Heizung-Klima - beides Bereiche, in denen weiterhin eine sehr gute Auftragslage zu verzeichnen ist - und Fachverkauf im Lebensmittelhandwerk, wie Fleischerei, aber insbesondere Bäckerei. Auch im Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker*in gibt es noch eine hohe Anzahl von freien Stellen. Aber eigentlich sind in fast jedem Beruf noch Plätze frei, wobei Angebot und Nachfrage regional variieren.

WEP REPORT: Den freien Ausbildungsplätzen steht eine große Anzahl von Schulabsolventen ohne Ausbildungsvertrag gegenüber. Woran liegt es, dass die beiden Seiten, also die Schulabgänger und die Handwerksbetriebe, nicht zueinander gefunden haben?

Lausen: Seitens der Schüler*innen herrscht teilweise eine Corona bedingte Unsicherheit und Resignation. Auf Seiten der Betriebe wünsche ich mir eine zielgruppengerechtere Ansprache. Potentielle Bewerber*innen – egal mit welchem Schulabschluss – stehen grundsätzlich einer dualen Ausbildung in einem Betrieb positiv gegenüber, sind bei der Entscheidung pro Ausbildung aber anspruchsvoller als in den Vorgängergenerationen.

WEP REPORT: Was heißt anspruchsvoller konkret?

Lausen: Viele Bewerber*innen möchten echte Arbeiten ausführen, möchten einen Sinn sehen in dem, was sie machen. Erkennen sie überdies noch einen Bezug zum Klima- oder Umweltschutz und wird der auch so vom Betrieb herausgestellt, steigt die Bereitschaft für eine Ausbildung. Und wenn einmal in einem Praktikum nur zugeguckt werden kann oder wiederkehrende Arbeiten anstehen, ist es hilfreich zu erklären, warum es gerade jetzt so läuft. Nette Kollegen und ein fairer Umgang miteinander erhöhen die Chance ebenfalls, junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern. Bewerber*innen, die in einem Praktikum beobachten, dass ein Chef wiederholt mit seinen Mitarbeitenden unangemessen umgeht, werden sich nicht für eine Ausbildung in diesem Betrieb entscheiden, selbst wenn sie nicht persönlich betroffen sind und Betrieb und Beruf an sich ein gutes Image haben.

WEP REPORT: Würden Sie den Betrieben raten, auch den jungen Menschen eine Chance zu geben, die auf den ersten Blick nicht so ganz ihren Erwartungen entsprechen?

Lausen: Ja – auf jeden Fall! Wenn ich als Betriebsinhaber*in mittelfristig ein Fachkräfteproblem für mich sehe, bieten gerade diese Jugendlichen eine große Chance, diesem entgegen zu wirken. Denn aus diesen Ausbildungsverhältnissen entstehen meist langfristige Arbeitsverhältnisse. Hierzu gibt es einen schönen Vergleich von Bildungswissenschaftler Klaus Hurrelmann. Er vergleicht Ausbildung mit Wein. Selbst da, wo keine guten Rahmenbedingungen vorliegen, gelingt es versierten Winzern, gute Weine hervorzubringen.

WEP REPORT: Auf welche Skills sollte der Fokus denn gelegt werden?

Lausen: In einem Praktikum sollte erkennbar sein, dass Bewerber*innen ein Mindestmaß an Interesse an dem Beruf haben, sie pünktlich sind und ins Team passen. Je kleiner der Betrieb, desto schneller werden Auszubildende in die betriebliche Praxis eingebunden, so dass ein gewisses Maß an Talent - je nach Beruf - förderlich ist. Entsprechend der theoretischen Anforderungen eines Ausbildungsberufes sollte ein angemessener Schulabschluss vorhanden sein. Klafft zwischen Anforderung und Leistungsvermögen eine zu große Lücke, kann auch durch gezielte Nachhilfe selten ein Erfolg erreicht werden. Aber nicht immer sagt ein formeller Schulabschluss etwas über die tatsächliche Leistungsfähigkeit aus – deshalb genau hinschauen.

WEP REPORT: Wie können Betriebe unterstützungsbedürftigen Azubis helfen?

Lausen: Bei den jungen Menschen mit Startschwierigkeiten ist die Qualität der Ausbildung im Unternehmen entscheidend – je mehr ich als Betrieb nachjustieren muss, desto besser muss mein Ausbildungspersonal geschult sein und umso mehr Zeit muss ich in die Ausbildung investieren. Das finden viele Betriebe beschwerlich, aber es gibt keinen Plan B. Zeit, Wertschätzung, immer wieder erklären, aber auch konsequentes Verhalten, eine Beziehung aufbauen - das sind die Instrumente dafür, dass diese jungen Menschen die Ausbildung schaffen und danach als Fachkraft zur Verfügung stehen.

WEP REPORT: Gibt es in solchen Fällen nicht auch Förderungen für die Betriebe?

