Wirtschaft und Schule zusammenbringen zwecks einer aktiven Kooperation beim Thema Berufsorientierung und Ausbildung. Das steht auf der Wunschliste der Betriebe, die am WEP Unternehmens-Netzwerk Fachkräfte teilnehmen, seit Beginn an ganz oben. „Und genau das ist das Ziel des Unternehmens-Netzwerks Fachkräfte im Kreis Pinneberg. Wir wollen Unternehmen untereinander und mit anderen Partnern zusammenzubringen, den direkten Austausch fördern und gemeinsam Ideen für die Fachkräftesicherung entwickeln“, erklärt Susanne Heyn, WEP Projektleiterin des Netzwerkes.

Mit der 1. Dialogwerkstatt „Unternehmen und Schule“ am 22. September konnte der Wunsch der Unternehmer erfüllt werden: eine lebendige Gesprächsplattform schaffen, auf der sich aus Betrieb und Schule die zuständigen Ansprechpartnerinnen und -partner für die berufliche Orientierung und Ausbildung persönlich kennenlernen und austauschen, gemeinsam Ideen sammeln und erste kooperative Vorhaben daraus ableiten konnten.

Björn Scholz, Kreisfachberater der Beruflichen Orientierung im Kreis Pinneberg, und Susanne Heyn organisierten gemeinsam den Nachmittag, für den die Tempelmann Feinwerktechnik GmbH in Pinneberg ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und auch eine Betriebsführung anbot. In regionalen Arbeitsgruppen aus Lehrern und Unternehmensvertretern entstanden neue Perspektiven, denen viele Ideen und konkrete Kooperationsmöglichkeiten entsprangen – von Schulbesuchen und Praktika bis hin zu gemeinsamen Projekten wie Azubi-Speeddating-Formate oder praktische Unterrichtsbegleitung durch Unternehmen.

Das Urteil der Teilnehmenden fiel entsprechend positiv aus. So meinte Dr. Lars Rettig, Leiter Personal & IT der GROTH-GRUPPE: „Für uns als Ausbildungsbetrieb war die Dialogwerkstatt eine hervorragende Gelegenheit, mit den Lehrkräften der Berufsorientierung direkt ins Gespräch zu kommen. Der offene Austausch hat die Kontakte vertieft und konkrete Ideen hervorgebracht, wie wir gemeinsam Schülerinnen und Schüler noch besser bei ihrer Berufswahl unterstützen können.“

Auch Sven Kamin vom Lighthouse Wissenschaftserlebniszentrum der European XFEL GmbH lobte die Dynamik des Austausches: „Die Energie in den Arbeitsgruppen war richtig stark – wahrscheinlich, weil die Initiative mit Schulen und Mittelstand die richtigen Menschen zusammenbringt, um den Weg in den Beruf zu erleichtern. Ich bin froh, dass wir als MINT-Impulsgeber für Schulklassen und Familien dabei sein können.“

Und Björn Scholz meinte, dieser Austausch soll nicht mit der einen Veranstaltung enden. „Jetzt heißt es: Kontakte vertiefen und Ideen umsetzen, damit junge Menschen echte Einblicke in die Arbeitswelt bekommen“. „Genau das haben wir nach diesem gelungenen Auftakt geplant“, informiert Susanne Heyn und lädt weitere Unternehmen zur Beteiligung an der Dialogwerkstatt ein.

Foto: Freuen sich über den gelungenen Auftakt: v.l. Hardy Tempelmann, Susanne Heyn, Björn Scholz und Susanne Tempelmann.