Neumünster. Mit der Gründung der NordConnect GmbH am 4. Dezember 2025 haben SWN Stadtwerke Neumünster und die Stadtwerke SH eine gemeinsame Telekommunikationsgesellschaft ins Leben gerufen. NordConnect bündelt künftig Betrieb und Vertrieb der Glasfaser- und Telekommunikationsaktivitäten beider kommunaler Unternehmen – die Netze selbst bleiben weiterhin in der Hand der bisherigen Eigentümer. Ziel ist es, den Glasfaserausbau in Schleswig-Holstein noch effizienter voranzutreiben und Kundinnen und Kunden landesweit einheitliche Leistungen anzubieten.
Die NordConnect GmbH mit Sitz in Neumünster ist eine gemeinsame Betreiber- und Vertriebsgesellschaft von SWN und den Stadtwerke SH. In ihr werden die technischen und kaufmännischen Kompetenzen rund um Glasfaser und Telekommunikation gebündelt: Betrieb der bestehenden Glasfasernetze, Vertrieb von Internet-, Telefon- und TV-Produkten sowie der Kundenservice für Privat- und Geschäftskunden. Die Netze bleiben im Eigentum der kommunalen Unternehmen und werden langfristig an NordConnect verpachtet – die Infrastruktur bleibt damit in öffentlicher Hand, während Betrieb und Angebot aus einer Quelle kommen. „Mit NordConnect schaffen wir eine starke, kommunale Plattform für leistungsfähige Glasfasernetze in Schleswig-Holstein“, berichtet Michael Böddeker, Geschäftsführer von SWN. „Wir bündeln unsere Kräfte, senken Kosten und können unseren Kundinnen und Kunden einheitliche, moderne Telekommunikationsangebote bieten.“
Die Idee, die Telekommunikationsaktivitäten von SWN und den Stadtwerke SH unter einem gemeinsamen Dach zu organisieren, ist in den vergangenen Monaten in einem engen Austausch der beiden Unternehmen gereift. Schritt für Schritt wurde aus der Projektidee „NordConnect“ ein konkretes Gesellschaftsmodell. Mit dem Notartermin am 4. Dezember 2025 ist NordConnect nun offiziell als GmbH gestartet – aus dem Projekt ist eine eigenständige Gesellschaft geworden. „Die Gründung ist ein wichtiger Schritt für die digitale Infrastruktur im Land“, betont Bernd Reichelt, Geschäftsführer der Stadtwerke SH. „Wir stellen den Glasfaserbetrieb langfristig professionell auf und machen Schleswig-Holstein als Glasfaserland noch sichtbarer.“ An der NordConnect GmbH halten SWN 88 Prozent der Anteile, die Stadtwerke SH sind mit 12 Prozent beteiligt. Geschäftsführer der neuen Gesellschaft sind Fabian Bühring und Bernd Reichelt. „NordConnect steht für einen Neuanfang, der vor allem durch das Engagement unserer Teams möglich geworden ist“, betont Fabian Bühring, Geschäftsführer von NordConnect. Insgesamt sollen rund 150 Mitarbeitende in die neue Gesellschaft wechseln – etwa 130 von SWN und rund 20 von den Stadtwerken SH. Bühring ergänzt: „Alle Kolleginnen und Kollegen, die diesen Weg mit uns gehen, haben entscheidend dazu beigetragen, dass wir heute gemeinsam starten können. Mit NordConnect schaffen wir eine Organisation, die Zusammenarbeit auf ein neues Level hebt und die Kräfte beider Häuser bündelt. Unser Ziel ist es, in Schleswig-Holstein als verlässlicher Partner rund um Glasfaser aufzutreten und die Telekommunikationslandschaft gemeinsam weiter voranzubringen.“
Zukünftig werden die Kundinnen und Kunden unter der gemeinsamen Marke GIGA5 betreut. Für diejenigen, die heute bereits GIGA5 nutzen, ändert sich dadurch nichts. In den übrigen Versorgungsgebieten werden die Angebote schrittweise vereinheitlicht; die Kundinnen und Kunden werden hierzu im Laufe des kommenden Jahres rechtzeitig und ausführlich informiert. Mit dem Zusammenschluss in der NordConnect GmbH schaffen die beteiligten Unternehmen die Grundlage dafür, ihre Produkte langfristig wirtschaftlich anbieten zu können und zugleich anderen Anbietern den Zugang zu den Netzen zu ermöglichen. Für die Kundinnen und Kunden bedeutet dies eine stabile Versorgung mit Telekommunikationsleistungen bei gleichzeitigem Wettbewerb durch verschiedene Anbieter. In den kommenden Monaten wird NordConnect Schritt für Schritt weiter aufgebaut. Nach aktuellem Stand ist ein Wechsel der Telekommunikations-Mitarbeitenden in die NordConnect GmbH im Sommer 2026 vorgesehen. „Durch diese Bündelung unserer wertvollen Fachkräfte können wir sie künftig noch gezielter und effizienter einsetzen“, erklärt Bühring und weiter: „Damit schaffen wir die Grundlage, unseren Kundinnen und Kunden langfristig den bestmöglichen Service zu bieten.“ Bis zum Wechsel arbeiten die Teams weiterhin eng zusammen und bereiten den Übergang gemeinsam vor. NordConnect ist offen angelegt: Perspektivisch können auch weitere kommunale Gesellschaften dem Verbund beitreten. Schon heute gibt es mehrere Interessenbekundungen anderer Kommunalversorger. Damit wird NordConnect zu einem wichtigen Baustein für die zukünftige Telekommunikationslandschaft in Schleswig-Holstein – kommunal verankert, wirtschaftlich effizient und mit einem klaren Ziel: leistungsfähige Glasfasernetze für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen in der Region.