Lausen: Ja, die Agentur für Arbeit unterstützt bei schulischen, aber auch bei Alltagsproblemen über das kostenlose Angebot abH - ausbildungsbegleitende Hilfen. Und bei Jugendlichen mit besonderen Startschwierigkeiten über die Assistierte Ausbildung. Die mittlerweile etablierte Einstiegsqualifizierung - ein 6- bis 12-monatiges bezahltes Praktikum - bietet ebenso eine gute Möglichkeit. Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit unter 0800 - 4 55 55 20 und die Handwerkskammer helfen hier weiter. Ein wichtiger Hinweis für Betriebe, die von Corona durch Umsatzverluste oder Kurzarbeit betroffen sind: Wenn sie mindestens genauso viele Auszubildende einstellen wie im Durchschnitt der letzten drei Jahre, können sie unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausbildungsprämie von 4.000 bis 6.000 Euro pro Azubi bei der Agentur für Arbeit beantragen.

WEP REPORT: Nochmal zurück zu Ihrem Hinweis der zielgruppengerechten Ansprache. Meinen Sie damit, dass Ausbildungsbetriebe die Schulabgänger auch deshalb nicht wie gewünscht erreichen, weil sie nicht die richtigen Kommunikationswege wählen?

Lausen: Zu einem guten Ausbildungsmanagement gehört mittlerweile eine Vielfalt von Wegen, auf das Ausbildungsplatzangebot hinzuweisen. Klassiker wie Lehrstellenbörsen bei Kammern und Verbänden sowie der Agentur für Arbeit, regionale Ausbildungsmessen und Stellenangebote in Printmedien sind zwar nach wie vor wichtig, aber nicht fehlen dürfen heutzutage die Präsenz in den sozialen Medien, wie facebook, instagram und youtube, und eine gut gemachte Internetseite mit eigener Karriereseite. Außerdem: Wieso nicht die jungen Menschen oder deren Eltern dort abholen, wo sie eh sind? Kooperationen mit Schulen und Vereinen oder der örtlichen Feuerwehr bieten hier den direkten Draht zu potentiellen Auszubildenden. Ein brandaktuelles Beispiel: Durch die Unterstützung einer Konfirmandengruppe konnte ein Bäckermeister seinen Ausbildungsplatz mit einer geeigneten Bewerberin besetzen!

WEP REPORT: Wie findet ein Handwerksbetrieb bei der Azubi-Akquise den für sich besten Weg?

Lausen: Es ist relativ einfach, sich Inspirationen aus diesem Artikel oder auf ähnlichen Wegen zu holen. Die Kunst besteht dann aber darin, die passenden Instrumente in die betriebliche Praxis zu integrieren. Bei der Gestaltung eines Praktikums zum Beispiel ist meiner Ansicht nach noch viel Luft nach oben. Ein mit den Mitarbeitenden gemeinsam erarbeiteter Plan – wer macht was und wann – ist das Fundament, Wechsel aus Zuschauen und selber machen, regelmäßiges Feedback, etwas Selbstgemachtes mit nach Hause bekommen und ein strukturiertes Abschlussgespräch machen ein gutes Praktikum aus. Zu guten Praktikant*innen sollte der Kontakt bis zum potentiellen Ausbildungsbeginn gehalten werden - WhatsApp, Mini-Job, Eltern einladen sind Möglichkeiten. Dass es funktioniert, zeigen viele positive Beispiele. Ich empfehle Betrieben, sich von den Kammern beraten zu lassen. Wir als Handwerkskammer Flensburg und die Kolleg*innen aus Lübeck bieten einen Blumenstrauß an individueller Beratung an, auf Wunsch auch in den Betrieben vor Ort.

WEP REPORT: Was machen Handwerksbetriebe im Kreis Pinneberg, die modernes Azubi-Marketing aus Zeit- oder Wissensgründen nicht selbst bewerkstelligen können? Welche konkreten Hilfen gibt es?

Lausen: Das schwierigste sind der Anfang und die Organisation. Dafür gibt es, wie zuvor beschrieben, Expert*innen bei den Kammern, die vor Ort im Betrieb mit den Verantwortlichen die Vorgehensweise besprechen und von guten Beispielen aus der Praxis berichten. Handwerksbetriebe aus dem Kreis Pinneberg können sich an die Außenstelle der Handwerkskammer Lübeck in Pinneberg und an die Kreishandwerkerschaft Westholstein in Itzehoe wenden. Dort werden Beratungen, Info-Veranstaltungen, Fortbildungen und spezielle Projekte wie ‚Passgenaue Besetzung‘ angeboten. Auch Verbände wie der Zentralverband des Handwerks bieten Hilfe auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene, aktuell mit dem ‚Sommer der Berufsbildung‘. Kurz: Betriebe sollten ihre Kammern und Verbände einfach herausfordern…

WEP REPORT: … und unseren WEP Fachkräfteberater Kristian Lüdtke ebenfalls. Vielen Dank für Ihre Anregungen, Herr Lausen.

