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Smart Factory Elmshorn meistert Corona-Zeit und feiert Eventnight 4.0


Trotz Corona-Lockdowns: Die Erfolgskurve für die Smart Factory Elmshorn geht langsam, aber stetig nach oben. Das berichtete Vartan Galstyan, einer der beiden Geschäftsführer und Gründer des im Juli 2020 im Heinrich-Hertz-Gewerbepark eröffneten Coworking Space, am 12. August anlässlich einer Eventnight 4.0. „Wir sind zufrieden und optimistisch“, sagte er.

Es war seit langem die erste Gäste-Veranstaltung in der innovativen, vom amerikanischen New Work inspirierten Arbeitswelt. Interessierte, Nutzer sowie Mitglieder und Förderer der Smart Factory genossen Small Talk und Netzwerken, verfolgten zwei Vorträge zum Thema Digitalisierung und ließen sich von Galstyan und Mitgeschäftsführer Paul März über Neuigkeiten informieren.

Künstliche Intelligenz und die Arbeitswelt

Lars Kobialka von M Works - Die Maschinenfinder reiste in seinem Referat zum Thema Industrie 4.0 von der Zeit der Dampfmaschine durch alle technischen Revolutionen hindurch bis zum selbstlernenden Roboter der gerade beginnenden Ära der Künstlichen Intelligenz (KI). Dabei beleuchtete er die großen Chancen der KI ebenso, wie die Angst vor einem möglichen Kontrollverlust des Menschen über die KI. Was das Zeitalter 4.0 für die Menschen im Arbeitsleben bedeutet, verdeutlichte Britta Beste von der Beratungsagentur Beste Coaching. Es werde eine große Umorientierung nötig sein. Lösungen speisten sich nicht mehr aus Wissen, Erfahrung und Routine, sondern aus permanenter Veränderung und täglich neuem Lernen.

Auf und Ab von Lockdown und neuen Angeboten

Umorientieren mussten sich auch die Smart Factory- Gründer in ihrem ersten Geschäftsjahr: Corona forderte sie heraus. Statt mit ihrem Ort für gemeinsames Arbeiten einen furiosen Start hinzulegen, mussten sie in den Corona-Modus schalten. Hygienekonzepte, Nutzerbegrenzungen, Stornierungen, kaum Buchungen. „Wir hatten zwei Monate nach Eröffnung ziemliche Bauchschmerzen“, erinnerte sich Galstyan.

Doch mit einem neuen Angebot, den Corona gerechten Besprechungsbüros, trafen sie den Nerv vieler Firmen und Verwaltungen und waren im Oktober ausgebucht. Auch das Interesse an den separaten gläsernen Büroräumen wuchs. Und - ganz neu – Studenten mieteten Arbeitsplätze, um in Ruhe und gefahrlos für ihre Prüfungen lernen zu können. Daraus entstanden der Studentenpass und die Idee, künftig auch Schüler und Auszubildende anzusprechen. Der zweite Lockdown beendete diesen Aufwärtstrend abrupt. „Stornierungen und Buchungsrückgang stiegen analog zu den Inzidenzzahlen“, berichtete Galstyan.

Bis heute fehlt die Nachfrage nach Einzelarbeitsplätzen an langen Tischen oder Einzelschreibtischen. „Die Leute haben einfach noch Angst vor sozialen Kontakten“, so Galstyan, „dabei haben wir ein striktes Hygienekonzept und so gut wie alle Mieter sind geimpft. Vor zwei Monaten hatte eines unserer Förderunternehmen hier sogar eine Impfaktion für die Nutzer der Arbeitsplätze angeboten.“

Lichtblick mit gläsernen Büroräumen und Blick auf morgen

Ein Lichtblick hat sich bei den gläsernen Büroräumen gezeigt. Die Nachfrage der Firmen stieg von Dezember 2020 bis April 2021 derart, dass zusätzliche Räume gebaut werden mussten. „Wir konnten Jahresmietverträge mit zehn Firmen abschließen“, verrät Galstyan. Etwa 40 Menschen - Betriebsangehörige unterschiedlicher Branchen, Selbstständige und Beschäftigte der Kreisverwaltung - arbeiten seitdem in den gut ausgestatteten Büros und genießen das Netzwerken und die Inspiration des Coworkings.

Genutzt haben die jungen Betreiber der Smart Factory die Corona-Zeit auch, um sich für die Zukunft zu rüsten. Sie investierten zum Beispiel in Internetleitungen und Schulungsräume, entwickelten neue Geschäftsideen. „Wir würden gern mit anderen Spaces kooperieren und beteiligt sein an der Gesamtentwicklung der neuen Arbeitswelt“, wünscht sich Galstyan. Und noch einen Wunsch hat er: Dass möglichst bald nicht nur die Inzidenzzahlen allein die Corona-Regeln bestimmen.

Mehr Information zur Smart Factory unter
www.smartfactory-elmshorn.de

Foto: Ein Jahr Smart Factory, ein Jahr Corona - hinter Vartan Galstyan und Paul März liegt ein mühevoller Anfang.

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