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Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow
Muss eine Kündigung Gründe enthalten – und was bedeutet das im Kündigungsschutzprozess?
Bad Segeberg. Wer eine Kündigung in der Hand hält, schaut meist zuerst auf das „Warum“. Und wer kündigt, fragt sich häufig: Sollte ich den Grund lieber gleich ins Schreiben aufnehmen – oder lasse ich das besser? Die kurze Antwort lautet: Im Regelfall muss das Kündigungsschreiben keine Begründung enthalten. Entscheidend wird der Kündigungsgrund oft erst im Kündigungsschutzprozess – dort aber mit voller Wucht.
Dieser Beitrag erklärt praxisnah (für Arbeitgeber und Arbeitnehmer), wann Gründe im Kündigungsschreiben erforderlich sind, welche Ausnahmen es gibt und wie sich das Fehlen einer Begründung im Verfahren vor dem Arbeitsgericht auswirkt.
1) Ausgangspunkt: Schriftform ja – Begründung meistens nein
Eine Kündigung beendet ein Arbeitsverhältnis nur wirksam, wenn sie schriftlich erklärt wird (Papier, Originalunterschrift).
Eine generelle Pflicht, den Kündigungsgrund im Kündigungsschreiben zu nennen, gibt es d
16.12.2025
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow
Krankschreibung nach Kündigung: Was Arbeitgeber jetzt wissen und beachten sollten
Bad Segeberg. Die Situation ist in vielen Unternehmen ähnlich: Die Kündigung ist ausgesprochen, das Arbeitsverhältnis läuft in der Kündigungsfrist aus – und nur kurze Zeit später liegt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) auf dem Tisch. Oft deckt sie zufällig genau die restliche Kündigungsfrist ab. Für viele Arbeitgeber drängt sich dann die Frage auf: Ist das Zufall oder Missbrauch? Und vor allem: Muss ich als Arbeitgeber jetzt wirklich Entgeltfortzahlung leisten?
Die Rechtsprechung hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der Krankschreibung nach Kündigung beschäftigt und den Handlungsspielraum für Arbeitgeber spürbar erweitert. Verschiedene Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts (BAG) und der Landesarbeitsgerichte konkretisieren, wann der Beweiswert einer AU erschüttert ist und unter welchen Umständen die Lohnfortzahlung verweigert werden kann.
Für Arbeitgeber lohnt sich daher ein genauer Blick auf dieses „Dauerbrenner-Thema“ im Arbe
05.12.2025
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow
Kündigung einer schwangeren Arbeitnehmerin – Möglichkeiten für Arbeitgeber in Ausnahmefällen
Bad Segeberg (em) Es mag für das Karma schlecht sein, aber es gibt sich leider immer wieder die Notwendigkeit für Unternehmer, über die Kündigung einer schwangeren Angestellten nachdenken zu müssen. Schnell kommt die Aussage, dass das unmöglich sei, doch das stimmt nicht ganz. Hier bekommen Sie Informationen, in welchen Fällen eine solche Kündigung doch möglich ist und wie sie sich sonst von der Arbeitnehmerin trennen können.
Die Kündigung einer schwangeren Arbeitnehmerin ist in Deutschland durch das Kündigungsverbot nach § 17 Mutterschutzgesetz (MuSchG) streng reglementiert. Tatsächlich ist eine Kündigung während der Schwangerschaft grundsätzlich bis zu vier Monate nach der Entbindung unzulässig. Doch kein Grundsatz ohne Ausnahme: In besonderen Fällen geht es eben doch. Diese setzen aber eine sorgfältige rechtliche Prüfung und die Zustimmung der zuständigen Arbeitsschutzbehörde voraus. Hier kommen die notwendigen Details:
Grundsätzlich
13.01.2025
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow
Kündigung wegen Eigenbedarf – Wann ist sie rechtens?
Bad Segeberg (em) Die Kündigung eines Mietvertrags wegen Eigenbedarfs gehört zu den häufigsten und gleichzeitig umstrittensten Themen im Mietrecht. Ein neues Urteil dürfte die Diskussion um das Thema weiter anheizen. Gerade in angespannten Wohnungsmärkten wie in Lübeck, Neumünster oder Bad Segeberg kommt es immer wieder zu rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Vermietern und Mietern. Aber wann ist eine Eigenbedarfskündigung tatsächlich rechtens? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, und welche Fallstricke gibt es für Vermieter? Hier kommen ein paar wichtige Tipps:
Grundlagen: Was ist eine Eigenbedarfskündigung?