Foto: Fachkräfteberater Hans-Hermann Lausen, Handwerksklammer Flensburg, rät Betrieben, sich bei der Azubi-Suche von den Kammern beraten zu lassen.
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EGNO | 51 Menschen

Colin De Silva: Sportarzt mit dem schwarzen Gürtel


© Oliver Jahr

Norderstedt (em) Schon seit seiner Kindheit interessiert sich Colin De Silva für Karate. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er im niedersächsischen Schneverdingen, wo er mit elf Jahren im örtlichen Karate-Verein anfing und später auch als Trainer tätig war. Da lag es für ihn nahe, nach dem Abitur Sportwissenschaften zu studieren.

Allerdings wurde mir schnell klar, dass ich damit nicht viel machen konnte“, erzählt der 37-Jährige mit einem Lachen. Also entschloss er sich, nach seinem Zivildienst Medizin zu studieren und zog dafür nach Hamburg. 2013 machte er seinen Doktortitel und praktizierte nach einer Tätigkeit am Albertinen-Krankenhaus zunächst in einer Hausarztpraxis an der Ohechaussee. Seit 2018 ist er in einer chirotherapeutischen Schwerpunktpraxis in der Ochsenzoller Straße tätig. Darüber hinaus hat sich De Silva auf Sportmedizin und Chirotherapie spezialisiert und betreibt seit 2015 zusätzlich eine sportmedizinische Praxis.

Seiner Liebe für Karate ist er in all der Zeit treu geblieben und trägt inzwischen den schwarzen Gürtel. Bereits zu Studienzeiten zog er nach Hasloh und wechselte zum dortigen Sportverein. Dort ist er bis heute als aktiver Wettkämpfer tätig und reist oft zu Turnieren – und das nicht nur als Teilnehmer. Sein berufliches Wissen stellt Colin De Silva seit 2013 dem Deutschen Karate Verband als Wettkampfarzt zur Verfügung und betreut auf Turnieren die Karateka.

„Wegen Corona fanden zuletzt allerdings nicht viele Veranstaltungen statt. Dieses Jahr bin ich mehr als Dozent im Verband tätig“, sagt der Sportmediziner. In der Vor-Corona-Zeit war er oft im Land unterwegs und auch schon bei internationalen Turnieren in Großbritannien dabei. Über Karate hat Colin De Silva auch seine Ehefrau kennengelernt, mit seinen zwei Töchtern wohnt das Paar inzwischen in Garstedt, ist aber weiterhin im TuS Hasloh aktiv.

„Seit die Kinder da sind, habe ich meine Aktivitäten etwas zurückgeschraubt, bin nur noch vier bis fünf Mal im Jahr bei Wettkämpfen dabei“, sagt De Silva. Den Umzug nach Norderstedt hat er nicht bereut: An seiner Wahlheimat schätzt er sehr, dass die Stadt sehr grün ist. „Ich bin gern im Stadtpark unterwegs. Es gibt dort tolle Angebote für Kinder. Außerdem erkunde ich mit dem Fahrrad gern die Umgebung.“

Kontakt: Dr. med. Colin De Silva,
Ochsenzoller Str. 181 in Norderstedt
Tel. 0160/ 34 79 806,
E-Mail: dr.med.c.de.silva@gmail.com

„51 Jahre - 51 Menschen“ ist eine Serie der EGNO - Entwicklungsgesellschaft Norderstedt in Kooperation mit den städtischen Gesellschaften Norderstedts. Alle Artikel unter www.egno.de/51

Text und Foto: © Oliver Jahr
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EGNO | 51 Menschen

Marlies Rathsack: Immer im Einsatz für ihre Mitmenschen


© Oliver Jahr

Norderstedt (em) Marlies Rathsack ist Helferin aus Leidenschaft. Sie setzt sich stets dort ein, wo andere Menschen Unterstützung benötigen – sei es im Sanitätsdienst oder bei Naturkatastrophen. So war sie bereits 2002 mit dem Norderstedter Rettungsdienst KBA beim Elbe-Hochwasser in den betroffenen Gebieten, und auch nach den jüngsten Überschwemmungen im Südwesten stellte sie in Erftstadt in Nordrhein-Westfalen ihre Fähigkeiten zur Verfügung.

„Ich hatte schon immer ein Hilfs-Faible“, sagt Marlies Rathsack. Sie kommt aus Mecklenburg-Vorpommern und zog für ein Studium der Verwaltungswissenschaften nach Altenholz bei Kiel. Dort lernte sie einen Kommilitonen aus Norderstedt kennen, der sie mal zum Sanitätsdienst beim KBA e.V. „mitschleppte“. Dort fing sie dann als ehrenamtliche Helferin an, hat später von ihrem Chef beim Rettungsdienst eine Ausbildung als Rettungssanitäterin ermöglicht bekommen und ist seitdem viel unterwegs – auch bei Castor-Transporten war sie schon als Sanitäterin dabei.

Norderstedt hatte es ihr schon damals sehr angetan, sodass sie auch beruflich hier anfing. Zunächst war sie im Sozialamt tätig, später wechselte sie dann zur Bundesagentur für Arbeit und machte eine Sonderfortbildung für den Umgang mit Suchtkranken und Opfern häuslicher Gewalt. 2015 fing sie als Migrationsbeauftragte der Arbeitsagentur für den Kreis Segeberg an und kümmert sich zusätzlich um die Berufsberatung für junge Menschen. „Ich freue mich immer, wenn ich Menschen, die es nicht leicht hatten, in eine Ausbildungsstelle vermitteln kann“, sagt Marlies Rathsack.

