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AGA-Wirtschaftstest
Hohe Kosten belasten Händler und Dienstleister
Der AGA-Wirtschaftstest für das erste Quartal 2026 zeigt, dass hohe Gesamtkosten die norddeutschen Händler und unternehmensnahen Dienstleister weiterhin stark belasten. Die Gewinnlage ist entsprechend angespannt. Für die kommenden sechs Monate rechnet zwar eine Mehrheit mit gleichbleibenden Umsätzen und Gewinnen, zugleich erwarten jedoch mehr als zwei Drittel der Unternehmen steigende Gesamtkosten.
AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse: "Unsere Konjunkturumfrage zeigt eine Wirtschaft im Wartestand: Von Aufbruch kann keine Rede sein, dafür sind die Umsätze und vor allem die Erträge weiterhin zu stark durch Kostensteigerungen belastet. Wer jetzt über weitere Belastungen spricht, muss sich bewusst sein, wie dünn das Fundament aktuell ist. Das gilt auch für die gerade angelaufenen Tarifverhandlungen im norddeutschen Groß- und Außenhandel. Viele Unternehmen halten sich stabil, aber sie tun das mit erheblichem Kraftaufwand und ohne echten finanziellen Spielraum. In dies
23.04.2026
IHK Nord e.V.
Sicherheit braucht belastbare Infrastruktur
Angesichts wachsender Sicherheitsbedrohungen fordert die norddeutsche Wirtschaft klare Prioritäten und schnellere Verfahren beim Ausbau strategisch wichtiger Netze und Verkehrswege. Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle Norddeutschlands als logistisches und energetisches Rückgrat der deutschen und europäischen Sicherheitsarchitektur.
Diese Position wurde auf der Norddeutschen Sicherheitskonferenz der IHK Nord in der Handelskammer Bremen deutlich. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Bundeswehr, Wissenschaft und Verbänden aus allen fünf norddeutschen Bundesländern diskutierten Norddeutschlands Rolle als strategischen Raum der deutschen und europäischen Sicherheitsarchitektur – und die steigende Verwundbarkeit zentraler Infrastrukturen.
Konkrete Vorfälle wie Drohnenüberflüge, Sabotage an Kommunikationsleitungen in der Ostsee und Cyberangriffe auf Energieunternehmen zeigen deutlich die veränderte Sicherheitslage auf. Besonders im Fokus is
15.04.2026
NORDMETALL Verband der Metall- und Elektroindustrie e.V.
M+E-Betriebe kämpfen mehr denn je um Azubis
82 Prozent der norddeutschen Metall- und Elektro-Betriebe leiden unter zu geringen Bewerbungseingängen für ihre Ausbildungsplätze – fast doppelt so viele wie in der ersten Ausbildungsumfrage von NORDMETALL und AGV NORD aus dem Jahr 2016. Die Zahl der Jugendlichen, die ihren Ausbildungsplatz nicht antreten, liegt mit 18 Prozent im Jahr 2026 um sieben Prozent höher als in der letzten Umfrage 2023. Immerhin ist die Anzahl der ungeeigneten Bewerbungen mit nur noch 54 Prozent stark rückläufig (2023: 82 Prozent). Und nur noch sieben Prozent der Auszubildenden brechen ihre Ausbildung ab, im Jahr 2023 waren es noch 20 Prozent.
Das sind zentrale Ergebnisse der alle zwei Jahre von den Arbeitgeberverbänden NORDMETALL und AGV NORD erhobenen Ausbildungsumfrage. Von Dezember 2025 bis Januar 2026 haben sich 181 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, dem nordwestlichen Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an der Umfrage beteiligt. Sie b
13.03.2026
NORDMETALL-Umfrage
US-Handelspolitik: Norddeutsche Unternehmen versuchen Abhängigkeit zu verringern.
Die aktuelle US-Handelspolitik mit ihrem wiederkehrenden Muster angedrohter oder tatsächlich angewandter Zollerhöhungen stufen 86 Prozent der norddeutschen Industrieunternehmen als „eher schlecht“ oder „schlecht, schädlich“ ein. Vor zehn Jahren sahen das nur 42 Prozent der Betriebe so. Für den Fall eines handfesten Handelskonflikts erwarten 27 Prozent der Firmen einen Exportrückgang in den USA, die betroffenen Unternehmen fürchten im Durchschnitt um 30 Prozent ihres gesamten US-Exports. Auf die veränderte Lage reagieren 28 Prozent der Unternehmen damit, ihre Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten von Amerika in Sachen digitaler Infrastruktur zu verringern, und 24 Prozent verlagern ihre Exportanstrengungen auf andere Märkte. 17 Prozent versuchen, ihre Lieferketten unabhängiger von den USA zu machen.
Das ist eines der Ergebnisse einer Blitzumfrage von NORDMETALL und AGV NORD unter ihren rund 700 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 180.000 Beschäftigten in Hambu
05.03.2026
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
Servicestelle NAFIM liefert Antworten zu nachhaltiger Finanzierung
Im Bereich der nachhaltigen Finanzierung setzen Banken strenge Vorgaben um – für kleinere und mittlere Unternehmen bedeutet das viele offene Fragen. Die neue Servicestelle NAFIM (Nachhaltig finanzieren im Mittelstand) soll deshalb Antworten liefern, beraten, vernetzen und Chancen aufzeigen. Mit einem Launch-Event in der Kunsthalle ist NAFIM heute als bundesweit erste Anlaufstelle für Unternehmen in diesem Bereich gestartet. Die Servicestelle wird von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) gefördert und vom gemeinnützigen Wirtschaftsverband BAUM e. V. umgesetzt.
Die Servicestelle bietet ein Partnernetzwerk, zwei Expertinnen, feste Sprechzeiten, Info-Events sowie eine interaktive Webseite. Sie zeigt Unternehmen, welche Spielregeln Brüssel und Berlin festlegen oder ändern, wo es Fördergelder gibt und welche Daten Banken für neue Kredite benötigen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden dabei unterstützt, sich im Thema Nachhaltigkeit u
26.02.2026