Artikel
Nordmetall
Frühjahrs-Konjunkturumfrage: „Reformen jetzt – sonst kein Ende der Krise in Sicht"
„Die Krise der Industrie in Deutschland geht ins vierte Jahr, und ein Ende der Rezession ist leider immer noch nicht in Sicht", resümiert NORDMETALL-Präsident Folkmar Ukena die Ergebnisse der Frühjahrs-Konjunkturumfrage 2026 der norddeutschen Arbeitgeberverbände.
„Weiter gestiegene Energie- und Materialpreise, steigende Arbeitskosten, die unvermindert schwierige Weltlage und die kaum verbesserten nationalen Rahmenbedingungen lassen keine Hoffnung aufkeimen." 152 Mitgliedsbetriebe mit rund 106.400 Beschäftigten haben sich bis Ende April an der Umfrage von NORDMETALL, AGV NORD und den Arbeitgeberverbänden in Bremen, Oldenburg sowie Ostfriesland beteiligt.
Die Kapazitätsauslastung von Maschinen und Anlagen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie sinkt danach auf einen Minimalwert von 81,4 Prozent, der nur während der Corona-Krise vor fünf Jahren und der Finanzkrise 2009/2010 noch unterboten wurde. 41 Prozent der befragten Unternehmen sehen sich nicht mehr
18.06.2026
Hamburg
Gewerbesteueroasen trockenlegen - Stadtstaaten für höheren Mindesthebesatz
Die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen machen sich mit einem gemeinsamen Antrag für einen erhöhten Mindesthebesatz von 300 Prozent bei der Gewerbesteuer stark. Die entsprechende Initiative wird morgen in den Bundesrat eingebracht. Hintergrund: Einige Unternehmen nutzen die kommunale Infrastruktur größerer Städte und Gemeinden, zahlen ihre Gewerbesteuer jedoch in Kommunen mit deutlich niedrigeren Hebesätzen.
Dadurch entgehen den Kommunen in Deutschland insgesamt bis zu einer Milliarde Euro an Steuereinnahmen. Neben den betroffenen Städten und Gemeinden werden auch diejenigen Unternehmen benachteiligt, die auf solche Tricks und ungewollte Konstruktionen verzichten.
Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Es wird Zeit, die Gewerbesteueroasen trockenzulegen. Dafür machen wir uns mit unserer gemeinsamen Bundesratsinitiative stark. Gewerbesteuerdumping ist nicht nur unsolidarisch gegenüber den Nachbarkommunen, sie fördert zudem die Entstehung von Briefka
18.06.2026
NORDMETALL
„Ohne Reformen ist die Zukunft der Industrie in Schleswig-Holstein nicht gesichert“
Hamburg/Schleswig-Holstein. „Die Krise der Industrie in Deutschland und auch in Schleswig-Holstein geht ins vierte Jahr, und ein Ende der Rezession ist leider immer noch nicht in Sicht“, resümiert NORDMETALL-Vize-Präsident Robert Focke die Ergebnisse der Frühjahrs-Konjunkturumfrage 2026 der norddeutschen Arbeitgeberverbände. „Weiter gestiegene Energie- und Materialpreise, steigende Arbeitskosten, die unvermindert schwierige Weltlage und die kaum verbesserten nationalen Rahmenbedingungen lassen wenig Hoffnung aufkeimen.“ 152 Mitgliedsbetriebe mit rund 106.400 Beschäftigten haben sich bis Ende April an der Umfrage von NORDMETALL, AGV NORD und den Arbeitgeberverbänden in Bremen, Oldenburg sowie Ostfriesland beteiligt.
Die Kapazitätsauslastung von Maschinen und Anlagen der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie sinkt danach auf einen Minimalwert von 81,4 Prozent, der nur während der Corona-Krise vor fünf Jahren und der Finanzkrise 2009/2010 noch unterboten wurde
15.06.2026
NORDMETALL
30.000 MINT-Fachkräfte fehlen im Norden – gezielte Maßnahmen nötig
In der Metall- und Elektroindustrie der fünf norddeutschen Bundesländer fehlen immer noch rund 30.000 MINT-Fachkräfte. Bundesweit sind es fast 134.000. Das zeigt der neue MINT-Report des Instituts der deutschen Wirtschaft.
„Die Metall- und Elektroindustrie ist zentral für die Technologie-, Innovations- und Verteidigungsfähigkeit unseres Landes. Deshalb müssen wir jetzt Rahmenbedingungen schaffen, die unsere Unternehmen dabei unterstützen, international wettbewerbsfähig zu bleiben. Schlanke Prozesse und eine strategisch angelegte MINT-Fachkräftesicherung haben in diesem Zusammenhang oberste Priorität“, erklärt Thomas Küll, Mitglied der Geschäftsleitung der Arbeitgeberverbände NORDMETALL und AGV NORD. Seine Forderung: „Politik und Verwaltung müssen die ‚Gießkannendenke‘ un
05.05.2026
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Immobilienmarktbericht Hamburg 2026 ab sofort verfügbar
Hamburg. Die aktuelle Ausgabe 2026 des jährlich erscheinenden „Immobilienmarktberichtes Hamburg“ steht ab sofort kostenfrei digital zum Download zur Verfügung. Der Immobilienmarktbericht gibt einen umfassenden Überblick über die Entwicklungen des Hamburger Immobilienmarktes im letzten Kalenderjahr.