Für Ärzte ohne Grenzen und andere Hilfsorganisation war sie zeitweise schon im Irak und in Afghanistan, seit Beginn der Corona-Pandemie hilft sie im Test- und mittlerweile auch im Impfzentrum aus. Woher nimmt sie die ganze Energie? „Ich freue mich über jedes Dankeschön und jedes Lächeln, dass ich von den Menschen erhalte – das gibt mir so viel zurück und führt Kraft zu, um mich auch weiter für die Menschen einzusetzen.“

Die Entscheidung, nach Norderstedt zu ziehen, war für Marlies Rathsack genau richtig: „Es gibt hier so viele tolle und engagierte Menschen. Wer mal einen Aufruf nach Hilfe startet, erhält ganz viele Rückmeldungen. Norderstedt trägt zurecht den Titel einer engagierten Stadt.“
Kontakt: KBA - Rettungsdienst
Schleswig-Holstein gGmbH
Tel. 040/ 529 00 30

„51 Jahre - 51 Menschen“ ist eine Serie der EGNO - Entwicklungsgesellschaft Norderstedt in Kooperation mit den städtischen Gesellschaften Norderstedts. Alle Artikel unter www.egno.de/51

Foto und Text: Oliver Jahr
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WEP

Walken und talken – Berufliche Zukunft beim Spaziergang besprechen


© Waltraut Hinz-Hass

Die WEP Beratungsstelle Frau & Beruf bietet ein neues Beratungsformat an: Walk & Talk. Was aus der Corona-Situation heraus als alternative Beratungslösung geboren wurde, führen die Frau & Beruf - Beraterinnen von der WEP Wirtschaftsförderung in Tornesch jetzt nach der Feriensaison als zusätzliches Angebot fort: die berufliche Zukunft mit ratsuchenden Frauen beim Spaziergang besprechen. Damit können Martina Pichon und Stefanie Pöppelmann alle Frauen, die sich beruflich neu aufstellen oder umorientieren möchten, risikoarm im Freien beraten - umgeben von schöner Natur.

Auch in Corona-Zeiten suchen Frauen Möglichkeiten, nach der Familienzeit oder längerer Krankheitspause wieder ins Berufsleben einzusteigen, sich beruflich umzuorientieren oder sogar ganz neu anzufangen. Mit den Corona-Lockdowns konnte die WEP die individuellen Frau & Beruf-Beratungen jedoch nicht mehr wie gewohnt von Angesicht zu Angesicht anbieten. Rathäuser und alle anderen Räume von Kooperationspartnern, in denen die Beratungen normalerweise regelmäßig stattfinden, waren und sind teils noch immer für Publikumsverkehr geschlossen. Um dennoch für die Frauen da zu sein, schwenkten Pichon und Pöppelmann auf telefonische Beratung um.

Im Frühsommer entstand mit Frau & Beruf-Kolleginnen anderer Kreise eine weitere Idee, das Walk & Talk. „Das haben wir begeistert übernommen und inzwischen sehr erfolgreich durchgeführt“, berichtet Pichon. Langes Tannen in Uetersen, Liether Wald in Elmshorn – überall in den kreisweiten Beratungsorten, so die Beraterin, gebe es schöne Flecken zum Gehen und Reden. Die Natur wirke inspirierend und beruhigend zugleich und Bewegung sei gut für die Problemlösung. Es gebe meistens Bänke, um sich zu setzen und ein paar Notizen zu machen, und während des Gehens könne man auch wichtige Gesprächsinhalte mit dem Handy aufzeichnen. „Notwendig“, betont Pichon, „ist es allerdings nicht, dass die beratene Frau sich Notizen macht. Denn nach jeder Beratung, auch nach dem Walk & Talk, erhält sie von uns eine persönliche Mind Map mit allen wichtigen Informationen, die wir besprochen haben.“

Zurzeit bietet Frau & Beruf Beratungstage und auch Spontantermine an. Die ratsuchenden Frauen können zwischen Telefonberatung und Walk & Talk wählen.

Mehr Information und Anmeldung

WEP Beratungsstelle Frau & Beruf
Martina Pichon, Stefanie Pöppelmann
Telefon (04120) 707765
frau-beruf-pi@wep.de
www.wep.de
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WEP

Smart Factory Elmshorn meistert Corona-Zeit und feiert Eventnight 4.0


© Smart Factory

Trotz Corona-Lockdowns: Die Erfolgskurve für die Smart Factory Elmshorn geht langsam, aber stetig nach oben. Das berichtete Vartan Galstyan, einer der beiden Geschäftsführer und Gründer des im Juli 2020 im Heinrich-Hertz-Gewerbepark eröffneten Coworking Space, am 12. August anlässlich einer Eventnight 4.0. „Wir sind zufrieden und optimistisch“, sagte er.

