Kaltenkirchen. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten setzt ein Unternehmen aus Kaltenkirchen ein starkes Zeichen: Die HELZEL Messtechnik GmbH hat einen internationalen Großauftrag aus Indonesien in Höhe von rund zwölf Millionen Euro erhalten – und das gegen den derzeitigen wirtschaftlichen Trend. Mit diesem Auftrag sind die Auftragsbücher des Unternehmens bis Ende 2027 gefüllt.

Die Stadtverwaltung Kaltenkirchen verfolgt die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort aufmerksam und mit großem Interesse. Die Stärkung des Wirtschaftsstandorts, die Sicherung von Arbeitsplätzen sowie die Sichtbarkeit regionaler Innovationskraft sind zentrale Anliegen der kommunalen Wirtschaftsförderung. Entwicklungen wie diese zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial im lokalen Mittelstand steckt.

Im aktuellen Fall wurden zwanzig landgestützte Ozeanradarsysteme durch das indonesische meteorologische Institut BMKG bestellt. Die Systeme dienen der verbesserten Seewettervorhersage sowie der Tsunami-Frühwarnung. Damit wird Technologie aus Schleswig-Holstein künftig einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit von Menschen und Infrastruktur in einer der weltweit tsunamigefährdetsten Regionen leisten.

HELZEL Messtechnik ist seit rund 25 Jahren international tätig und auf hochmoderne Ozeanradarsysteme spezialisiert. Die Technologie ermöglicht es, Meeresströmungen, Wellenbewegungen und weitere ozeanografische Daten von der Küste aus präzise zu erfassen. Die gewonnenen Daten werden unter anderem für Umweltschutz, sichere Schifffahrt, wissenschaftliche Forschung sowie Frühwarnsysteme bei Naturgefahren genutzt.

Der Auftrag aus Indonesien steht zugleich für eine enge internationale Kooperation im Bereich moderner Sicherheitstechnologie. Nach der verheerenden Tsunami-Katastrophe im Jahr 2018 investiert Indonesien verstärkt in leistungsfähige Frühwarnsysteme, um Naturereignisse künftig besser vorhersagen und Menschenleben schützen zu können.

Bürgermeister Stefan Bohlen ordnet die Entwicklung wie folgt ein: „Dieser Großauftrag ist ein hervorragendes Beispiel für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands aus Schleswig-Holstein. Dass Hightech-Kompetenz aus Kaltenkirchen weltweit gefragt ist und ein Unternehmen hier vor Ort einen Auftrag dieser Größenordnung gewinnt, ist ein starkes Signal für unseren Standort. Gleichzeitig sorgt dieser Erfolg für Planungssicherheit und sichere Arbeitsplätze in unserer Stadt.“

Minister Claus Ruhe Madsen sieht positive Auswirkungen für das ganze Land: „Unser starker Mittelstand ist das Rückgrat der Wirtschaft und sorgt seit jeher für Wertschöpfung und damit sichere und attraktive Arbeitsplätze. HELZEL Messtechnik GmbH aus Kaltenkirchen mit seinen Hightech-Produkten "made in Schleswig-Holstein" ist dafür ein Paradebeispiel. Das Unternehmen zeigt Innovationskraft, die dafür sorgt, dass die positive Entwicklung weitergeht. Davon profitiert Kaltenkirchen, aber auch ganz Schleswig-Holstein."

Auch bei HELZEL Messtechnik bewertet man den Auftrag als wichtigen Meilenstein für das Unternehmen. „Der Auftrag aus Indonesien, den wir gegen eine starke Konkurrenz gewonnen haben zeigt, dass unsere Anstrengungen der Systementwicklung erfolgreich waren. Aktuell sind unsere Systeme die einzigen weltweit, die nicht nur die für die Umwelt wichtigen Parameter erfassen können, sondern gleichzeitig auch helfen die natürlichen Ressourcen, wie sensible Ökosysteme zu schützen. Dies ist möglich, da unsere Systeme auch Schiffe erfassen können und so erkennen, wenn unerlaubt geschützte Bereiche befahren werden. Diese ungewöhnliche Eigenschaft führt aktuell zu einer erhöhten Nachfrage, die von unserem Team in der Fertigung und Projektbetreuung kaum noch zu bewältigen ist.” 

Foto (von links nach rechts): Stefan Bohlen (Bürgermeister), Matthias Kniephoff (Geschäftsführender Gesellschafter Managing Partner), Leif Petersen (Managing Director), Thomas Helzel (Gesellschafter/Partner), Ole-Christopher Plambeck (Landtagsabgeordneter) © Stadt Kaltenkirchen