Käufer und Verkäufer von Immobilien benötigen zur Einschätzung des Wertes eine neutrale Informationsgrundlage. Im „Immobilienmarktbericht Hamburg 2026“ werden Umsatz-zahlen sowie Preise von Grundstücken und Immobilien aller Art übersichtlich dargestellt. Weitere wesentliche Informationen und statistisch ermittelte Zusammenhänge ergänzen diese Auswertungen, die sich aus dem Immobilienumsatz im Jahr 2025 ergeben.
Grundlage des Immobilienmarktberichts ist – anders als bei vielen anderen Übersichten, die auf Angebotspreisen beruhen – eine Auswertung der tatsächlich notariell beurkundeten Kaufverträge und Preise. Zusätzliche flächendeckend von Käuferinnen u
30.04.2026
AGA-Wirtschaftstest
Hohe Kosten belasten Händler und Dienstleister
Der AGA-Wirtschaftstest für das erste Quartal 2026 zeigt, dass hohe Gesamtkosten die norddeutschen Händler und unternehmensnahen Dienstleister weiterhin stark belasten. Die Gewinnlage ist entsprechend angespannt. Für die kommenden sechs Monate rechnet zwar eine Mehrheit mit gleichbleibenden Umsätzen und Gewinnen, zugleich erwarten jedoch mehr als zwei Drittel der Unternehmen steigende Gesamtkosten.
AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse: "Unsere Konjunkturumfrage zeigt eine Wirtschaft im Wartestand: Von Aufbruch kann keine Rede sein, dafür sind die Umsätze und vor allem die Erträge weiterhin zu stark durch Kostensteigerungen belastet. Wer jetzt über weitere Belastungen spricht, muss sich bewusst sein, wie dünn das Fundament aktuell ist. Das gilt auch für die gerade angelaufenen Tarifverhandlungen im norddeutschen Groß- und Außenhandel. Viele Unternehmen halten sich stabil, aber sie tun das mit erheblichem Kraftaufwand und ohne echten finanziellen Spielraum. In dies
23.04.2026
IHK Nord e.V.
Sicherheit braucht belastbare Infrastruktur
Angesichts wachsender Sicherheitsbedrohungen fordert die norddeutsche Wirtschaft klare Prioritäten und schnellere Verfahren beim Ausbau strategisch wichtiger Netze und Verkehrswege. Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle Norddeutschlands als logistisches und energetisches Rückgrat der deutschen und europäischen Sicherheitsarchitektur.
Diese Position wurde auf der Norddeutschen Sicherheitskonferenz der IHK Nord in der Handelskammer Bremen deutlich. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Bundeswehr, Wissenschaft und Verbänden aus allen fünf norddeutschen Bundesländern diskutierten Norddeutschlands Rolle als strategischen Raum der deutschen und europäischen Sicherheitsarchitektur – und die steigende Verwundbarkeit zentraler Infrastrukturen.
Konkrete Vorfälle wie Drohnenüberflüge, Sabotage an Kommunikationsleitungen in der Ostsee und Cyberangriffe auf Energieunternehmen zeigen deutlich die veränderte Sicherheitslage auf. Besonders im Fokus is
15.04.2026
NORDMETALL Verband der Metall- und Elektroindustrie e.V.
M+E-Betriebe kämpfen mehr denn je um Azubis
82 Prozent der norddeutschen Metall- und Elektro-Betriebe leiden unter zu geringen Bewerbungseingängen für ihre Ausbildungsplätze – fast doppelt so viele wie in der ersten Ausbildungsumfrage von NORDMETALL und AGV NORD aus dem Jahr 2016. Die Zahl der Jugendlichen, die ihren Ausbildungsplatz nicht antreten, liegt mit 18 Prozent im Jahr 2026 um sieben Prozent höher als in der letzten Umfrage 2023. Immerhin ist die Anzahl der ungeeigneten Bewerbungen mit nur noch 54 Prozent stark rückläufig (2023: 82 Prozent). Und nur noch sieben Prozent der Auszubildenden brechen ihre Ausbildung ab, im Jahr 2023 waren es noch 20 Prozent.
Das sind zentrale Ergebnisse der alle zwei Jahre von den Arbeitgeberverbänden NORDMETALL und AGV NORD erhobenen Ausbildungsumfrage. Von Dezember 2025 bis Januar 2026 haben sich 181 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, dem nordwestlichen Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an der Umfrage beteiligt. Sie b
13.03.2026