Es war seit langem die erste Gäste-Veranstaltung in der innovativen, vom amerikanischen New Work inspirierten Arbeitswelt. Interessierte, Nutzer sowie Mitglieder und Förderer der Smart Factory genossen Small Talk und Netzwerken, verfolgten zwei Vorträge zum Thema Digitalisierung und ließen sich von Galstyan und Mitgeschäftsführer Paul März über Neuigkeiten informieren.

Künstliche Intelligenz und die Arbeitswelt

Lars Kobialka von M Works - Die Maschinenfinder reiste in seinem Referat zum Thema Industrie 4.0 von der Zeit der Dampfmaschine durch alle technischen Revolutionen hindurch bis zum selbstlernenden Roboter der gerade beginnenden Ära der Künstlichen Intelligenz (KI). Dabei beleuchtete er die großen Chancen der KI ebenso, wie die Angst vor einem möglichen Kontrollverlust des Menschen über die KI. Was das Zeitalter 4.0 für die Menschen im Arbeitsleben bedeutet, verdeutlichte Britta Beste von der Beratungsagentur Beste Coaching. Es werde eine große Umorientierung nötig sein. Lösungen speisten sich nicht mehr aus Wissen, Erfahrung und Routine, sondern aus permanenter Veränderung und täglich neuem Lernen.

Auf und Ab von Lockdown und neuen Angeboten

Umorientieren mussten sich auch die Smart Factory- Gründer in ihrem ersten Geschäftsjahr: Corona forderte sie heraus. Statt mit ihrem Ort für gemeinsames Arbeiten einen furiosen Start hinzulegen, mussten sie in den Corona-Modus schalten. Hygienekonzepte, Nutzerbegrenzungen, Stornierungen, kaum Buchungen. „Wir hatten zwei Monate nach Eröffnung ziemliche Bauchschmerzen“, erinnerte sich Galstyan.

Doch mit einem neuen Angebot, den Corona gerechten Besprechungsbüros, trafen sie den Nerv vieler Firmen und Verwaltungen und waren im Oktober ausgebucht. Auch das Interesse an den separaten gläsernen Büroräumen wuchs. Und - ganz neu – Studenten mieteten Arbeitsplätze, um in Ruhe und gefahrlos für ihre Prüfungen lernen zu können. Daraus entstanden der Studentenpass und die Idee, künftig auch Schüler und Auszubildende anzusprechen. Der zweite Lockdown beendete diesen Aufwärtstrend abrupt. „Stornierungen und Buchungsrückgang stiegen analog zu den Inzidenzzahlen“, berichtete Galstyan.

Bis heute fehlt die Nachfrage nach Einzelarbeitsplätzen an langen Tischen oder Einzelschreibtischen. „Die Leute haben einfach noch Angst vor sozialen Kontakten“, so Galstyan, „dabei haben wir ein striktes Hygienekonzept und so gut wie alle Mieter sind geimpft. Vor zwei Monaten hatte eines unserer Förderunternehmen hier sogar eine Impfaktion für die Nutzer der Arbeitsplätze angeboten.“

Lichtblick mit gläsernen Büroräumen und Blick auf morgen

Ein Lichtblick hat sich bei den gläsernen Büroräumen gezeigt. Die Nachfrage der Firmen stieg von Dezember 2020 bis April 2021 derart, dass zusätzliche Räume gebaut werden mussten. „Wir konnten Jahresmietverträge mit zehn Firmen abschließen“, verrät Galstyan. Etwa 40 Menschen - Betriebsangehörige unterschiedlicher Branchen, Selbstständige und Beschäftigte der Kreisverwaltung - arbeiten seitdem in den gut ausgestatteten Büros und genießen das Netzwerken und die Inspiration des Coworkings.

Genutzt haben die jungen Betreiber der Smart Factory die Corona-Zeit auch, um sich für die Zukunft zu rüsten. Sie investierten zum Beispiel in Internetleitungen und Schulungsräume, entwickelten neue Geschäftsideen. „Wir würden gern mit anderen Spaces kooperieren und beteiligt sein an der Gesamtentwicklung der neuen Arbeitswelt“, wünscht sich Galstyan. Und noch einen Wunsch hat er: Dass möglichst bald nicht nur die Inzidenzzahlen allein die Corona-Regeln bestimmen.

Mehr Information zur Smart Factory unter
www.smartfactory-elmshorn.de

Foto: Ein Jahr Smart Factory, ein Jahr Corona - hinter Vartan Galstyan und Paul März liegt ein mühevoller Anfang.
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WEP

Betriebe erhalten Förderung für Messeauftritt


© PreussMesse

Der Bund erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen den Neustart auf Messen. Bei ihrer Teilnahme als Aussteller auf in Deutschland stattfindenden internationalen Messen erhalten sie eine finanzielle Unterstützung.

Das Geld fließt aus einem Förderprogramm, das das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Messewirtschaft (AUMA) aufgelegt hat. Es soll helfen, das Exportmarketing der Unternehmen zu stärken.