Als erstes: Was versteht man eigentlich unter einer Eigenbedarfskündigung und wo ist das geregelt?
Gemäß § 573 Abs. 2 Nr. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) kann ein Vermieter einen Mietvertrag kündigen, wenn er die Mietwohnung für sich selbst, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt. Der Eigenb
18.12.2024
Wirtschaftsrat
Wirtschaftsrat: Kündigungsausschluss im Mietrecht würde Konflikte extrem fördern
Der Wirtschaftsrat lehnt die Forderung von SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert ab, vor dem Hintergrund steigender Energiekosten einen Kündigungsausschluss im Mietrecht zu verankern und das Mietrecht selbst über die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages hinaus zu regulieren. „Aus politischem Kalkül wird hier erneut ein Konflikt herbeigeredet, der de facto so nicht existiert. Aktuell schnürt die Bundesregierung ein umfangreiches Sozialpaket – vom Energiekostenzuschuss bis hin zur Verlängerung des vereinfachten Zugangs zu den so genannten Hartz IV-Leistungen. In Deutschland muss also kein Mieter Sorge haben, infolge der derzeitigen Energiepreissteigerungen seine Wohnung zu verlieren. Zudem steht das hiesige Mietrecht für einen erwiesenermaßen mieterorientierten Kündigungsschutz. Aber das interessiert Kevin Kühnert nicht, der mit seinen Äußerungen einmal mehr die Gesellschaft spaltet und Mieter gegen Vermieter hetzt“, kritisiert Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirt
15.07.2022
Stadt Neumünster
Kündigung der Nutzungsvereinbarung mit Verein openhaart
Neumünster (em) Mitte Juli hatte Oberbürgermeister Dr. Tauras die Nutzungsvereinbarung mit dem Verein openhaart zur Überlassung der städtischen Liegenschaft in der Slevogtstraße 31 zum 31. Dezember gekündigt, damit die Beschlüsse des Planungsausschusses und der Abriss des Gebäudes im Jahr 2018 umgesetzt werden können.
Diesen Kündigungstermin hat openhaart nun quasi vorverlegt, in dem der Verein von sich aus zum 31. August 2017 gekündigt hat. „Unsere finanzielle Situation erlaubt es uns nicht, die hohe Nachzahlung für die Betriebskosten zu tilgen, so dass wir das Gebäude leider nicht bis Ende des Jahres nutzen können“, so die Projektleitung von openhaart, Roman Wagner. Der Auszug aus den Räumen in Ruthenberg findet nun also nicht erst im Winter statt.
Die vom Land geförderte Arbeit als Koordinierungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe wird der Verein auf jeden Fall fortsetzen. „Fast zwei Jahre haben wir wertvolle ehrenamtliche Arbeit für die
14.09.2017
Kreis Segeberg
Kündigungsschutz im Arbeitsverhältnis
Norderstedt (em) Im Deutschen Privatrecht herrscht der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Damit eng verknüpft ist die freie Kündbarkeit des eingegangenen Vertrages. Ausnahmen macht das Gesetz allerdings aus sozialen Erwägungen, z.B. beim Miet- und Arbeitsverhältnis. Diese Rechtsverhältnisse sind in großen Teilen als Schutzgesetze ausgestaltet. Damit soll verhindert werden, dass Familien das Dach über dem Kopf und Arbeitnehmer ihre Existenzgrundlage verlieren, ohne dass hierfür ein hinreichender Grund vorhanden ist.
Im Arbeitsrecht kann in den allgemeinen und den besonderen Kündigungsschutz unterschieden werden:
Allgemeiner Kündigungsschutz
Der „Allgemeine Kündigungsschutz“ betrifft den Schutz aller Arbeitnehmer nach dem Kündigungsschutzgesetz. Dieses Gesetz findet für alle Arbeitnehmer Anwendung, die seit mehr als sechs Monaten in einem Betrieb mit mehr als zehn Arbeitnehmern beschäftigt sind (Auszubildende werden dabei nicht berücksichtigt). Im Ge
03.07.2012