Kaltenkirchen. In Kaltenkirchen ist der erste Durchgang des Projekts SDG-Scouts® erfolgreich abgeschlossen worden. Mehrere Betriebe aus dem Stadtgebiet, darunter auch die Stadtverwaltung Kaltenkirchen, beteiligten sich an der Initiative, bei der Auszubildende zu Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten qualifiziert werden. 

Am Montag, 16. Februar, erhielten die Teilnehmenden der Stadtverwaltung im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung ihre Zertifikate und präsentierten ihre Projektarbeiten. Gleichzeitig wurde die Stadt Kaltenkirchen offiziell als Ausbilderin im Rahmen des Projekts zertifiziert. Grundsätzliches Ziel ist es, Nachhaltigkeit dauerhaft in der Ausbildung zu verankern und das lokale Netzwerk weiter auszubauen. 

Im Rahmen des ersten Durchgangs ihres Praxisprojekts haben die Auszubildenden der Stadt das Themenfeld Abfallmanagement gewählt. Sie entwickelten ein ganzheitliches Maßnahmenkonzept, das das Rathaus, die Stadtbücherei sowie den Baubetriebshof gleichermaßen einbezieht.

Ziel des Projekts ist es, Abfallmengen nachhaltig zu reduzieren, bestehende Prozesse effizienter zu gestalten und zugleich das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen im beruflichen Alltag zu stärken. Die Umsetzung ist für März vorgesehen und wird seitens der Stadt aktiv begleitet und unterstützt.

„Nachhaltigkeit beginnt im Alltag – und genau dort setzen unsere SDG-Scouts® an. Ich bin stolz darauf, dass wir als Stadt diesen Weg gemeinsam mit engagierten Betrieben und motivierten Auszubildenden gehen“, betont Bürgermeister Stefan Bohlen. „Wir wollen weiter als Vorbild in der Nachhaltigkeitsbildung vorangehen und würden uns freuen, wenn das Kaltenkirchen-Cluster künftig weiter wächst.“ 

Das Projekt SDG-Scouts® orientiert sich an den siebzehn Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs). Es vermittelt Auszubildenden praxisnahes Wissen und befähigt sie, eigenständig Nachhaltigkeitsprojekte in ihren Betrieben zu entwickeln und umzusetzen. Besonders wertvoll ist dabei der direkte Transfer in den Berufsalltag: Die Teilnehmenden lernen, ökologische, ökonomische und soziale Aspekte in betriebliche Abläufe einzubinden. 

Für Kaltenkirchen hat sich ein SDG-Cluster gebildet, welches Unternehmen im Sinne der Nachhaltigkeit bündelt. Die Auszubildenden des Programms vernetzen sich, es finden gemeinsame Workshops mit dem Träger BAUM e.V. statt, Synergien werden effizient genutzt. 

„Unsere Kaltenkirchener Unternehmen sind aktiv vernetzt und immer an innovativen Ideen interessiert. Das SDG-Cluster zeigt einmal mehr, wie schnell und effizient Kooperationen entstehen können“, erklärt Sabine Ohlrich von der Wirtschaftsförderung der Stadt Kaltenkirchen. Interessierte Unternehmen können sich bei der Wirtschaftsförderung über das Projekt informieren und dem Cluster für die kommende Projektrunde der SDG-Souts® beitreten. 

Mit dem erfolgreichen Abschluss des ersten Durchgangs setzt Kaltenkirchen ein klares Zeichen für nachhaltige Bildungsarbeit und die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wirtschaft.

Das SDG-Cluster Kaltenkirchen vereint engagierte Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft und Verwaltung, die sich gemeinsam für nachhaltige Entwicklung im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs) einsetzen. Zum Cluster gehören derzeit die Stadt Kaltenkirchen, Popp GmbH, WISKA Hoppmann GmbH, Cavendish & Harvey sowie die Dachdeckerei Peter Jungmichel. 

Das Cluster bietet die Möglichkeit zum fachlichen Austausch, zur Entwicklung gemeinsamer Projekte und zur Sichtbarmachung nachhaltigen Engagements in der Region. Durch die Bündelung von Kompetenzen entstehen Synergien, innovative Ansätze und konkrete Mehrwerte für Unternehmen und Stadt gleichermaßen.

Unternehmen oder Institutionen, die Interesse an einer Mitwirkung haben, können sich für die nächste Projektrunde gerne bei der Wirtschaftsförderung melden. Sabine Ohlrich, Tel.: 04191 939220, wirtschaftsförderung@kaltenkirchen.de