Das Programm startet im Oktober 2021 und soll bis Ende 2022 laufen. Teilnehmen können Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von maximal 50 Mio. Euro. Möglich ist ein Zuschuss von bis zu 12.500 Euro für die Miet- und Aufbaukosten eines Messestandes.

Sabine Lewin, Geschäftsführerin von PreussMesse in Holm, begrüßt diese Initiative: „Das ist für die Unternehmen gut, und das ist für die Messebauer und die Messegesellschaften gut. Das Messegeschehen hat es bitternötig, aus der Corona-Betäubung herausgeholt zu werden. Denn ginge der weltweit bedeutende Messestandort Deutschland verloren, ginge unserem Land - und natürlich auch unserer Region - ein wichtiger Wirtschaftsfaktor verloren. Davon betroffen wäre Deutschland auch als Export-Weltmeister.“

Weitere Information zur Förderung unter www.bafa.de
Liste der förderfähigen Veranstaltungen unter Förderfähige Veranstaltungen
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Stadtwerke Norderstedt

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher zu Besuch bei den Stadtwerken Norderstedt


© Stadt Norderstedt

Inhalt des Treffens mit Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder und der Werkleitung war ein Austausch auf höchster Ebene zu den Themen Daseinsvorsorge, Klimaziele und Ausbildung künftiger Fachkräfte.

Vor ziemlich genau 22 Jahren haben die Stadtwerke Norderstedt mit der Entscheidung wilhelm.tel zu gründen und ein eigenes Glasfasernetz zu bauen bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Bis heute ist das Norderstedter Versorgungsunternehmen in einer Disziplin nicht besonders gut: abwarten. „Wir haben die Dinge schon immer gern nach unseren eigenen Vorstellungen gestaltet. Seit 2010 haben wir in fast allen Norderstedter Haushalten Smart Meter installiert, seit 2012 bilanzieren wir unsere CO2 Emissionen und stellen sie neutral und seit 2013 haben wir in der Metropolregion das bundesweit größte öffentliche WLAN-Netz aufgebaut“, resümiert Theo Weirich, Werkleiter Vertrieb und Kommunikation der Stadtwerke Norderstedt.

Daseinsvorsorge umfasst die Bereitstellung der für ein menschliches Dasein als notwendig erachteten Güter und Dienstleistungen und beeinflusst als solche unmittelbar und nachhaltig das Zusammenleben der Menschen innerhalb eine Kommune oder Region „Die Stadtwerke Norderstedt sind Vordenker und Innovationstreiber für unsere städtischen Infrastrukturen, aber auch über Norderstedt hinaus. Und sie prägen mit ihrer Leistungsfähigkeit und ihrem Ideenreichtum die Lebensqualität in Norderstedt maßgeblich“, erklärt Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder. „Mit der Hansestadt Hamburg, unserem direkten Nachbarn, verbindet uns nicht nur die geografische Nähe. Große Teile des Glasfasernetzes von wilhelm.tel verbinden auch die Menschen in der Hansestadt miteinander und das jüngst erfolgreich abgeschlossene Forschungsprojekt „NEW4.0 – Norddeutsche Energiewende“ hat deutlich gemacht, wie eng Schleswig-Holstein als Windstromerzeuger und Hamburg als Industrie- und Handelsstandort miteinander verbunden sind“, so Roeder weiter. „Ich bin stolz darauf, dass wir mit den Stadtwerken Norderstedt über ein sehr leistungsfähiges Unternehmen verfügen, dass weit in die Region strahlt und in vielen Dingen Vorreiter und Vorbild ist.“

In den kommenden Jahren legen die Stadtwerke Norderstedt den Schwerpunkt auf eine nachhaltige Ausrichtung ihrer Infrastrukturen. Bei ihrem Vorhaben, die Stadt Norderstedt unter Berücksichtigung der städtischen Klimaziele zuverlässig und wirtschaftlich mit Energie zu versorgen, folgen die Stadtwerke Norderstedt einer auf Basis der lokalen Gegebenheiten entwickelten Strategie. „Biomasse steht für Norderstedt nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung, der Einsatz alternativer Gase wie Wasserstoff erfordert noch etwa 10 Jahre Entwicklungszeit“ erläutert Nico Schellmann, Werkleiter Netze und Technik nach dem Ausschlussprinzip. „Unser künftiges Energie- und Wärmekonzept orientiert sich folgerichtig an der urbanen Nutzung der Solarenergie“, sagt Schellmann abschließend.

Für seinen Rundgang nahm sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher viel Zeit, um sich zu informieren. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung der Stadtwerke Norderstedt und der zugehörigen Unternehmen und Marken wilhelm.tel, Stadtpark Norderstedt, Verkehrsgesellschaft Norderstedt, ARRIBA Erlebnisbad und MobyKlick folgte ein Besuch der betriebseigenen Ausbildungswerkstatt. Tschentscher zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Ausbildung und der Kompetenz der Auszubildenden, die dem Hamburger Bürgermeister einige ihrer Tätigkeiten, wie die Verarbeitung von Glasfasern, 3D-Druck, Drohnenfliegen und die Produktion von Ausbildungsvideos, höchstpersönlich vorstellten. Die Gewinnung und Ausbildung der Nachwuchskräfte sei anspruchsvoll und erfolgversprechend zugleich, die Erweiterung der Ausbildungshorizonte beispielhaft, so Tschentscher. Ein besonderes Highlight war der anschließende Einblick in die Netzleitwarte, das technische Herzstück der Norderstedter Infrastruktur. Hier laufen alle Informationen der Infrastrukturen für Energie, Wasser und Telekommunikation zusammen und werden von hochspezialisierten Fachkräften für eine zuverlässige Versorgung der 81.000 Norderstedter:innen weiterverarbeitet. Die Leistung bei der Integration der Sektoren sowie der hohe Anteil und die Qualität der Eigenleistungen verdiene Respekt und Anerkennung, so Bürgermeister Tschentscher abschließend.

Foto: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher informiert sich in der Ausbildungswerkstatt der Stadtwerke Norderstedt über die Verarbeitung von Glasfasern. (Foto: Stadt Norderstedt)
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EGNO Entwicklungsgesellschaft Norderstedt mbH

Christian Findeklee: Norderstedt mit dem Zirkel entdeckt


© Volker Puchalla

Norderstedt (em) Für den 48-jährigen Dr.-Ing. Christian Findeklee war bereits vor 20 Jahren klar: „Ich wollte schon immer für Philips im Rahmen der faszinierenden Magnetresonanztomographie arbeiten. Ich bekam den Job – und damals suchten wir einen Ort zum Wohnen und Leben. Da haben wir mit dem Zirkel um Philips am Flughafen einen Kreis von zehn Kilometern gezogen und kamen prompt auf Norderstedt. Rückblickend war dies die richtige Entscheidung. Die mittlerweile vierköpfige Familie fühlt sich hier wohl, wir sind Norderstedter – zusammen mit Hund Dexter“, lächelt Christian Findeklee, der seither bei jedem Wetter mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Hamburg fährt.

In dieser langen Zeit hat er viele Ehrenämter übernommen und ist hier sehr aktiv. „Das Ehrenamt wird heute leider immer mehr zum Luxus. Menschen, die ihre Angehörigen pflegen oder schlecht bezahlte und oft auch alleinerziehende Angestellte schuften heute ungewollt zum Wohle der Allgemeinheit. Auch darum werden es immer weniger, die in Vereinen, Verbänden oder auch privat einfach helfen können“, zieht Findeklee Bilanz. „Ich habe eine tolle Familie, die mich dabei unterstützt und einen Beruf, der mir diese ehrenamtliche Arbeit auch erlaubt.“

Ehrenamt – das wurde ihm schon von seinen Eltern vorgelebt. Sie gründeten eine Nachbarschaftshilfe, die ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an hilfesuchende Menschen vermittelte.„Besonders geprägt hat mich damals, dass wir in einem Buchholzer Altenheim das Weihnachtsfest organisierten und damit den Bewohner:innen eine riesige Freude bereiteten“, so Findeklee. Später übernahm er als Sohn viele ehrenamtliche Tätigkeiten – ganz nach dem Vorbild seiner Eltern. So organisiert der begeisterte Kunstturner (seine Lieblingsdisziplinen sind Barren und Boden) nach seiner aktiven Zeit zahlreiche Sportveranstaltungen.

Im Chor „Paula Cantat“ der Emmaus-Gemeinde in Norderstedt oder zeitweise als aushilfsweiser Grundschullehrer in Physik, ist der gelernte Ingenieur in und rund um Norderstedt aktiv. Darüber hinaus engagiert er sich im Repair Café, wo er sich meist um elektrische Geräte oder Fahrräder kümmert. „Es macht mir sehr viel Freude und mächtig viel Spaß, anderen Menschen zu helfen. Die Möglichkeiten dazu sind zahlreich und eröffnen sich meist ganz von selbst.“

„51 Jahre - 51 Menschen“ ist eine Serie der EGNO - Entwicklungsgesellschaft Norderstedt in Kooperation mit den städtischen Gesellschaften Norderstedts. Alle Artikel unter www.egno.de/51

Foto + Text: Volker Puchalla
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SMB International

SMB International erweitert Geschäftsführung


© SMB International

Quickborn (em) Zum ersten September 2021 bekommt die SMB International GmbH eine Doppelspitze: Zukünftig wird Dr. Arne Dethlefs gemeinsam mit dem langjährigen Geschäftsführer Dipl.-Ing. und Kaufmann Andreas Heckel die Geschicke des System- und Anlagenbauers aus Quickborn leiten. Hintergrund der Personalentscheidung ist unter anderem das starke Wachstum der vergangenen Jahre, das SMB International zu einem der führenden Unternehmen für individuelle Prozesslösungen und Großprojekte der Intralogistik gemacht hat. Für das neue Führungsduo geht es nun darum, die bestehenden Stärken weiter auszubauen und eine solide Grundlage für langfristigen Erfolg und nachhaltiges Wachstum zu schaffen.

Zum aktuellen Portfolio des System- und Anlagenbauers mit einer über fünfzigjährigen Geschichte gehören Abfüllanlagen, Lagersysteme, Palettierer, Robotik, Fördertechnik und Schiffsbeladeanlagen, die vornehmlich am Standort Quickborn bei Hamburg entwickelt, konstruiert und produziert werden. In den letzten Jahrzehnten konnte sich das Unternehmen zunehmend auch auf dem Weltmarkt positionieren: Zahlreiche Großprojekte wurden und werden im Unternehmen produziert, namenhafte Kunden ordern vermehrt Komplettlösungen im Bereich Lagersysteme und Palettieranlagen. Dies soll durch die internationale Erfahrung des zweiten Geschäftsführers weiter verstärkt werden: Dr. Arne Dethlefs wird dabei einen besonderen Blick auf die Prozesse und Strukturen richten, die den Erfolg des Unternehmens sichern und nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Als früherer Produktionsleiter und Geschäftsführer einer amerikanischen Gesellschaft verfügt er über fundierte Erfahrungen im produzierenden Mittelstand und kennt sich mit dem Auslandsgeschäft bestens aus.
Fundiert ist auch sein wissenschaftlicher Hintergrund: Im Anschluss an ein Maschinenbau-Studium an der TU Hamburg und in Schweden forschte der gebürtige Niedersachse an der TU Berlin sowie am Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik. Nach seiner Promotion zum Dr.-Ing. wurde er zunächst Produktionsleiter der Firma Garz & Fricke in Hamburg und später CEO einer Gesellschaft des Unternehmens in den USA. An seiner neuen Tätigkeit für SMB International reizen Dr. Arne Dethlefs vor allem die Komplexität und Vielseitigkeit der Aufgabe – deckt SMB mit seiner hohen Fertigungstiefe und großen Entwicklungskompetenz doch ein sehr breites Spektrum ab. Hier wird er auch seine große Erfahrung im Bereich der Automatisierung einbringen können. „Mich begeistern generell Unternehmen aus dem Mittelstand, in denen komplette und komplexe Anlagen entstehen, Innovationen schnell umgesetzt werden können und alle Beteiligten mit großer Leidenschaft bei der Sache sind“, so Dr. Dethlefs. „Bei SMB International sehe ich das zu einhundert Prozent gegeben und freue mich schon sehr auf die neuen Aufgaben und die Zusammenarbeit mit den Spezialisten!“
Der Einstieg von Dr. Dethlefs kommt zu einem guten Zeitpunkt in der Firmengeschichte: Sehr viele Neuentwicklungen haben sich bewährt und beständig werden umfangreiche Großprojekte für große namhafte Kunden umgesetzt. Entsprechend steigt die Nachfrage nach SMB-Systemen und -Anlagen stetig an und das Unternehmen kann – trotz Corona – einen großen Auftragsbestand verzeichnen. Gleichzeitig hat sich die Mitarbeiterzahl innerhalb der letzten 20 Jahre fast verzehnfacht, womit auch bei SMB International die Fachkräfte- und Nachwuchsgewinnung in den Fokus rückt. Vor allem Geschäftsführer Andreas Heckel wird das Thema Personal zukünftig noch stärker zur „Chefsache“ machen. Darüber hinaus bleibt er weiterhin zuständig für Auslandsgeschäfte, Vertrieb und Finanzen sowie Geschäftsführer der MBA Instruments GmbH, dem Spezialisten für Füllstandsmesstechnik und Leitfähigkeitsmessung. Als Spezialisten für Automatisierung und Instrumentierung treten SMB und MBA seit 2008 gemeinsam unter dem Dach der SMB Group auf. Ihre ausgeklügelten Lösungen im System- und Anlagenbau sind bei Industriekunden gefragt und setzen immer wieder neue Maßstäbe im Bereich der Intralogistik.

SMB International: Die Experten für Intralogistik und betriebliche Großprojekte bieten weltweit Komplettlösungen aus einer Hand
Bei SMB International wird Intralogistik großgeschrieben – das Unternehmen ist führend bei der Planung, Entwicklung und Herstellung maßgeschneiderter Systeme und Anlagen: Lagersysteme, Palettierer, Robotik, Fördertechnik, Abfüll- und Schiffsbeladeanlagen. Ganz bewusst hat sich das Unternehmen für einen hohen Anteil an Eigenfertigung an ihrem Standort in Quickborn bei Hamburg entschieden. Auch umfangreiche Projekte wie die Errichtung einer kompletten Fabrik können so schnell, gezielt und mit gleichbleibend hoher Qualität realisiert werden – und das weltweit. Die eigene Konstruktion und Produktion sowie die Programmierung mit Softwarelösungen bilden die Grundlage für die hohe Fertigungstiefe, mit der Individualität, Qualität und Zuverlässigkeit gewährleistet werden können. Serviceteams arbeiten national und international an umfangreichen bestehenden Systemen und Anlagen. Das weltweit operierende Vertriebsnetz sorgt für eine schnelle und zielführende Information und Koordination.

Foto: Dr. Arne Dethlefs und Dipl-Ing. Andreas Heckel
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